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Die Elf der toten Fußball-Genies – Heaven 11

DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Die Abwehr – Vom „Tackling-Gott“ bis zum Captain ihrer Majestät

Abwehr: Giacinto Facchetti – Der Ewige Inter-Spieler

Giacinto Facchetti gehört in die Kategorie der „one-club men“. Er spielte während seiner ganzen Karriere nur für Inter Mailand. 

Als Inter Mailand im Sommer 1960 den gerade 18-jährigen Junior aus dem kleinen Städtchen Treviglio in der Provinz Bergamo unter Vertrag nahm, ahnte niemand, dass dieser junge Spieler anschließend 18 Jahre lang das schwarz-blaue Inter-Trikot tragen und zu einem der überragenden Spieler nicht nur in der Geschichte des Klubs werden würde.

Facchetti war über ein Jahrzehnt lang einer der besten Linksverteidiger der Welt.

Für die International Federation of Football History & Statistics ist er „der beste Außenverteidiger Europas aller Zeiten“ (World Football Gala ’99).

Prototyp des Offensivverteidigers in einem genauen taktischen System

Facchetti spielte in seiner Karriere nur für Inter. Foto: Getty Images
Facchetti spielte in seiner Karriere nur für Inter. Foto: Getty Images

Er schrieb Fußballgeschichte, indem er Mitte der sechziger Jahre weltweit zum Prototypen des Offensivverteidigers in einem bestimmten taktischen System wurde.

Facchetti war als Außendecker ein wichtiger Defensivfaktor im italienischen „Catenaccio“, gleichzeitig war er aber auch, und darin bestand das Novum, eine wesentliche offensive Komponente des von Helenio Herrera entwickelten, Systems.

Vor allem unter Druck machte er fast alles richtig. Berühmt und berüchtigt waren seine Tacklings.

Die deutsche Nationalmannschaft hat dieses bei der WM 1970 deutlichst zu spüren bekommen.

Der Ewige Inter-Spieler

Die Fans verehren ihn auch heute noch. Foto: Getty Images
Die Fans verehren ihn auch heute noch. Foto: Getty Images
Er gehört auch in die Legenden-Kategorie der Spieler, denen es nicht vergönnt war, Weltmeister zu werden. Brasilien war nach dem kräftezehrenden Jahrhundert-Match gegen Deutschland im Halbfinale im Endspiel 1970 einfach zu stark. Dafür führte er Italien zum Europameistertitel 1968.

Geburtstag: 18. Juli 1942 Treviglio
Todestag: 4. September 2006 Mailand
Klassifikation: Fußball
Nation: Italien
Erfolge/Funktion: 94 Länderspiele
Vizeweltmeister 1970
Europameister 1968

Aus dem LigaLive Shop

Abwehr: Nilton Santos – Intelligenz und Weitsicht

Nilton Santos war einer der besten Kicker aller Zeiten. Foto: Getty Images

Wenn es nach Pele geht, war Nilton Santos einer der Größten überhaupt. Auch er war ein „one-club man“, der nur für Botafogo spielte. Aber er gewann den World Cup mit Brasilien und ist logischerweise im „Brazilian Football Museum Hall of Fame“.

Der zweifache Weltmeister erwarb den Beinamen „Fußballlexikon“ (Enciclopédia do Futebol) durch sein tiefgreifendes Verständnis des Spiels, in dem er sich durch große Intelligenz und Weitsicht auszeichnete. Nílton Santos gilt als der Pionier der offensiven Interpretation der Außenverteidigerposition. Bei der Verpflichtung Garrinchas 1953, der im Probetraining gegen ihn antrat, war sein Urteil gegenüber der Vereinsführung, dass „er besser für uns spielt als gegen mich“ ausschlaggebend. Die beiden sollte eine lebenslange Freundschaft verbinden.

Seine 13 Jahre überspannende Nationalmannschafts-Karriere begann bei der Copa América 1949 im eigenen Land, als der damals knapp 24 Jahre alte Verteidiger im Spiel gegen Kolumbien als Einwechselspieler – in Südamerika damals schon erlaubt – zu seinem ersten Einsatz kam. Das Spiel endete 5:0 für Brasilien und blieb sein einziger Einsatz während des Turniers. Am Ende holte Brasilien den Titel und damit durfte auch Nílton Santos seinen ersten Erfolg mit der Seleção verbuchen. Im darauffolgenden Jahr fand auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Hier war Nílton Santos zwar im Aufgebot kam aber nicht zum Einsatz und die als schmachvoll empfundene Vizeweltmeisterschaft blieb ihm erspart. Bei der Copa América 1953 in Peru verlor Brasilien sensationell im Finale gegen den Außenseiter Paraguay und wurde erneut nur Zweiter. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz kam für Brasilien im Viertelfinale das vorzeitige Aus.

In der Partie gegen Ungarn, die als die Schlacht von Bern in die Fußballgeschichte einging, wurde das brasilianische Team von der ungarsichen „Übermannschaft“ besiegt. Und noch schlimmer – neben seinem Landsmann Humberto Tozzi und dem Magyaren József Bozsik – wurde er vom englischen Schiedsrichter Arthur Ellis des Feldes verwiesen. Der Boxkampf zwischen Nílton Santos und Bozsik, nachdem Santos Bozsik foulte, bleibt im kollektiven Gedächtnis.

Und dann wurde Brasilien wieder nur Zweiter

Santos glänzte durch Intelligenz und Weitsicht. Foto: Getty Images
Santos glänzte durch Intelligenz und Weitsicht. Foto: Getty Images
Bei der Copa América 1956 in Peru wurde Brasilien wieder nur Zweiter und unterlag im Finale gegen Argentinien.

Besser wurde es 2 Jahre später – deutlich besser. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden im Spiel gegen Österreich dribbelte Santos über die gesamte Länge des Spielfeldes und krönte seine Anstrengung mit einem sehenswerten Treffer. Brasiliens Trainer Vicente Feola schrie sich bei der Situation vergeblich die Kehle aus dem Hals: seine Anweisung an Nílton Santos, er möge gefälligst hinten bleiben, wurde ignoriert. Während des Turnieres stellten sich Pelé und Garrincha einem staunenden Publikum vor und Brasilien, das die Welt bezauberte, wurde mit einem 5:2-Finalsieg über die Gastgeber Schweden zum ersten Mal Weltmeister.

Die Verteidigung des Weltmeistertitels bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile gelang der Selecao eindrucksvoll. Der damalige Jung-Superstar Pelé musste zwar schon früh im Verlauf des Turniers wegen einer Verletzung aufgeben, doch Nílton Santos’ Mannschaftskamerad Amarildo von Botafogo vertrat ihn mehr als hinreichend. Beim 3:1-Sieg im Finale gegen die Tschechoslowakei erzielte Amarildo sogar den Ausgleich für die Brasilianer.

Für den nunmehr 37-jährigen Nílton Santos war aber nach dem Schlusspfiff des Finales, seines 75. Länderspiels, die Zeit gekommen, von der Nationalmannschaft Abschied zu nehmen. 1964 machte er auch mit dem Vereinsfußball Schluss. Er veröffentlichte ein Buch “Minha Bola, Minha Vida” (Mein Ball, mein Leben), ansonsten blieb er dem Licht der Öffentlichkeit fern. Bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war Nílton Santos, gemeinsam mit Amarildo, Teil einer Abordnung brasilianischer Weltmeister. Santos lebte zuletzt in einem Seniorenheim in Rio de Janeiro und litt an Alzheimer. Sein Verein Botafogo und einige Fans gewährten dem zuletzt mittellosen Nílton Santos finanzielle Unterstützung. Am 27. November 2013 starb Nílton Santos im Alter von 88 Jahren an einer Lungeninfektion. Er wurde auf dem Vereinssitz General Severiano aufgebahrt und fand dann auf dem Friedhof Cemitério São João Batista von Botafogo seine letzte Ruhe.

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Abwehr: Bobby Moore – Der Captain ihrer Majestät

Bobby Moore war ein englisches Fußball-Idol.
Bobby Moore war ein englisches Fußball-Idol.
Pele nannte den West Ham Spieler einst den besten Verteidiger, gegen den er jemals gespielt habe. Nun ja.

„If you never concede a goal, you’re going to win more games than you lose“.

Bobby Moore. Unstreitig ist, dass Bobby Moore entscheidend für den einzigen WM-Titel Englands 1966 war.

Auch wenn das 3:2 in der Verlängerung…

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