Die Krise des FC Bayern München


Mit vier Spielen ohne Sieg ging der FC Bayern München im Oktober in die Länderspielpause. Nach einem erfolgreichen Start in die Saison 2018/19 war die Krise plötzlich da. Seither folgten 4 Siege: In Wolfsburg (3:1), in Athen (2:0), in Mainz (2:1) und beim Viertligisten Rödinghausen im Pokal (2:1). Die Krise schien vorbei. Doch jetzt – ein 1:1-Remis im Heimspiel gegen den SC  Freiburg. 

Symbol der Krise - Jerome Boateng.
Symbol der Krise - Jerome Boateng. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Die Krise ist wieder da. Denn in keinem der Spiele konnte der Rekordmeister überzeugen. Es sieht schlecht aus für Neutrainer Niko Kovac und die angestrebte Meisterschaft in der Saison 2018/19.

Konkurrenzfähig auf höchsten europäischen Level sind die Münchener schon gar nicht. Ein grundlegender Umbruch tut not. Eine Ära scheint vorbei zu gehen.

Niko Kovac: "Jetzt wird alles infrage gestellt".

Wie geht die Karriere weiter?
Wie geht die Karriere weiter? (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Der FC Bayern München hatte gegen den SC Freiburg wie immer deutlich mehr vom Spiel, hatte mehr als 70 Prozent Ballbesitz, mehr Aktionen in der Hälfte des Gegners und auch mehr Torschüsse (24:10) und Ecken (14:2).

Gefährlich für das Tor der Breisgauers war all das aber nur selten. ES fehlte an strukturiertem Spielaufbau, die Angriffe wirkten wie zufällig, Präzision, Tempo und Ideen fehlten vollständig.

“Wir haben auch schon andere Bayern erlebt”, sagte Freiburgs Keeper Alexander Schwolow lächelnd. Er wusste nur zu gut, dass der Serienmeister der vergangenen Jahren die Kontrahenten der Bundesliga früher nach Belieben dominierte und zu Zeiten eines Pep Guardiola die Gegner im heimischen Stadion nach Belieben an die Wand spielte.

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Seit 10 Spielen ist davon jedoch kaum etwas zu beobachten. Der FCB konnte in dieser Phase keines seiner letzten vier Heimspiele gewinnen: 1:1 gegen Augsburg, 1:1 gegen Ajax Amsterdam, 0:3 gegen Gladbach, 1:1 gegen Freiburg.

Und Trainer-Novize Kovac hinterlässt erneut einen eher ratlosen Eindruck – genau wie vor allem die Bayern-Platzhirsche in seinem Team. “Klar”, weiß auch der Cheftrainer, “jetzt wird alles infrage gestellt”.

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Der FC Bayern verspielt den Sieg

Die Yesterday-Men beim FC Bayern? (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Denn die vier Siege vor dem Remis gegen Freiburg täuschten über die aktuelle spielerische Verfassung des Meisters und seines Stammpersonals hinweg.

Sie beendeten die Ergebniskrise  aber nicht das fußballerische Tief. Und so kam, was kommen musste. Ein weitere Rückschlag auf dem Weg zur Titelverteidigung. Und jetzt kommt das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund.

In der Verganenheit hat der FCB diese Spiele regelmäßig gewonnen. Und gezeigt, wer der Gorilla im Raum ist. Doch ob dieses in Dortmund gelingt, bleibt zu bezweifeln. Wie gegen Augsburg, als der Gegner in der 89. Minute den Ausgleich erzielt hatte, verspielte Bayern nun gegen die Breisgauer den Sieg nach 1:0-Führung in den Schlussminuten. “Wir dürfen uns den Sieg nicht mehr nehmen lassen”, betont Kovac.

Und doch tat es sein Team. Das passierte früher nie. Außer mal im Jahr 1999 gegen Manchester United. Aber das war der Super-Gau.

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