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Mehrseitig

Die 23 größten Transferverluste aller Zeiten

800 Millionen Euro Schaden richteten die 23 größten Transferverluste aller Zeiten auf der Welt in Summe an. Das sind durchschnittlich mehr als 40 Millionen Euro Verlust pro Transfer. Und chinesische Transfers haben wir hier gar nicht mitgezählt, sondern uns nur auf die Top-Ligen in Europa beschränkt.

Chapeau – an die internationale Fußballmanager-Gilde. Das muss man erst einmal hinkriegen. Und der größte Schaden resultierte aus dem Wechsel eines ehemaligen Ballon d’Or Gewinners. Satte 65 Millionen Euro wurden in den Sand gesetzt. Dabei handelte es sich nicht um einen Spieler, der teuer verpflichtet wurde und dann zum Ende seiner langen Karriere aus Dankbarkeit ohne Ablöse oder für eine geringe Ablösesumme ziehen gelassen wurde.

Solche Fälle gibt es auch. Und hier lässt sich ein Transferverlust ja auch nicht verhindern. Doch häufiger sind die Beispiele, bei denen ein Spieler, der bei seinem Alt-Verein überragende Leistungen bot, bei seinem neuen Verein einfach nicht zurechtkam. Sei es, weil er häufiger verletzt war, mit einem anderen Spielsystem nicht zurecht kam oder mit dem neuen Trainer nicht „konnte“.  Doch auffallend ist, dass immer wieder die gleichen Vereine in den Ranglisten der größten Transferverluste auftauchen.

Die einen können es und die anderen eher nicht. Und hierbei meinen wir nicht die Spielerzockerei von Felix Magath, dem Späteren (also nicht dem Scouting-Fuchs der frühen und mittleren Jahre) sondern Zocken auf wirklich höchstem Niveau. Den Einkauf von Superstars (oder High Potentials) für Beträge so um die 50 Millionen Euro und aufwärts und den Verkauf der gleichen Spieler für nichts oder für Ablösesummen von unter 5 Millionen Euro.Da ist es dann kein Wunder, wenn einige Vereine sich über geschickte Transfers regelmäßig und dauerhaft finanzieren und sanieren und andere sich über inkompetente Transfers ruinieren.

Und wir sprechen hier auch nicht vom HSV, der in der jüngeren Vergangenheit ja auch für ein Transferminus von ca. 50 Millionen Euro berühmt ist, sondern von der ersten Liga der Fehlspekulation und Fehleinkäufe.

Milde muss man allerdings bei den Spielern walten lassen, die teuer eingekauft wurden, über Jahre hervorragende Leistungen brachten und dann zum Schluss der Karriere für kleines Geld den Verein verlassen durften.

Wobei – früher wurden diese Spieler in der Regel – obwohl dauerverletzt – nochmals teuer an Hertha BSC verkauft.Emmanuel Adebayor eröffnet unser Ranking. Der aus Togo stammende Mittelstürmer wechselte 2009 für 29 Millionen Euro vom FC Arsenal zum Ligakonkurrenten Manchester City. Nur ein Jahr später ging er auf Leihbasis zu Real Madrid.

Adebayor konnte die Königlichen allerdings nicht von sich überzeugen und so sah Real von der Kaufoption ab. 2012 wechselte der Stürmer daraufhin zu Tottenham für nur 6 Millionen Euro. Ein satter Verlust für Manchester City!

Nach seiner ersten Saison mit 17 Toren in 33 Einsätzen wurde er im August 2012 schließlich fest verpflichtet. Am 13. September 2015 wurde sein ursprünglich bis Ende Juni 2016 laufender Vertrag in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Im Januar 2016 schloss Adebayor sich Crystal Palace an, wo er bis Saisonende unter Vertrag stand.

Doch besonders erfolgreich war sein Gastspiel bei den Londonern in der englischen Liga nicht. Der aus Togo stammende Mittelstürmer wurde zwar für seine Tore gefeiert, sein lustloses Spiel brachte ihm jedoch den Spitznamen „Lazybayor“ ein. Gleich am Anfang brachte er die Fans des englischen Klubs jedoch ziemlich gegen sich auf. Adebayor erzählte in einem Interview, dass er rein gar nichts über seinen neuen Arbeitgeber wüsse. Autsch. Am vorletzten Tag der Wintertransferperiode 2016/17 wechselte Adebayor zum amtierenden türkischen Herbstmeister Başakşehir FK. Bei den Türken unterschrieb er einen Eineinhalbjahresvertrag. Das Ende einer Karriere, die richtig groß hätte werden können? Oder kommt der Togolese auf seine alten Tage nochmals zurück?Der italienische Nationalspieler Antonio Cassano verbrachte seine meiste Zeit beim AS Rom. Von 2001 an stand er in 118 Spielen für die Römer auf dem Platz. Der Verein blätterte damals 28,5 Millionen Euro für den Stürmer hin.

Trotz einiger Tore konnte Cassano nie richtig überzeugen und wurde 2006 von Real Madrid erworben, in der Hoffnung einen neuen grandiosen Stürmer verpflichtet zu haben. Nur 5,5 Millionen Euro mussten die Königlichen für Cassano noch hinlegen, ein ordentliches Minusgeschäft für den AS Rom. Auch für Real Madrid hatte die Geschichte kein gutes Ende.

Cassano entpuppte sich als Fehleinkauf und wurde nur ein Jahr später wieder freigegeben.Danach ging es zu Sampdoria Genua, Milan, Inter, Parma und wieder zurück nach Genua. Und keiner der Vereine macht ein so großes Transferminus wie die Roma. Das wäre aber auch schwer möglich gewesen. Denn 23 Millionen Euro sind schwer zu toppen.

Hirnschlag durch ein Loch in der Herzgegend: Anfang November 2011 erlitt Cassano einen leichten Hirnschlag, der durch ein Loch in der Herzgegend verursacht wurde und zu Schwindel, Sprach- sowie Sehstörungen führte. Deshalb musste sich der Stürmer in Mailand einer Herzoperation unterziehen, die ihn zu einer fünfmonatigen Pause zwang. Cassano selbst sagte, er habe Todesängste gehabt und daran gedacht, seine Karriere zu beenden. Im April 2012 gab er sein Comeback. Chapeau!Robinho sorgte für einen herben Transferverlust für seinen ehemaligen Verein Manchester City. 2008 kam der brasilianische Nationalspieler für 43 Millionen Euro Ablöse von Real Madrid zu den Engländern.

Robinho zeigte als Stürmer jedoch nur selten Leistung und war zeitweise auf Leihbasis bei seinem alten Verein FC Santos unterwegs. 2010 wechselte er dann zum AC Mailand. Für nur 18 Millionen Euro – das war ein sattes Schnäppchen für den italienischen Top Verein. Beim AC blieb Robinho fünf Jahre und war nicht nur Stammspieler des Vereins, sondern gewann auch die italienische Meisterschaft mit den Rossoneri.

In seiner ersten Saison in der Serie A 2010/11 erzielte er 14 Saisontore, wie auch seine Sturmpartner Zlatan Ibrahimović und Alexandre Pato. Mit seinen Mitspielern Kevin-Prince Boateng und Ibrahimović bildete er bis zum Wechsel von Ibrahimović 2012 zu Paris Saint-Germain das Offensivdreieck „Boatinhović“. Am 19. Januar 2014 absolvierte Robinho seinen 100. Serie A-Einsatz. Im August 2014 kehrte Robinho bis zum 30. Juni 2015 auf Leihbasis zum FC Santos zurück. Im Mai 2015 wurde Robinhos Vertrag mit Milan aufgelöst. Nach einem Intermezzo in China bei Guangzhou Evergrande spielte er seit Februar 2016 für den brasilianischen Club Atlético Mineiro.

Nach der für die brasilianische Nationalmannschaft enttäuschend verlaufenden WM in Südafrika kam es unter Neu-Trainer Mano Menezes zu einem Umbruch in der Mannschaft. Menezes nominierte fortan vor allem jüngere Spieler, setzte dabei aber noch immer auf Robinho, der zum Führungsspieler aufstieg. Im Sommer 2011 wurde der Stürmer für die Copa América in Argentinien nominiert. Nachdem er bei der WM 2010 noch einer der jüngsten war, gehörte er bei der Copa’11 zu den erfahrensten Akteuren im Aufgebot der Seleção. Inzwischen waren elf Mannschaftskameraden jünger als Robinho. Für die WM 2014 wurde er von Luiz Felipe Scolari nicht berücksichtigt, sein Nachfolger Dunga berief Robinho nach der Verletzung von Hulk für das erste Spiel nach der WM und Robinho wurde in der 77. Minute eingewechselt.Der Innenverteidiger Joleon Lescott war Teil eines großen Investitionsprojektes von Manchester City. 2009 wechselte der Engländer für 27,5 Mio. Euro zu den Citizens und verabschiedete sich fünf Jahre später ablösefrei zu West Brom.

Spielerinformationen
Voller Name Joleon Patrick Lescott
Geburtstag 16. August 1982
Geburtsort Birmingham, England
Größe 188 cm
Position Innenverteidiger
Vereine in der Jugend
1998–2001 Wolverhampton Wanderers

Der gebürtige Brasilianer Anderson kam 2007 aus Porto zu Manchester United – für schlappe 31,5 Mio. Euro. Bei ManU trug er sogar die Nummer 8. Der damals 19-jährige galt als großes Talent im Mittelfeld, war sein Geld allerdings nie wirklich wert.

Dabei fing es gut an auf der Insel. Im Jahr 2008 konnte er neben der Meisterschaft mit Manchester die Champions League gewinnen. Am 23. Februar 2010 zog sich der Brasilianer dann aber in einer Ligapartie gegen West Ham United einen Kreuzbandriss zu und fiel für den Rest der Saison aus.

Hiervon erholte sich der filigrane Techniker nie wieder so richtig. Am 18. Januar 2014 wurde Anderson bis zum Saisonende in die italienische Serie A an den AC Florenz ausgeliehen.

Zur Saison 2014/15 kehrte er nach Manchester zurück und kam auf einen Ligaeinsatz. Am 3. Februar 2015 kehrte Anderson ablösefrei in seine Heimat zurück – zu SC Internacional. Ein dickes Minusgeschäft für die Red Devils.
Ebenfalls ein Brasilianer brachte Betis Sevilla herbe Verluste ein, die den Klub an den Rand des Ruins führten. Obwohl Denilson für über zehn verschiedene Vereine spielte, gab es nur einen einzigen Verein, der so richtig viel Geld für ihn zahlte – Betis Sevilla.

1998 kam der Stürmer für 31,5 Mio. Euro zu den Spaniern und wechselte sieben Jahre später zu Girondins Bordeaux, umsonst natürlich. Denilson begann seine Karriere beim São Paulo FC im Jahre 1994, von deren Jugendabteilung er in die erste Mannschaft berufen wurde und sich nach kurzer Zeit als Stammspieler behauptete. 1998 wurde er von Betis Sevilla für umgerechnet 31.500.000 Euro, verpflichtet. Das war der damals der bis dahin teuerste Transfer der Fußballgeschichte. 2005 gewann Denilson mit Sevilla den spanischen Pokal Copa del Rey.

Denilson unterschrieb einen 10-Jahres-Vertrag, den er jedoch nicht erfüllte. Nach 5 Jahren wechselte er nach Frankreich. Betis tätigte mit ihm die größte Fehlinvestition der eigenen Geschichte.Nach den 5 Jahren in Spanien spielte er bei dem französischen Klub Girondins Bordeaux. Dort schoss der Brasilianer das schnellste Tor der Französischen Liga nach 11 Sekunden gegen den OGC Nizza. Aufgrund seiner hohen Gehaltskosten konnte sein Vertrag in Bordeaux jedoch nicht verlängert werden.

Es folgte ein Gastspiel bei Al-Nasr in Saudi-Arabien, ehe er im August 2007 in die US-amerikanische Liga zum FC Dallas wechselte.Im Februar 2008 wechselte er ablösefrei zurück ins heimatliche São Paulo zur SE Palmeiras. Mit Palmeiras schaffte er unter Trainer Vanderlei Luxemburgo in der brasilianischen Meisterschaft den vierten Rang und damit die Qualifikation zur Copa Libertadores. Dabei erzielte er drei Ligatore in 27 Spielen. Zum Ende des Jahres schied er ablösefrei aus dem Verein aus.

Zu Beginn des Jahres 2009 trainierte er kurzfristig in England beim Premier League-Klub Bolton Wanderers, es kam allerdings zu keinem Vertragsabschluss. Später im Januar wechselte er zum Staatsmeister des brasilianischen Bundesstaates Goiás, den Itumbiara EC, um diesen bei der Titelverteidigung zu unterstützen.

Im Juni 2009 unterschrieb er einen Vertrag für die Rückrunde bei Hai Phong Cement in der vietnamesischen V-League-Meisterschaft. Der ehemalige brasilianische Weltstar hat nach nur einem Spiel, einem Tor und einer Verletzung am rechten Bein seinen Vertrag bei Hai Phong Cement wieder gekündigt.

In der Folge stand er seit Januar 2010 beim griechischen Erstliga-Verein AO Kavala unter Vertrag. Bereits im April 2010 erhielt er jedoch wegen seines schlechten Fitnesszustands und dem mangelnden Willen, daran etwas zu ändern, seitens seines Clubs die Freigabe, ohne auch nur eine Minute gespielt zu haben.Gabriel Batistuta war ebenfalls einer der Spieler, für den nur ein Verein eine fette Ablösesumme verbuchen konnte. Im Jahr 2000 wechselte der Argentinier für ordentliche 32,5 Mio. Euro zum AS Rom.

Drei Jahre später zog es den Stürmer ohne Ablöse für die Roma zum arabischen Verein Al-Arabi zog. Da war er aber schon älter.

Batistuta ist mit 168 Toren bis heute der erfolgreichste Torschütze des AC Florenz und liegt in der ewigen Bestenliste der Torschützen der höchsten italienischen Spielklasse mit 184 Toren in 318 Spielen auf dem neunten Platz.

Im März 2004 wurde er von Pelé in die FIFA 100, die Liste mit den 125 besten noch lebenden Fußballern, aufgenommen.Im Sommer 1991 wechselte der Stürmer nach Europa und unterzeichnete einen Vertrag beim AC Florenz. In seiner Debüt-Saison in der Serie A gelangen dem Offensivspieler sofort dreizehn Ligatreffer. In der Folgesaison steigerte er seine Anzahl um drei Tore. Trotz dieser Treffer konnte Batistuta den Abstieg des Vereins in die Serie B nicht abwenden. Die Fiorentina, bei der u.a. Stefan Effenberg im Kader stand, schaffte im Folgejahr den sofortigen Wiederaufstieg. Während der Spielzeit 1994/95 brach der Argentinier den dreißig Jahre alten Rekord von Ezio Pascutti, indem er in den ersten elf Begegnungen je einmal den gegnerischen Torhüter überwand.

Zum Saisonende standen 26 Tore auf der Torbilanz des Stürmers, womit er sich den Titel des Torschützenkönigs sicherte. Zur Saison 1995/96 gewann die Mannschaft die Coppa Italia und die Super Coppa. Zum Meistertitel reichte es seit seiner Ankunft in Florenz aber nicht. Schließlich drohte der Spieler, der in Italien mittlerweile den Status eines Superstars erreichte, den ACF zu verlassen. Aus diesem Grund verpflichtete der Vorstand zur Ligabeginn 1998/99 Giovanni Trapattoni als neuen Trainer, der zuvor bereits Top-Teams wie den FC Bayern München, Juventus Turin, AC Mailand und Inter Mailand trainiert hatte.

Mit Trap reichte es aber nur zu Rang drei. Auch in der Folgesaison blieb der angestrebte Erfolg, die Meisterschaft, aus und so entschied sich Batistuta im Sommer 2000 zu einem Wechsel zum Hauptstadtklub AS Rom. Trotz einiger Verletzungen schoss der Stürmer 20 Tore bei seinem neuen Verein. Damit war er bester Angreifer seines Teams und viertbester der Liga, womit er seiner Mannschaft zum ersten Meistertitel seit 1983 und dritten Ligaerfolg überhaupt in der Roma-Vereinsgeschichte verhelfen konnte. Kurz darauf sicherte er sich zudem zum zweiten Mal in seiner Karriere den Italienischen Supercup. Wegen Formschwäche zur Saison 2002/03 entschieden die Rom-Verantwortlichen, den Angreifer zur Rückrunde an Ligakonkurrent Inter Mailand zu verleihen.

Aber auch bei der Internazionale schaffte er die Leistungsverbesserung nicht. Im Sommer 2003, am Ende seiner Laufbahn, unterschrieb er bei al-Arabi aus Katar. Dort gelangen ihm 25 Treffer in 21 Spielen, womit er einen Liga-Rekord aufstellte und zum Ende der Spielzeit mit dem „Goldenen Schuh“ ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2008 wurde Batistutas Tore-Rekord vom Brasilianer Clemerson de Araújo Soares auf 27 Treffer verbessert.Der Bulgare Dimitar Berbatov sorgte 2008 für den damals teuersten Transfer der Vereinsgeschichte von Manchester United, als der Stürmer für 38 Mio. Euro zu den Reds Devils kam.

Nach einigen erfolgreichen Jahren folgte der Absturz und Berbatov wurde 2012 für nur 5 Mio. Euro an den FC Fulham verkauft. 87 % Verlust – profitabler Abgang geht anders, aber während seiner Zeit bei ManU hat er gut gespielt.

Beim Klub aus London unterschrieb er einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2014. Bereits am nächsten Tag debütierte er für seinen neuen Verein.

Er wurde vor heimischen Publikum in der zweiten Halbzeit gegen West Ham United (0:3) eingesetzt.Ein Neuzugang, der vom FC Barcelona kommt, klingt zunächst mal vielversprechend. Ist es im Fall von Javier Saviola allerdings nicht.

Der Argentinier wurde 2001 von den Katalanen verpflichtet – und zwar für 35,9 Mio. Euro.

Allerdings entpuppte sich der Stürmer eher als Ersatzmann oder Joker und nicht als Stammspieler und wechselte relativ schnell ohne Ablöse zum Erzrivalen Real Madrid.

Viel zeigen, konnte er aber auch bei den Königlichen nicht.Bei Lilian Thuram hat Barcelona hingegen ein wahres Schnäppchen geschossen. Zur Saison 2006/07 holten die Blaugrana den Franzosen für nur 5 Mio. Euro Ablöse.

Vorher war der Verteidiger bei Juventus Turin Leistungsträger und kostete die alte Dame 41,5 Millionen Euro Ablöse.

Mit dem Transfer zu Barcelona machte Juve also 36,5 Mio. Euro Verlust – satte 88 %. Schuld an dem Minusgeschäft war der Zwangsabstieg von Juve in die 2. italienische Liga aufgrund des Manipulationsskandal 2005.

Gleich zu Beginn deiner Karriere bei Barca gewann die Mannschaft das jährlich ausgetragene Spiel um den Joan Gamper-Pokal. 2007 gewann Thuram die Trophäe zum zweiten Mal mit Barça. Schon 2005 hatte er, damals noch mit Juventus, dieses Spiel gewinnen können. In Barcelona war Thuram nicht gesetzt und konkurrierte mit Spielern wie Rafael Márquez, Carles Puyol und Gabriel Milito. Sein 2008 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.
Ein Star des englischen Fußballes ist David Beckham. Er wechselte 2003 für 37,5 Mio. Euro zu Real Madrid. Beckham brachte dem Verein Rekordeinnahmen bei den Trikotverkäufen und anderen Merchandisingprodukten ein.

Nach anfänglichen Erfolgen wurde der Mittelfeldspieler aussortiert und landete auf der Bank. Daraufhin wechselte er ablösefrei nach Los Angeles, um dort Karriere zu machen (außerhalb des Fußballs). Die Königlichen dürfte der Transferverlust allerdings recht wenig interessieren.

Denn Beckham war ein Spieler, der sich über Trikotverkäufe und andere Einnahmen refinanzierte.

Und darüber hinaus hat Real noch einen Kandidaten auf den vorderen Plätzen des Rankings. Und der tut dann richtig weh.Nachdem der Spanier David Villa beim FC Valencia auf sich aufmerksam machte, griff der FC Barcelona für eine Summe von 40 Mio. Euro bei dem Mittelstürmer zu. Ein gutes Geschäft für Valencia, ein eher schlechtes für Barca.

Denn nach nur 3 Jahren wechselte Villa zu Atletico Madrid – für ganze 2 Mio. Euro. Ein herber finanzieller Verlust in Höhe von 95 %. Dass der kleine Spanier allerdings genial kicken konnte, wollen wir nicht abstreiten.

Dabei behieltt Barcelona die Hälfte der Transferrechte. Die Ablösesumme hätte sich um weitere zwei bzw. drei Millionen Euro erhöht, falls Villa auch in den folgenden zwei Spielzeiten noch für Atlético Madrid gespielt hätte.

Bei seinem ersten Pflichtspiel für Atlético Madrid, der Supercopa de España, erzielte Villa ausgerechnet gegen seinen früheren Klub Barcelona sein erstes Pflichtspieltor für den neuen Verein.Michael Essien galt als einer der talentiertesten und besten Mittelfeldspieler während seiner Zeit beim FC Chelsea London.

Für satte 38 Mio. verpflichtete Chelsea den aus Ghana stammenden Profi. Neun Jahre spielte er dort, bevor er ablösefrei zum AC Mailand wechselte.

Grund dafür war die fortgesetzte Nichtbeachtung unter Trainer Jose Mourinho. Ein großer finanzieller Verlust für den Verein und all das nur, weil Mou nicht so wollte, wie es wohl sinnvoll gewesen wäre.

Nach einer Saison beim griechischen Erstligisten Panathinaikos Athen und achtmonatiger Vereinslosigkeit, schloss sich Essien dem indonesischen Verein Persib Bandung an.Chelsea gehört nicht grade zu den Vereinen mit einer positiven Transferbilanz. Ein weiteres Beispiel ist Didier Drogba. Dieser kam im Jahr 2004 für 38,5 Mio. Euro zu den Blues.

Der Nationalspieler der Elfenbeinküste enttäuschte die Engländer während seiner Zeit in London allerdings nicht. Mit zahlreichen Toren verhalf der Stürmer Chelsea zu Titeln und Erfolgen.

Nach acht Jahren endete jedoch sein Vertrag eher abrupt und Drogba wechselte nicht ganz freiwillig ablösefrei nach Shanghai.

Den Schluss hätte man wohl auch anders – profitabler – hinkriegen können. Während seiner Zeit bei Chelsea hat Drogba sein Geld aber vielfach wieder eingespielt.Ronaldo (das Original – nicht CR7) war in den neunziger Jahren ein Top-Star. Nach dem FC Barcelona und Inter Mailand schlug im Jahr 2002 Real Madrid zu und zahlte 45 Mio. Euro für den Brasilianer.

Nach der ersten, recht erfolgreichen Saison konnte sich der Stürmer nicht mehr gegen die starke interne Konkurrenz durchsetzen.

So ging es für ihn für nur 7,5 Mio. Ablöse zum AC Mailand. Bad Deal! 83,4 % Verlust.
Ein richtig großes Geschäft machte der FC Barcelona 2009, als der Verein sich Zlatan Ibrahimovic für 69,5 Mio. Euro holte. Glaubten die Katalanen zumindest.

Nach einigen Streitigkeiten zwischen Ibra und dem damaligen Trainer, Pep Guardiola, schlug der AC Mailand zu und holte den Stürmer für nur 24 Mio. Euro nach Italien. Ein sattes Minusgeschäft von 65,5 % für Barcelona.

Am 28. August wurde das Leihgeschäft zwischen dem FC Barcelona und dem AC Mailand bekanntgegeben. Ibrahimović wechselte zunächst für ein Jahr auf Leihbasis; anschließend war der AC Mailand verpflichtet, den Spieler für 24 Millionen Euro zu kaufen, sodass Milan Barça bis 2014 jährlich acht Millionen Euro an Ratenzahlungen überwies.

Ibrahimović verabschiedete sich nicht bei Guardiola und kommentierte seinen Weggang so: “Guardiola hat mich rausgeschmissen.“Spielmacher Rui Costa kam 2001 über seinen ehemaligen Trainer, Fatih Terim, zum AC Mailand. Mit 42 Mio. Euro war Costa der bis dahin teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte der Rossoneri. 

Bei den Rossoneri hatte Costa wohl seine erfolgreichste Zeit. In fünf Jahren dort gewann er je einmal die italienische Meisterschaft, die Coppa Italia, die Supercoppa Italiana, die UEFA Champions League und den Europäischen Supercup.

Allerdings rückte der Portugiese schnell in den Hintergrund und kam selten an Kaka vorbei.

Die Folge – 2006 wechselte er ablösefrei zu seinem Heimatverein Benfica Lissabon. Ein finanzieller Totalverlust für Milan, der auf das Konto des Trainers geht. Der übrigens auch nicht lange blieb. Beide Vereine und der Spieler einigten sich auf einen Wechsel zur neuen Saison. Am 11. Mai 2008 bestritt er sein letztes Profifußballspiel gegen Vitória Setúbal. Anschließend erklärte er seinen Rücktritt.Der ehemalige spanische Nationalspieler Gaizka Mendieta spielte sich als Kapitän beim FC Valencia in den Fokus und war eine Zeit lang heiß begehrt auf dem internationalen Transfermarkt.

2001 entschied sich Lazio Rom, den Mittelfeldspieler für eine Rekordablösesumme von 48 Mio. Euro zu verpflichten. Dort konnte Mendieta aber nie an seine Erfolge bei Valencia anknüpfen.

Die Folge – drei Jahre später wechselte er ablösefrei zum englischen Verein Middlesbrough. Mehr als 14 Millionen Euro pro Jahr in den Sand gesetzt. Das muss man erst mal hinkriegen. Später wechselte er ablösefrei zu den Engländern und gewann im Jahre 2004 den League Cup.

Außerdem stand sein Team im Jahre 2006 mit ihm im UEFA-Cup-Finale, verlor aber deutlich mit 0:4 gegen den spanischen Erstligisten FC Sevilla.Im Jahr 2006 kaufte der FC Chelsea den damaligen ukrainischen Superstar für 43,3 Mio. Euro ein. Der Torjäger fasste aber in England nie so Fuß wie erhofft und blieb hinter den Erwartungen zurück.

Nachdem er bei Chelsea nicht Fuß fassen konnte, wurden die letzten elf Monate seines Vertrags aufgelöst.

Im August 2009 wechselte Schewtschenko zurück zu Dynamo Kiew.

Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Ohne dass die Ukrainer einen einzigen Cent bezahlen mussten. Aber Chelsea hat es ja. Und das nicht zu wenig.Christian Vieri ist in seiner Karriere viel herumgekommen. Am teuersten war der Wechsel von Lazio Rom zu Inter Mailand. Er kostete die Mailänder genau 45 Mio. Euro Ablöse.

Zu dieser Zeit zählte Vieri zu den besten Mittelstürmern der Welt. Doch das hielt nicht lange an. Das folgende Tief war dafür zeitlich umso ausgeprägter. Der Italiener ging sechs Jahre später ablösefrei ausgerechnet zum Stadtrivalen AC Mailand.

Im Juni 2008 unterschrieb Vieri einen Vertrag bei Atalanta Bergamo. Dort wurde er jedoch wiederholt von den eigenen Fans ausgepfiffen, die es Vieri übel nahmen, dass er sich nach seinem Comeback bei Atalanta vor zwei Jahren zum ACF Florenz verabschiedet hatte.

Im Oktober 2009 gab Vieri zunächst sein Karriereende bekannt bevor er Ende Dezember 2010 einen Halbjahresvertrag bei Boavista Sport Club in Brasilien unterschrieb.
Der ehemalige englische Nationalspieler Rio Ferdinand spielte immerhin zwölf Jahre für Manchester United und absolvierte dort 312 Spiele.

Im Jahr 2002 kam Ferdinand für 46 Mio. Euro von Leeds zu den Red Devils, was ihm damals zum teuersten Innenverteidiger der Welt machte.

Auch wenn Ferdinand den Verein 2012 ablösefrei zu Queens Park Rangers verließ, verhalf er ManU zu so manchem Erfolg. Dennoch per Saldo ein herbes Verlustgeschäft, zumindest was die Transferbilanz anbetrifft.

Aber während seiner Zeit bei den Red Devils war der Spieler jeden Cent wert. Das kann man von den beiden Spitzenreitern des Rankings nicht sagen. Und wieder mal sind 2 Transfergiganten an den Deals beteiligt.Auf Platz 2 der größten Transfer-Verlustgeschäfte aller Zeiten liegt Fernando Torres.

Torres galt zu seiner Zeit beim FC Liverpool als Weltklasse-Stürmer. Kein Wunder also, dass der FC Chelsea wahnsinnige 58,5 Mio. Euro für den Spanier hinblätterte.

Zum damaligen Zeitpunkt Transferrekord in der Premier League! Dann erwies sich Torres bei seinem neuen Verein jedoch als Chancentod – und als spielerisch äußerst limitiert.

Für mickrige 3 Mio. Euro kam dann der Wechsel zum AC Mailand. Kein Guter Deal für Chelsea. Knapp 95 % Verlust. Aber es geht noch besserDie Nummer 1 war mal Weltfußballer des Jahres und sorgte doch für den größten Transferverlust der Weltfußball-Geschichte.

Der Rekordhalter war zudem der letzte Spieler, der den Ballon d’Or gewann, bevor die Ära Messi/CR7 einsetzte. Die Rede ist von Kaka und von gigantischen 65 Millionen Euro, die in den Sand gesetzt wurden. Von Real Madrid – wie könnte es anders sein. Doch konnte man das wissen?

Denn Kaka war wirklich mal einer der besten Spieler der Welt. Als er noch beim AC Mailand (von 2003 – 2009) kickte. Ein absoluter Weltstar, der einen Titel nach dem anderen holte. Dann klopfte Real Madrid an die Tür und wollte den Top-Star seinem Ensemble hinzufügen. Doch das ging schief.

Durch zahlreiche Verletzungen, mangelnde Fitness und Problemen auf und außerhalb des Platzes bedingt war der Brasilianer bald nur noch Ersatz. Die cleveren Italiener vom AC Mailand erinnerten sich an den Spieler und holten den Mittelfeldstar zurück. Das beste daran – ablösefrei. Milan zahlte nichts an Real. 100 % Verlust, 65 Millionen Euro – der höchste Transferverlust aller Zeiten, der auch nicht durch Erfolge oder Trikotverkäufe – wie z.B. bei David Beckham oder Didier Drogba – kompensiert werden konnten.


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