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Diese Transfers bedauert Bayern München bis heute – und über diese lachen sie Tränen


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Was bedauert der FC Bayern? Regret Kategorie 2: 5 Bayern-Spieler, die zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkauft wurden

5. Robert Kovac – Verkauf ohne Ablöse ist „doof“

Verkauf ohne Ablöse – Robert Kovac.
Verkauf ohne Ablöse – Robert Kovac. Foto: Imago Images /Bernd Müller

Robert Kovac spielte zwischen 2001 und 2005 knapp 100-mal für den FC Bayern München. In der Regel tat er das gut und solide.

2018 kehrte er als Assistenztrainer an der Seite seines Bruders Niko in die bayerische Metropole zurück.

Kovacs unaufgeregte Art auf dem Platz, seine niedrige Verletzungsanfälligkeit, das weckte regelmäßig Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Diese Angebote blockte der FC Bayern so lange ab, bis Kovac ablösefrei „gehen konnte“.

Zur Saison 2005/2006 wechselte der Kroate ablösefrei zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin, für den er regelmäßig zum Einsatz kam, aber mit Fabio Cannavaro und Lilian Thuram starke Konkurrenz auf seiner Position in der Innenverteidigung hatte.

 

Auch bei Juventus Turin Stammspieler

Als der Verein im Sommer 2006 infolge des Manipulationsskandales in die Serie B zwangsabstieg und viele Spieler den Klub verließen, entschied sich Kovac, zu bleiben und wurde unter Coach Didier Deschamps in der Hinrunde Stammspieler in der Abwehr.

Nach der Winterpause wurde er aufgrund einer langwierigen Fußverletzung jedoch nur noch einmal eingesetzt. Dennoch hatte er seinen Anteil am direkten Wiederaufstieg von Juventus.

Was bedauert Bayern München daran? In der titellosen Saison 2006/2007 wäre Kovac in der Bayern-Abwehr, die 40 Gegentore (Top-Wert unter den besten vier Teams gemeinsam mit Werder Bremen) hinnehmen musste, sicher mehr als nur eine Alternative gewesen. Dazu kommt, dass der Verein Robert Kovac letztlich ablösefrei zu Juventus Turin ziehen ließ.

4. Emre Can – Zu früh weg geschickt – und unter Klopp gereift

Emre Can spielte beim FC Bayern oft auch in der Regionalliga-Mannschaft.
Emre Can spielte beim FC Bayern oft auch in der Regionalliga-Mannschaft. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Mit 15 kam Emre Can aus Frankfurt in die Jugend des FC Bayern München.

In zwei Spielzeiten reifte er ab 2009 bei den Bayern-Amateuren zum Profi, ehe er 2012/2013 unter Jupp Heynckes aufrückte. Seinen ersten Pflichtspieleinsatz für die Profimannschaft des FC Bayern hatte er am 12. August 2012 beim 2:1-Sieg im DFL-Supercup gegen Borussia Dortmund, wobei er in der 70. Minute durch Holger Badstuber ersetzt wurde. Seinen ersten Bundesligaeinsatz machte er am 13. April 2013 beim 4:0-Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Das erste Can-Tor in der Bundesliga notierte die DFL hingegen am 28. April 2013 beim 1:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg.

Aber: Insgesamt machte Can in der historischen „Triple“-Saison 2012/2013 mit der bis dahin frühesten Meisterschaft der Bundesliga-Geschichte, DFB-Pokal und Champions-League-Sieg nur vier Liga-Spiele.

 

Nationalspieler wurde Can erst unter Klopp

Für fünf Millionen Euro ließen die Bayern Can 2013 zu Leverkusen ziehen. Dort blieb er lediglich eine Saison ehe er sich dem FC Liverpool anschloss. Bei den „Reds“ spielte er unter Trainer Jürgen Klopp eine wichtige Rolle im Mittelfeld und schaffte es sogar in die Nationalmannschaft. In seine Zeit beim FC Liverpool fiel sein Länderspiel-Debüt am 4. September 2015 in seiner Heimatstadt Frankfurt im EM-Qualifikationsspiel gegen Polen (3:1).

Nachdem ihn der FC Liverpool 2018 ablösefrei an Juventus Turin abgegeben hatte, stand im Januar 2020 noch einmal eine Rückkehr zum FC Bayern im Raum. Am 27. Januar 2020 entschieden sich die Münchner laut SPORT BILD allerdings gegen einen Transfer des Nationalspielers. Danach ging alles ganz schnell und am 31. Januar 2020 wechselte Can zunächst auf Leihbasis und dann zum 1. Juli 2020 fest für eine Ablöse von 25 Mio. Euro zu Borussia Dortmund.

Vielseitig in der Defensive einsetzbar, erwies sich Can bereits in den ersten Spielen beim BVB als Stabilisator und Antreiber. Wieder hatte der FC Bayern letztlich ein in der eigenen Jugend groß gezogenes Talent an einen Liga-Konkurrenten abgegeben und wieder hatte, wie im Fall Hummels, Jürgen Klopp diesen zum Klassespieler und Nationalspieler geformt.

3. Martin Demíchelis – Noch ein Opfer von LvG

Martin Demichelis, Louis van Gaal (m.) und Thomas Müller nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2010 gegen Inter Mailand.
Martin Demichelis, Louis van Gaal (m.) und Thomas Müller nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2010 gegen Inter Mailand. Foto: Imago Images / MIS
„Als van Gaal kam“, ist Martin Demichelis auch nach Jahren sicher, „fing es an zu stinken.“

Der argentinische Abwehrspieler steht mit meiner Meinung über den unnahbaren niederländischen Coach („Der General“) nicht allein. Selten hat ein Trainer beim FC Bayern trotz „Double“-Erfolg im ersten Jahr 2009/2010 so viel verbrannte Erde hinterlassen wie „LvG“.

Der argentinische Innenverteidiger spielte von 2003 bis 2011 beim deutschen Rekordmeister und gewann vier deutsche Meisterschaften und vier Mal den DFB-Pokal. Zwar hatte Demichelis zeitweise Schwierigkeiten, sich im Kader durchzusetzen, aber kam trotzdem auf 174 Einsätze und bildete abwechselnd mit Lúcio oder Daniel Van Buyten das eingespielte Abwehrduo. Aufgrund seiner wenigen Einsatzzeiten wechselte Demichelis am 1. Januar 2011 zum FC Málaga und 2013 zu Manchester City. Schuld daran war der Trainer, der während der Saison 2010/2011 alle Saisonziele in Gefahr brachte. Louis van Gaal – Seine Mannschaft erlebte „LvG“ selten gelassen. Der stellvertretende Kapitän Martin Demichelis enthüllte Ende 2018 in der argentinischen Zeitung La Nacion Details aus der für die Bayern nur auf den ersten Blick erfolgreichen Zeit mit van Gaal.

„Einmal lagen wir zur Halbzeit mit 3:0 in Führung. Van Gaal kam in die Kabine, knallte die Tür zu und hörte nicht auf, uns anzuschreien: ‚Ihr seid ein Desaster!‘“, erzählte Demichelis dem Blatt. Demichelis fiel seinem Trainer ins Wort und blieb die Antwort nicht schuldig: „Hör auf, uns zu beleidigen, ein bisschen Respekt bitte!“

Van Gaal ging im nächsten Training in die Offensive. Er schnappte sich Demichelis in einem Vier-Augen-Gespräch und zischt ihn an: „Misch dich nie wieder so ein.“ Den in dem ominösen Spiel tatsächlich erfolgten Leistungsabfall seiner Mannschaft, den van Gaal offensichtlich vorausgesehen hat, begründete er hinterher mit „emotionaler Unausgeglichenheit.“ Ah ja…

„Ich habe in 20 Jahren viele Trainer erlebt“, sagt Demichelis, „aber keinen wie Louis van Gaal. Er war komplett verrückt.“ Martin Demichelies, ein weiteres Opfer von „LvG“, neben dem Brasilianer Lucio.

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2. Owen Hargreaves – Stupid English Transfer Money

Owen Hargreaves gewann zwei Mal die Champions League. 2008 mit Manchester United (Foto, mit Sir Alex Ferguson, r.) und zuvor 2001 mit dem FC Bayern.
Owen Hargreaves gewann zwei Mal die Champions League 2008 mit Manchester United (Foto, mit Sir Alex Ferguson, r.) und zuvor 2001 mit dem FC Bayern. Foto: Imago Images

Wenn es ruhig ist in München und der Wind günstig steht, dann kann man es seit dem Sommer 2007 jedes Jahr aufs Neue hören, wenn sich der Tag der Vertragsunterschrift unter den Transfer von Owen Hargreaves von Bayern München zu Manchester United jährt.

Hören Sie es auch? Was, werden Sie sich jetzt lesend fragen! Na, das Lachen der Bayern-Oberen über einen Spielerverkauf, der den Münchenern 25 Millionen Euro einbrachte und Manchester United einen Spieler, der zwischen 2007 und 2011 nur 28 Spiele für den englischen Rekordmeister absolvierte und dabei genau 2 Tore schoss.

Hochgerechnet also so ziemlich 12,5 Millionen Euro pro Tor und knapp 0,9 Millionen Euro pro Spiel. Die Amis zahlten es ja! Die bei Manchester United allmächtige US-amerikanische Eigentümerfamilie Glazer stimmte am 1. Juli 2007 dem Transfer zu.

Und das, obwohl Owen Hargeaves schon beim FC Bayern München regelmäßig verletzt war. Bei Manchester United und anschließend beim Stadtrivalen City nahmen seine Verletzungssorgen überhand. Probleme mit der Patellasehne kosteten ihn in der Saison 2008/2009 insgesamt 60 Pflichtspiele (!) bei United. 2010/2011 war er mehr als 220 Tage verletzt und konnte in 40 Partien nicht eingesetzt werden.

 

Warum Hargreaves‘ Wechsel doch kein Glücksfall war

Damit wäre der Spieler, der aus der U19 des FC Bayern kam und 2000/2001 im Premieren-Jahr bei den Profis unter Ottmar Hitzfeld auf Anhieb das „Double“ mit Meisterschaft und Champions League gewann, doch eigentlich ein Fall für die Rubrik „Was freut Bayern?“

Schon! Denn dank dem Umstand, dass man in der englischen Premier League mit Stupid Transfer Money nur so um sich wirft, hat der FC Bayern mit Hargreaves richtig Gewinn gemacht. Sportlich aber war sein Abgang 2007 ein Verlust!

In den letzten zwei Spielzeiten vor seinem Wechsel auf die Insel – da spielte Hargreaves richtig gut. Und er liebäugelte schon zuvor mehrfach mit einem Transfer nach England. Immer hielten ihn die Bayern-Bosse – und ließen ihn dann zu einem vergleichsweise ungünstigen Zeitpunkt gehen. Die Lücke, die Hargreaves im defensiven Mittelfeld hinterließ, konnte der FCB lange nicht schließen…

1. Zé Roberto … und dann gibst du ihn dem HSV…

Zé Roberto wirkte beim HSV unglücklich.
Zé Roberto wirkte beim HSV unglücklich. Foto: Imago Images / Avanti
Zé Roberto – Der scheinbar unkaputtbare Brasilianer hat im Januar 2019, im Alter von fast 45, seine Profikarriere beendet. Nirgendwo war in 24 Profijahren erfolgreicher als beim FC Bayern. Und doch verließ er den Verein überraschend.

Zé Roberto kam gemeinsam mit Michael Ballack im Sommer 2002 von Bayer Leverkusen zum FC Bayern München. Seine enorme Präsenz im defensiven Mittelfeld gab den Münchnern nach einer titellosen Saison neue Stabilität und mit dem Konditionswunder gelang auf Anhieb das „Double“.

Insgesamt ging Zé Roberto aus der Bayern-Nummer mit vier deutschen Meistertiteln und vier Trophäen im DFB-Pokal raus. Die Champions League gewann er allerdings nur mit Real Madrid (1998). Nach zunächst vier Spielzeiten und 110 Bundesligaspielen für die Bayern der Knackpunkt: Die Vereinsführung konnte sich mit Zé Roberto nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Daraufhin wurde der Brasilianer im Sommer 2006 offiziell an den uruguayischen Erstligisten Nacional Montevideo transferiert, der die Transferrechte am Spieler erhielt und ihn in seine Heimat zurückkehren ließ.

 

Kein gutes Ausleih-Geschäft

In Brasilien spielte „Zé“ ab dem 1. September 2006 für den Pelé-Klub FC Santos und in 48 Ligaspielen zwölf Tore. Er gewann 2007 die Staatsmeisterschaft von São Paulo.

Zur Saison 2007/2008 kehrte Zé Roberto zum FC Bayern München zurück, ebenfalls ein Leihgeschäft mit Nacional, das eine Million Euro teuer war. Erneut scheiterte der Versuch einer Vertragsverlängerung, weil Zé Roberto auf weiteren zwei Jahren bestand, der Verein ihn aber nur für ein Jahr an sich binden wollte.

Zé Roberto wechselte zum Hamburger SV, wo er nach einigem Verletzungspeche ebenfalls im Unfrieden schied. 2011 scheiterten auch die Hamburger mit einer Vertragsverlängerung.

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