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Diese 15 Spieler wechselten zu Bayern München und ruinierten ihre Karriere


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Transfer 10 – Transfer 6: Vom floppenden US-Boy bis zum schwächelnden Prinzen

10. Landon Donovan – Der Zehn-Wochen-Flop

Landon Donovan trug kurzzeitig das Trikot der Bayern. Foto: Getty Images
Landon Donovan trug kurzzeitig das Trikot der Bayern. Foto: Getty Images

Coach Jürgen Klinsmann hatte einige Schnapsideen, als er bei den Bayern Trainer war. Eine betraf einen Spieler aus den USA. Klinsi war der Meinung, Landon Donovan aus den USA wäre für die Bayern eine Verstärkung.

Nach gut zwei Monaten und einigen Kurzeinsätzen war für den amerikanischen Nationalspieler aber schon Schluss an der Säbener Straße. Für den FC Bayern war Landon Donovan mit Sicherheit keine Verstärkung. Und für Donovan war der FC Bayern mit Sicherheit so ziemlich die schlechteste Fußballentscheidung seines Lebens. Denn außer bei den Bayern war der Amerikaner äußerst erfolgreich. Donovan ist mit 57 Treffern in 157 Länderspielen Rekordtorschütze der amerikanischen Nationalmannschaft. Zudem bestritt er von allen Spielern des Kontinentalverbands CONCACAF die meisten Spiele im Gold Cup und erzielte dabei die meisten Tore.

Donovan bestritt auch von allen US-Spielern die meisten WM-Spiele und erzielte die meisten WM-Tore für die USA. Im Januar 2015 wurde der MVP Award der Major League Soccer zu Donovans Ehren in Landon Donovan MVP Award getauft. Von einem Flop oder von einer nachhaltig beschädigten Karriere kann also keine Rede sein. Doch in München reüssierte der Amerikaner trotz Protektion von Jürgen Klinsmann einfach nicht. In einer wenig erfolgreichen Mannschaft ohne klares spielerisches Konzept und starke Führung war das aber auch nicht einfach.

Da der Ami aber als einer der besten US-Fußballer aller Zeiten gilt und in den USA massig Erfolge hatte, gehört er eindeutig in die Flopkategorie „Gut, aber nicht gut genug für die roten Riesen“.

Ruin der Kategorie 2 (mit Chance auf 2) – Überall ging es gut, wo das Niveau niedrig war. In den Top-Ligen hatte er nie eine Chance. 

9. Jose Ernesto Sosa – Kein Lionel Messi

Jose Ernesto Sosa versuchte hier 2009, Andres Iniesta zu stoppen. Foto: Getty Images
Jose Ernesto Sosa versuchte hier 2009, Andres Iniesta zu stoppen. Foto: Getty Images

Jose Ernesto Sosa galt mal als Ausnahmetalent. Und er kam aus Argentinien. Ein Lionel Messi war er allerdings keineswegs. In drei Jahren Vertragszeit bei Bayern konnte er zu keiner Zeit wirklich überzeugen.

Also ging es 2010 nach Argentinien zurück, zum Heimatverein Estudiantes de La Plata .Und dort entwickelte sich Sosa zwar nicht zum Megastar aber zu einem Leistungsträger. Also versuchte er es zum zweiten Mal in Europa. Und dieses Mal mit etwas mehr Erfolg, wie die nachfolgend dargestellten Stationen zeigen. Sosa schaffte es letztlich also doch in Europa – wenn auch eher als Typ Wandervogel.

Nach einem durchwachsenen Jahr in Italien bei SSC Neapel 2010/11, für das er vor allem als Joker zum Einsatz kam, zog es Sosa im Juli 2011 in die Ukraine zu Metalist Kharkiv, wo er einen Vierjahres-Vertrag erhielt. Dort avancierte er in den folgenden zweieinhalb Jahren zum Leistungsträger (19 Tore, 32 Vorlagen). Mit seinen guten Auftritten empfahl er sich sogar für Atlético Madrid, das Sosa im Januar 2014 für 1,5 Millionen Euro nach Spanien auslieh. Dort nahm er den Meistertitel mit und kam in 24 Pflichtspielen zum Einsatz – darunter beide Champions League-Halbfinals sowie das Endspiel – spielte aber nur sechs Mal von Beginn an.

Für den WM-Kader 2014 kam der Argentinier damit nicht in Frage, obwohl er im März 2014 noch in einem Freundschaftsspiel für Argentinien eingesetzt worden war. Zu früh zu den Bayern gewechselt, Pech gehabt oder doch einfach nicht gut genug. Aber dennoch eine respektable internationale Profi-Karriere natürlich.

Ruin der Kategorie 2 – Ein Journey Man, der sich sauber seinen Lebensunterhalt durchs Kicken verdient hat. Außer den Bayern gibt es eben noch andere Vereine.

8. Ali Karimi – Magaths Liebling

Ali Karimi war einer der Lieblinge von Felix Magath. Foto: Getty Images
Ali Karimi war einer der Lieblinge von Felix Magath. Foto: Getty Images

Felix Magath holte den iranischen Mittelfeldspieler Ali Karimi nach München. Zunächst konnte dieser durchaus überzeugen, doch dann spielte er nach einer schweren Verletzung keine Rolle mehr.

Magath verpflichtete ihn später auch noch für Schalke 04, dort war er ein Totalausfall. Dabei ist die Karriere von Karimi eigentlich so richtig bemerkenswert. Denn der Iraner begann seine Profikarriere in der Saison 1998/99 bei Persepolis Teheran, nachdem Ali Parvin, der damalige Trainer des Teams, bei einem Hallenturnier auf ihn aufmerksam wurde. Für eine Ablösesumme von umgerechnet 15.000 US-Dollar verpflichtete Parvin den noch jungen Karimi vom damaligen Zweitligisten Fath Teheran. Schon nach wenigen Spielen avancierte er zum Publikumsliebling. Er wurde in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten (1998/99 und 1999/00) mit dem iranischen Spitzenclub Iranischer Meister. In der Saison 1999/00 gewann er mit seinem Verein auch den Iranischen Pokal. Er erzielte dabei in 68 Ligaspielen für Persepolis Teheran 13 Tore.

Zur Saison 2001/02 wechselte Karimi in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al-Ahli. Auch dort wurde er in sehr kurzer Zeit aufgrund seiner Tore, Vorlagen und spektakulären Dribblings zum Publikumsliebling. In der Saison 2003/04 wurde er mit Al-Ahli Pokalsieger. Nach insgesamt vier Jahren, 85 Spielen und 49 Toren und der Wahl zu Asiens Fußballer des Jahres verließ Karimi zur Saison 2005/06 die VAE und heuerte beim FC Bayern München an. Karimi begann sehr stark bei seinem neuen Verein und wusste die meisten Kritiker zu überzeugen. In seiner ersten Saison wurde er mit dem deutschen Rekordmeister sowohl Deutscher Meister als auch Pokalsieger. Nach einer Verletzung am Fußgelenk im Frühjahr 2006 und nach einem enttäuschenden Auftritt mit der iranischen Auswahl bei der WM 2006 konnte er nicht mehr zu alter Form finden und seine starken Leistungen zu Beginn seiner Verpflichtung wiederholen. Für den deutschen Rekordmeister erzielte Karimi in 42 Pflichtspielen vier Tore und gab vier Torvorlagen. Im Juli 2007 wechselte er zum Qatar SC, den er zum Saisonende nach 27 Spielen und 5 Toren jedoch wieder verließ.

2008/09 und 2009/10 zunächst für Al-Sailiya vorgesehen, entschied er sich jedoch für eine Rückkehr zu seinem Lieblingsklub, dem iranischen Rekordmeister Persepolis Teheran. Zum 1. Juli 2009 wechselte Karimi zu Steel Azin FC und erzielte in seiner ersten Saison 14 Tore in 28 Spielen. Am 15. August 2010 wurde er, nachdem er beim öffentlichen Training Wasser getrunken hatte und somit „die Regeln des heiligen Monats Ramadan nicht respektiert hatte“, von seinem Verein entlassen. Felix Magath verpflichtete Karimi am 31. Januar 2011 kurz vor Ende der Transferperiode für den FC Schalke 04 und stattete ihn mit einem Vertrag bis Saisonende aus.

Karimi, der seit mehreren Monaten ohne Spielpraxis war, erhielt bei den Königsblauen die Rückennummer 10 und kam nur zu einem Kurzeinsatz als er am 5. April im Champions-League-Spiel bei Inter Mailand eingewechselt wurde. In der Bundesliga spielte er ebenfalls nur einmal, am 23. April 2011 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Zur Saison 2011/12 kehrte Karimi in den Iran zurück und schloss sich erneut dem Hauptstadtverein Persepolis Teheran an. Nach starken Leistungen in der Liga sowie in der AFC Champions League wurde Karimi für die Wahl zum Asiens Fußballer des Jahres 2012 nominiert und belegte letztendlich den 2. Platz. Nach Ende der Saison 2013/14, als er noch eine Spielzeit beim Erstligisten Tractor Sazi Täbris aktiv war, beendete er seine aktive Fußballerkarriere.

Ruin der Kategorie 2 – Das Abenteuer Bayern München floppte. Aber die Karriere nötigt Respekt ab.

7. Jürgen Klinsmann – Als Trainer

Jürgen Klinsmanns Zeit als Bayer-Trainer stand unter keinem guten Stern. Foto: Getty Images
Jürgen Klinsmanns Zeit als Bayer-Trainer stand unter keinem guten Stern. Foto: Getty Images

Jürgen Klinsmann sollte die Bayern von Grund auf modernisieren. Und scheiterte. Vielleicht fehlte ihm der Jogi. Am 1. Juli 2008 übernahm er die Tätigkeit als Cheftrainer der Profimannschaft des FC Bayern München. Am 27. April 2009 wurde er vorzeitig freigestellt.

Ende Juli 2011 löste Jürgen Klinsmann Bob Bradley als Trainer der Fußballnationalmannschaft der Vereinigten Staaten ab. Diese Funktion übte er bis November 2016 aus. Dann wurde er vorzeitig beurlaubt. Klinsmann ist für uns einer der größten Bayern-Flops des 21. Jahrhunderts. Auch wenn man ihn als Trainer und nicht als Spieler verpflichtete. Aber gemessen an seinem Anspruch des Erneuerers war seine Performance gerade im taktischen Bereich eher schwach.

Denn als Spieler flipperte er zwar auch ordentlich mit dem Ball, erfüllte dann aber doch die Erwartungen. Statt der Start in eine Weltkarriere als Klubtrainer waren die Bayern für den Schwaben aber eher ein Karriereknick. Ein großes Klubengagement bot man Klinsmann jedenfalls nach dem Bayern-Scheitern nicht mehr an.

Auch wenn er hier und da international durchaus bei einigen mittelmäßigen bis guten Klubs im Gespräch war. Vielleicht wollte er aber auch einfach nur zu viel Geld. Denn für sauber zu seinen Gunsten ausgehandelte Verträge ist „Klinsi“ bekannt – Schwabe halt.

Ruin der Kategorie 2 – Vom revolutionären Trainer-Erneurer, der die Trendwende beim DFB einleitete, blieb nach dem Bayern-Scheitern wenig übrig. Aber Chefcoach der USA mit Domizil in Kalifornien ist ja auch nicht schlecht.

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6. Lukas Podolski – Star im Adler-Trikot. Aber bei den Bayern flog er selten

Lukas Podolski spielte drei Jahre für die Bayern. Foto: Getty Images
Lukas Podolski spielte drei Jahre für die Bayern. Foto: Getty Images

Auf Dauer überzeugen konnte Lukas Podolski nur in der Nationalelf, beim 1. FC Köln und in Ansätzen in Istanbul. Zwar hielt sich Poldi drei Jahre bei den Bayern, einen Stammplatz hatte er aber nie.

Auch bei anderen großen Klubs wie dem FC Arsenal oder Inter Mailand schaffte der Ex-Kölner den Durchbruch nicht. In Istanbul wurde es zum Schluss wieder besser. Aber nicht so gut wie damals in Köln…Und Japan ist natürlich eher ein Fun-Place als ein goldenes Karriere-Ende. Köln und die Nationalelf – das passte. Bayern München und der abwehrschwache und eher etwas faule Linksaußen – das passte nie. Dafür sorgten schon die Linksverteidiger, die hinter Podolski spielen mussten und regelmäßig schlecht aussahen. Und sich natürlich intern beschwerten. Wenn der Stürmer seine Deckungsaufgaben wieder mal vernachlässigt hatte. Doppeldeckung mit Poldi oder Gegenpressing und schnelle Balleroberung nach Ballverlust – das ging mit dem „Prinzen“ nicht besonders gut. Wenn aber das Team für ihn lief und ihn in Stellung brachte, dann konnte der Kölner schon mal genialische Momente hervorzaubern. Zum Schluß der Karriere gelang ihm das aber immer seltener.

Arsenal, Mailand und München – das passte nicht so recht. Köln, Istanbul und die Nationalelf – das ging sehr viel besser. Seine Laufbahn begann Podolski 2003 bei seinem Jugendverein 1. FC Köln, für den er als Nationalspieler eine Saison lang auch in der 2. Bundesliga spielte. Nach dem erneuten Abstieg wechselte er 2006 zum FC Bayern München und wurde dort 2008 Deutscher Meister sowie DFB-Pokalsieger. 2009 wechselte er zurück nach Köln, wo er zeitweise als Kapitän agierte und endgültig zur Vereinsikone wurde, bis er sich nach dem Abstieg 2012 dem FC Arsenal in der Premier League anschloss und dort 2014 den FA Cup gewann. Seit 2015 stand Podolski bei Galatasaray Istanbul in der türkischen Süper Lig unter Vertrag und holte 2016 mit dem Türkischen Pokal seinen dritten nationalen Pokalsieg.

Seit Sommer 2017 lässt er seine Karriere in Japan ausklingen. Mit der deutschen Nationalmannschaft nahm Lukas Podolski seit der EM 2004 an jedem großen Turnier teil, absolvierte 129 Länderspiele und ist mit 48 Treffern der dritterfolgreichste Torschütze und der Spieler mit den drittmeisten Länderspielen der DFB-Geschichte. Bei der WM 2014 wurde er mit der Nationalmannschaft Weltmeister, bei der EM 2008 Zweiter sowie bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 jeweils Dritter.

Ruin der Kategorie 2 – Das Bayern-Intermezzo mag dazu geführt haben, dass es mit der Weltkarriere auf Clublevel nichts wurde. Doch Podolski zeigt, wie man auch trotz eines Misserfolges bei den Bayern Karriere machen kann. Und Spaß hat er auch überall gehabt.

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