Ligalive Livescores: +75 Ligen und Wettbewerbe ...

Ligalive.TV: Match Highlights internationaler Ligen ...

Ligalive Aktuell: Content To Rise Above the Noise...

Die Elf der toten Fußball-Genies – Heaven 11


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Das Mittelfeld – Vom alten Mann aus K-Town bis zum ungarischen Freigeist

Mittelfeld: Fritz Walter – Der alte und bescheidene Mann aus K-Town

Fritz Walter – Der alte Mann aus K-Town. Foto: Getty Images
Fritz Walter – Der alte Mann aus K-Town. Foto: Getty Images

Friedrich „Fritz“ Walter (* 31. Oktober 1920 in Kaiserslautern; † 17. Juni 2002 in Enkenbach-Alsenborn) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Mit ihm als 34-jährigem Kapitän gewann die Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft 1954.

1920 wurde der spätere Fußball-Weltmeister in Kaiserslautern als ältestes von fünf Kindern geboren. Sein Vater war Wirt der Vereinsgaststätte des 1. FC Kaiserslautern.

Und der pfälzische Traditionsverein nahm ein Leben lang einen besonderen Platz in Walters Leben ein.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben!“ Fritz Walter. Mit acht Jahren trat er der Schülermannschaft des FCK bei.

Die Nummer 8 oder die Nummer 16

Einer der besten deutschen Spieler aller Zeiten: Fritz Walter. Foto: Getty Images
Einer der besten deutschen Spieler aller Zeiten: Fritz Walter. Foto: Getty Images

Etwas Besonderes. Bei Lautern lief Walter immer mit der Rückennummer 8 auf, seinen größten Erfolg bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz feierte er aber mit der 16. Walter absolvierte für den FCK 384 Spiele und erzielte 327 Tore.

Das sind bemerkenswerte Zahlen für einen Spieler, dem der Zweite Weltkrieg wertvolle Jahre seiner Karriere raubte.

Als der 1. FC Kaiserslautern 1951 und 1953 Deutscher Meister wurde, gehörte Walter schon zu den Routiniers. 1954 folgt dann die Krönung, als die Nationalmannschaft in Bern gegen Ungarn (3:2) mit Walter als Kapitän, Eckel und drei weiteren Spielern aus Kaiserslautern – neben Walters Bruder Ottmar standen auch Werner Liebrich und Werner Kohlmeyer in der Siegerelf – zum ersten Mal Weltmeister wurde.

Auf Vereinsebene hielt Walter dem 1. FC Kaiserslautern über 30 Jahre lang die Treue. Für seine fußballerischen und sozialen Verdienste wurde er vielfach geehrt und als damals erster Spieler zum Ehrenspielführer der Nationalelf ernannt.

Mittelfeld: Alfredo di Stefano – Der Superstar von Real Madrid

Alfredo di Stefano – Der Superstar von Real Madrid. Foto: Getty Images
Alfredo di Stefano – Der Superstar von Real Madrid. Foto: Getty Images

Alfredo di Stefano war einer der besten Spieler der Welt in den 50er und 60er Jahren. Geboren in Argentinien als Sohn italienischer Einwanderer spielte di Stefano international für Argentinien, Kolumbien und Spanien.

Aber er schaffte es nie, an einer WM teilzunehmen. Seine Brillianz zeigte sich auf Klubebene.

Während viele der 11 Legenden ihre Erfolge mit den jeweiligen Nationalteams erzielten, gehört Alfredo di Stefano in die Kategorie der Klub-Giganten. Er war das Herz und das Hirn von Real Madrid in den 60er Jahren des letzten Jahrtausends.

„Tore schießen ist wie Liebe machen: Alle Welt weiß, wie das geht, aber keiner macht das so wie ich.“ (Über das Tor, sein Markenzeichen) Alfredo di Stefano

5 Siege in den ersten 5 Jahren

Alfredo di Stefano war ein gefragter Ansprechpartner. Foto: Getty Images
Alfredo di Stefano war ein gefragter Ansprechpartner. Foto: Getty Images
Der Stürmer führte Real Madrid zu 5 Siegen im Landesmeisterwettbewerb (Vorläufer der Champions League). Und zwar in den ersten 5 Jahren des Wettbewerbs.

Im ersten Finale, welches Madrid mit 4:3 gegen Stade Reims gewann, schoss er 2 Tore.

Ohne di Stefano wäre Real wohl nicht zur Mannschaft des 20. Jahrhunderts von der UEFA gewählt worden.

Fünf europäische Titel, acht Primera Division Titel, zwei Ballon d’Ors und ein Mal die Copa Del Rey. Dazu noch 484 Tore – wahrlich legendär.

Mittelfeld: Johan Cruyff – Fußball Total

Es gab kaum einen besseren Kicker zu seiner Zeit: Johan Cruyff. Foto: Getty Images
Es gab kaum einen besseren Kicker zu seiner Zeit: Johan Cruyff. Foto: Getty Images

„If I wanted you to understand it, I would have better explained it.“

Hendrik Johannes Cruijff (1947-2016) war nicht nur ein disruptiver Innovator auf dem Fußballplatz sondern auch als Manager eine Legende.

Cruyffs Spiel in den 70er Jahren war Total Football – Revolution pur. In den 90er Jahren entwickelte er Total Football in Barcelona weiter und begründete La Masia. Damit legte er den Grundstein für die Dominanz des FC Barcelona und führte den Fußball vom 20. ins 21. Jahrhundert.

Und die erste Fußballrevolution begründete er in den 70er Jahren in Holland, einem Land welches in den Jahrzehnten zuvor im Fußball maximal zweitklassig gewesen war.

8 nationale Meisterschaften und 3 Mal europäische Cupwettbewerbe

2016 wird in London Johan Cruyff gedacht. Foto: Getty Images
2016 wird in London Johan Cruyff gedacht. Foto: Getty Images
Rinus Michels entwickelte das fußballerische Konzept und Johan Cruyff setzte es perfekt um. Allerdings – das Team verlor das WM Finale 1974 gegen Deutschland und das gleiche passierte den Oranjes auch 4 Jahre später in Argentinien (schon ohne Cruyff).

Auf Klubebene gewann Cruyff mit Ajax Amsterdam 8 nationale Meisterschaften und 3 Mal europäische Cupwettbewerbe.

Dazu wurde er mit dem FC Barcelona spanischer Meister. Cruyff starb im Frühling 2016. Der Lungenkrebs nahm keine Rücksicht auf das Genie….

Johan Cruyff ist der wichtigste Trendsetter im modernen Fußball. Er legte das Barca-Fundament und kreierte Fußball Total. Dazu gewann er 22 Titel und drei Mal den Ballon d’Or.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Mittelfeld: Nando Hidegkuti – Der Fußball-Freigeist

Nandor Hidegkuti war ein Fußball-Freigeist. Foto: Getty Images
Nandor Hidegkuti war ein Fußball-Freigeist. Foto: Getty Images

Nando Hidegkuti war der Denker, Lenker und Avantgarde-Performer des ungarischen Wunderteams, welches in der ersten Hälfte der 50er Jahre alle wichtigen Spiele gewann. Bis auf das eine in Bern im Juni 1954, als Deutschland zum ersten Mal Fußball-Weltmeister wurde.

32 Spiele hintereinander waren die Ungarn damals bis zum Wunder von Bern unbesiegt. Und schlugen Deutschland in der Vorrunde der WM mit 8:3. Und Brasilien und Uruguay in der K.O. Runde. Dazu wurde das Team 1952 Olympiasieger, als dieser Titel noch einen großen Stellenwert im Fußball hatte.

Und während normalerweise Ferenc Puskas  als bester Spieler des Wunderteams gefeiert wird, so war es doch Hidegkuti der für Ton, Tempo und Balance in der Mannschaft zuständig war.

Unvergessen bleibt seine Performance beim 6:3 Sieg der Magyaren im Jahr 1953 im Londoner Wembley-Stadion gegen die bis dato zu Hause unbesiegte englische Mannschaft.

Hattrick und ein geniales Spiel

Ungarischer Überflieger: Nandor Hidegkuti. Foto: Getty Images
Ungarischer Überflieger: Nandor Hidegkuti. Foto: Getty Images
Hidegkuti gelang ein Hattrick und er spielte so gut, wie kaum ein Spieler es je zuvor geschafft hatte. Hidegkuti geht in die Geschichte des Fußballs ein als einer der größten Freigeister und positiven Anarchisten des Spiels.

Damit war er trendbestimmend für die Kreativen, Regisseure und Genies, die ihm folgen sollten.

Er war so gut, dass man den „goal of the year“ Award nach ihm benannte. Überragend waren seine Technik und sein Ballgefühl.

Auch ihm blieb es nicht vergönnt, Weltmeister zu werden. Dafür schoss er mehr als 600 Tore in seiner Karriere bei wenig mehr als 600 Spielen.

Seite von
<>