Fan-Rückkehr? DFL entscheidet über Zukunft der Geisterspiele


Die Fans der 36 Bundesliga-Klubs erwarten die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga DFL zur Rückkehr der Zuschauer mit Spannung.

Im Rahmen der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung soll per Videokonferenz über einheitliche Maßnahmen entschieden werden. Zahlreiche Kritiker warnen aber bereits im Voraus vor einer vorschnellen Entscheidung.

In einem von der DFL erstellten Leitfaden, wurden ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober festgelegt. Zudem sollen Gästefans bis zum Jahresende keinen Stadionzutritt erhalten. Damit soll das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie eingeschränkt werden. Stattdessen sollen für die Partien nur personalisierte Online-Tickets verkauft werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten ermöglichen. Die entsprechenden Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der Mitgliederversammlung heute zur Abstimmung.

Zahlreiche Politiker, wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, haben angesichts ansteigender Neuinfektion aber bereits Zweifel geäußert. Söder hält Bundesligaspiele mit 25.000 Zuschauern „für sehr schwer vorstellbar“.

Die neue Saison soll mit der ersten DFB-Pokalrunde vom 11. bis 14. September starten, bevor eine Woche später der Start von Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga geplant ist.

Im Voraus der Versammlung sorgte zudem ein Dauerthema erneut für Diskussionsstoff: In zwei Gutachten des Bundestages wird die Deckelung der Millionengehälter im Profifußball auf europäischer Ebene als machbar angesehen. Die Mehrheit der Bundesligaclubs wird dies angesichts der finanziellen Einbußen in der Corona-Krise positiv aufgenommen haben.

Fans, Stadion, Zuschauer
Mindestabstand! So wie hier im niederländischen Deventer, könnte es zukünftig auch in deutschen Bundesligastadien aussehen. Copyright: imago images / Pro Shots

Top News 2: Kocak genervt von „Mission Aufstieg“

Kenan Kocak, Hannover 96
Kenan Kocak, Cheftrainer von Hannover 96. Copyright: imago images / Picture Point

Bei Zweitligist Hannover 96 beginnt mit dem Trainingsstart erneut die „Mission Aufstieg“.

Im kommenden Mai wollen die Niedersachen wieder gegen Bayern und Co. im deutschen Oberhaus stehen.
Dieses Ziel hat 96-Boss Martin Kind vorgegeben und Chefcoach Kenan Kocak soll es in die Tat umsetzen.

Der Trainer selbst wirkt eher genervt vom ständigen Aufstiegs-Gerede und sagte der Bild-Zeitung nach dem ersten Mannschaftstraining: „Ich denke, es ist momentan zu früh, um über Ziele zu sprechen. Weil wir noch nicht unseren endgütigen Kader zusammenhaben. Sobald wir den Kader haben, können wir gerne über Ziele sprechen. Momentan sind wir nicht in der Lage, uns darüber zu unterhalten.“

Dies wurde schon beim Training klar, in dem es der Mannschaft, trotz Abschlussspiel-Verlängerung des Coaches, nicht schafften ein Tor zu erzielen.
Nicht verwunderlich, denn aktuell haben die Roten mehr Streich-Kandidaten als Verteidiger auf dem Platz.

Neben Ron-Robert Zieler würden die Roten bei einem Abschiedswunsch auch Felipe, Elez sowie Bakalorz oder Prib „keine Steine in den Weg legen“.

In den Planungen für die kommende Saison spielen sie schon lange keine Hauptrollen mehr. „Es ist meine Aufgabe und Pflicht, eine sportliche Einschätzung abzugeben und Entscheidungen zu treffen. Wir haben uns entschieden. Damit ist alles gesagt. Ich verstehe, dass die Spieler nicht ‘Hurra‘ schreiend durch die Gegend laufen und enttäuscht sind“, sagte Kocak.

Am Ende könnten aber auch die 96-Verantwortlichen enttäuscht werden, sollten die Streich-Kandidaten keine neuen Klubs finden und in Hannover bleiben müssen. Die Verträge laufen bei allen noch mindestens ein Jahr, während Kocak eigentlich auf vier bis fünf Neuzugänge angewiesen ist.
„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir schnellstens den Kader komplettieren können.“

Vier Torhüter, alle über 30, dafür kein einziger gelernter Außenverteidiger im Kader.
Der geforderte Aufstieg dürfte sich unter diesen Voraussetzungen alles andere als leicht gestalten.

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Top News 3: Rote Karte für’s Husten

Neue Zeiten erfordern neue Regeln!

Ab sofort drohen Fußball-Profis Platzverweise durch die Rote Karte, sollten sie einen Gegenspieler oder Schiedsrichter absichtlich anhusten.

Dies entschieden die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab). Durch die neue Richtlinie sollen Spieler und Referees besser vor dem Corona-Virus geschützt werden. Wobei die Bestrafung nach wie vor im Ermessen des Schiedsrichters liegt.

Nur bei einem eindeutigen Verstoß, soll ein Spieler bestraft werden können. Bei zufälligem Husten oder bei einem großen Abstand zwischen den Kontrahenten sollen keine Maßnahmen ergriffen werden, da eine eindeutige Handlung vorliegen müsse.

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