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Die schlechteste Startelf der deutschen Nationalmannschaft


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Trainer und Torwart: There can be only One

Trainer: Erich Ribbeck – Der erfolgloseste Bundestrainer

Der Sir beim Jonglieren (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Der Sir beim Jonglieren (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Erich Ribbeck ist der erfolgloseste Bundestrainer in der Geschichte der deutschen Fußballnationalmannschaft. Er war der erste Bundestrainer, der nach dem 2. Weltkrieg begann und keinen WM- oder EM-Titel holte.

Jürgen Klinsmann und Rudi Völler schafften das nach ihm zwar auch, doch es war Sir Erich, der den fußballerischen Niedergang Deutschlands nach dem Gewinn der Europameisterschaft 1996 konsequent beschleunigte und sich allen taktischen Neuerungen, die sich da in der Serie A und im Umfeld von Johan Cruyff (und dem FC Barcelona) entwickelten, konsequent verschloss. Sein Credo: “Konzepte sind Kokolores.” Erich Ribbeck

Am 9. September 1998 wurde Ribbeck Nachfolger von Berti Vogts als Bundestrainer und mit 61 Jahren der älteste Debütant in diesem Amt. Sein Assistent und engster Mitarbeiter wurde der frühere Nationalspieler Uli Stielike.

Ribbeck haftete von Anfang an das Image eines Kompromisskandidaten an, auch weil eine zwischenzeitlich vorgesehene Einsetzung des 1974er-Weltmeisters Paul Breitner als Teamchef wegen persönlicher Querelen zwischen diesem und DFB-Präsident Egidius Braun scheiterte.

Erich Ribbeck – Schon das Debüt ging schief

Der Libero und sein Chef; Foto: Getty Images
Der Libero und sein Chef; Foto: Getty Images

Nachdem bereits das erste Spiel der Nationalmannschaft unter Ribbeck, ein EM-Qualifikationsspiel in Bursa gegen die Türkei, mit 0:1 verloren gegangen war, kam es in den folgenden beiden Jahren zu weiteren herben Niederlagen, wie beispielsweise zweimal gegen die USA (0:3 und 0:2) sowie gegen Brasilien, als die DFB-Elf (allerdings nur mit einer B-Auswahl angetreten) mit 0:4 unterlag.

Erfolge gab es fast nur gegen weniger bedeutende Fußballnationen. Nach einem 0:0 im Rückspiel gegen die Türkei war Deutschland aber dennoch für die in den Niederlanden und Belgien stattfindende EM 2000 qualifiziert. Bereits im Vorfeld des Turniers kam es zu Auseinandersetzungen innerhalb der deutschen Mannschaft, in der sich eine Opposition gegen Ribbeck formierte.

Beim Turnier selbst, bei dem Ribbeck den mittlerweile 39-jährigen Lothar Matthäus als klassischen Libero einsetzte und damit neben der Türkei das einzige Team aufbot, das noch mit diesem System spielte, kam es zum Fiasko für die DFB-Auswahl: Im ersten Gruppenspiel konnte Deutschland gegen Rumänien nach einem raschen 0:1-Rückstand zwar noch ein 1:1-Unentschieden erzwingen.

Danach gab es mit einem 0:1 gegen England und einem 0:3 gegen Portugal, das bereits für die nächste Runde qualifiziert war und auf den Einsatz von Stars wie Luís Figo und Rui Costa verzichtete, nur noch Niederlagen.

Gruppenletzter nach der Vorrunde

Die Krawatte sitzt. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)
Die Krawatte sitzt. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Die Nationalelf schied als Gruppenletzter bereits nach der Vorrunde aus. Es war das schlechteste Abschneiden einer deutschen Mannschaft bei einem großen Turnier seit dem Erstrunden-Aus gegen die Schweiz bei der WM 1938 unter Reichstrainer Sepp Herberger.

Ribbeck, der während seiner Amtszeit mit einer reichhaltigen Auswahl von Binsenweisheiten zum Zitatenschatz des deutschen Fußballs beitrug, konnte sich der dem Europaturnier folgenden hartnäckigen Infragestellung seiner Person nicht lange widersetzen und trat am 21. Juni 2000 vom Amt zurück. “Bei uns wird auf dem Platz zu wenig gesprochen. Das könnte an der Kommunikation liegen.” Erich Ribbeck

Seine Bilanz ist mit zehn Siegen, sechs Unentschieden und acht Niederlagen die schlechteste aller bisherigen Bundestrainer. Er ist der einzige, der die Mehrzahl seiner Spiele nicht gewinnen konnte.

Ribbeck wurde durch Rudi Völler ersetzt, der nur vorübergehend für Christoph Daum die Verantwortung übernehmen sollte, dann aber, bedingt durch die Kokain-Affäre Daums, bis 2004 im Amt blieb.

Torwart: Oliver Reck – Und auch hier kann es nur den Einen geben

In der Bundesliga spielte Oliver Reck für Kickers Offenbach, Werder Bremen und den FC Schalke 04. Foto: Getty Images
In der Bundesliga spielte Oliver Reck für Kickers Offenbach, Werder Bremen und den FC Schalke 04. Foto: Getty Images
Eigentlich müsste Timo Hildebrandt auf dieser Position auftauchen. Denn Oliver Reck ist ein Torwart, der in den 90er Jahren in der Nationalmannschaft spielte (von 1994 – 1996). Aber da Reck von 1983 bis 2003 aktiv war, …

In der Bundesliga spielte Oliver Reck für Kickers Offenbach, Werder Bremen und den FC Schalke 04. Er absolvierte als Torwart insgesamt 471 Spiele und erzielte einen Treffer per Elfmeter gegen den FC St. Pauli.

Trotz seiner zahlreichen Titel mit Werder Bremen wurde und wird Reck von vielen Fußballfans vor allem mit seinem Spitznamen „Pannen-Olli“ assoziiert.

Der Spitzname entstand aufgrund einiger spektakulärer Torwartfehler, die Reck im Laufe seiner Karriere unterliefen. Besonders zu Beginn seiner Laufbahn bei Werder Bremen leistete er sich einige Fehler und Unsicherheiten.

Otto Rehhagel hielt bedingungslos zu ihm

Trotz seiner zahlreichen Titel mit Werder Bremen ist Reck vor allem durch seinen Spitznamen Pannen-Olli bekannt. Foto: Getty Images
Trotz seiner zahlreichen Titel mit Werder Bremen ist Reck vor allem durch seinen Spitznamen Pannen-Olli bekannt. Foto: Getty Images

Dennoch hielt sein damaliger Trainer Otto Rehhagel bedingungslos zu ihm. Rehhagel und andere kritisierten mehrfach die Boulevard-Presse, die maßgeblich zur Etablierung des Spitznamens beitrug.

“Zu meiner Frau habe ich ein Vater-Sohn-Verhältnis.” Oliver Reck. Reck hielt lange den Rekord für die wenigsten Gegentore (22) in einer Bundesliga-Saison, den er 1988 aufstellte. Nur Oliver Kahn in der Saison 2007/08 (21) und Manuel Neuer in der Saison 2012/13 (18) kassierten weniger Gegentreffer.

Reck bestritt in seiner Karriere insgesamt 173 Bundesligaspiele zu Null. “So viele Talsohlen gibt es gar nicht, in denen ich schon drin war.” Oliver Reck als Torwart von Schalke 04 (Saison 2000/2001 – 26. Spieltag) nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg

1988 nahm er mit der deutschen Olympiamannschaft an den Olympischen Spielen in Seoul teil, kam da aber nicht zum Einsatz. Die Mannschaft gewann die Bronzemedaille. In der Nationalmannschaft spielte er 1996 ein Mal (beim 9:1-Erfolg gegen Liechtenstein) und wurde im gleichen Jahr mit der deutschen Nationalmannschaft Fußballeuropameister in England. Insoweit ist es eigentlich ungerecht, ihn als schlechten Nationaltorwart zu bezeichnen. Denn beim 9:1 gegen Liechtenstein hielt er gut. :-). Seine Lesitungsbilanz in der Nationalmannschaft: Kader: 8, Startelf: 1, Eingewechselt: 0, Ohne Einsatz im Kader: 7, Gesperrt: 0, Verletzt: 0,

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