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Diese 15 Transfers bedauert Bayern München heute noch. Und über diese 15 lachen sie Tränen


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Regret 10 – 6: Vom verkannten "Ossi" bis zum unterschätzten Eigengewächs

10. Toni Kroos: „Du bist kein Weltklasse-Spieler“

"Du bist kein Weltklassespieler", sagte Rummenigge. Foto: Getty Images
"Du bist kein Weltklassespieler", sagte Rummenigge. Foto: Getty Images

Ein Jahr vor Vertragsende beim FC Bayern München machte Toni Kroos im Sommer 2014 die Biege und wechselte als Weltmeister für  magere 25 Millionen Euro Ablöse zu Real Madrid. „Du bist kein Weltklasse-Spieler,“ dilettierte Boss-Rummenigge dem Super-Ossi hinterher und setzte auf den Durchbruch von Mario Götze.

Pep Guardiola war ob der Einschätzung des Bayern-Chefe richtig gehend verzweifelt und versuchte mit allen Mitteln, Kroos an der Isar zu halten. Es gab sogar fortgeschrittene Verhandlungen über einen neuen Kontrakt, doch eine Einigung kam nicht zustande. Warum? Das Verhalten von FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vertrieb Kroos endgültig. Dabei ging es sowohl um Bimbes als auch um Wertschätzung.

Rummenigge bot Kroos einen neuen Vertrag an, dieser wusste aber, was Mario Götze bei den Bayern verdiente. Kroos und Götze sind ungefähr gleich alt, Bayern München wollte Kroos nicht mehr als 10 Millionen Euro pro Saison zahlen, Götze verdiente aber mindestens 50 % mehr.

Die einfühlsame Begründung von Rummenigge: „Wir werden dir nicht mehr als zehn Millionen Euro im Jahr zahlen, weil du kein Weltklasse-Spieler bist.“ Auch Guardiola konnte Rummenigge nicht umstimmen. „Wegen Rummenigges Haltung war das nicht möglich, „sagte später Ex-Nationalspieler Stefan Reinartz in einem Presse-Interview. Die Folgen dieser Fehleinschätzung sind bekannt. Doppeltes Bedauern beim FC Bayern. Kroos wurde ein Weltklassespieler bei Real Madrid, Götze bei den Bayern wurde es nicht. Kroos führte Real Madrid zu diversen UCL-Titeln und half, den Bayern einige schmerzhafte Niederlagen zuzufügen.

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Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Verkauf des 24-jährigen Toni Kroos zur Saison 2014/15 für 25.0 Mio. € zu Real Madrid. Insbesondere bedauern sie den dummen Spruch von Karl-Heinz Rummenigge.

9. Jürgen Kohler: Der Abschied des "Koksers"

Auch die Bayern hatten mal Schulden und mussten Jürgen Kohler verkaufen. (Photo by Marcus Brandt/Bongarts/Getty Images)
Auch die Bayern hatten mal Schulden und mussten Jürgen Kohler verkaufen. (Photo by Marcus Brandt/Bongarts/Getty Images)

Von 1987 bis 1989 war Jürgen Kohler beim 1. FC Köln aktiv. Der Erfolg war mäßig. 1989 wechselte „der Kokser“ – Kohlers Spitzname – zum FC Bayern München. Dort blieb er zwei Jahre und wurde 1990 Deutscher Meister. In beiden Spielzeiten kam er zusammen auf 55 Bundesligaspiele und 9 Einsätze im Europapokal der Landesmeister, in dem er zweimal das Halbfinale erreichte.

Von 1991 bis 1995 spielte Kohler beim italienischen Erstligisten Juventus Turin, mit dem er 1993 (gegen Borussia Dortmund) den UEFA-Pokal und 1995 die Meisterschaft gewann. 1992 gewann er in Italien die Wahl zum besten ausländischen Spieler.

Zwar erhielten die Bayern für Jürgen Kohler rund 15 Millionen Deutsche Mark an Ablöse, doch der sportliche Verlust wog schwer. Der vom AS Rom verpflichtete Thomas Berthold konnte Kohler niemals gleichwertig ersetzen.  Die Bayern gerieten in die Krise.

Klaus Augenthaler hatte seine Karriere beendet. Raimond Aumann und Brian Laudrup erlitten beide einen Kreuzbandriss. Die Mannschaft spielte schlecht, Jupp Heynckes wurde nach einer 1:4-Heimniederlage gegen die Stuttgarter Kickers, vier sieglosen Ligaspielen in Folge und dem Abrutschen auf Tabellenplatz 12 am 8. Oktober 1991 entlassen. Bis zur Saison 1995/96 gewannen die Bayern nur noch 1 Mal den deutschen Meistertitel. Eine Phase der Desorientierung,  sinnfreier Spielertransfers und vieler Trainerwechsel begann, die mit dem Wechsel von Jürgen Kohler zu Juventus Turin ihren Anfang nahm und erst mit der Verpflichtung von Ottmar Hitzfeld im Jahr 1998 endete.

Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Verkauf des 25-jährigen Jürgen Kohler zur Saison 1991/92 für 7.5 Mio. € zu Juventus Turin. 

8. Lucio: Ausgerechnet 1 Jahr vor dem UCL-Finale

Ein Jahr vor dem UCL-Finale war eine dumme Idee. Foto: Getty Images
Ein Jahr vor dem UCL-Finale war eine dumme Idee. Foto: Getty Images

„Er wollte einen langfristigen Vertrag unterschreiben, aber wir wollten ihm keinen Dreijahresvertrag geben. Er ist nach dem Confed-Cup auf uns zugekommen. Sein Wunsch war eindeutig: Er wollte den Verein verlassen“, sagte Uli Hoeneß lapidar, als er im Juli 2009 den Wechsel des brasilianischen Innenverteidgers Lucio zu Inter Mailand bekannt gab.

Danach erwähnte Hoeneß noch etwas von Traurigkeit über den Abschied, denn Lucio habe in München hervorragende Arbeit geleistet. Auf der anderen Seite sei der FC Bayern „gerade auf der Innenverteidigerposition gut bestückt und habe für zwei Positionen fünf Kandidaten“, so der Manager zuversichtlich.

War die Traurigkeit im Juli 2009 eher gespielt, war sie weniger als 1 Jahr später real. Denn am 22.05.2010 verlor der FC Bayern München das Finale der Champions League ausgerechnet gegen Inter Mailand, den neuen Klub von Lucio. Und dieser sorgte mit einer bärenstarken Leistung dafür, dass die Bayern zwar feldüberlegen waren, aber eben kein Tor schossen.

Da hatte er die nötige Wertschätzung wieder, die ihm beim FC Bayern unter van Gaal nicht mehr  entgegengebracht worden war.

Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Verkauf des 31-jährigen Lucio zur Saison 2009/10 für 7.0 Mio. € zu Inter Mailand.  

7. Karl-Heinz Rummenigge: "Sexy Knee" wollte nicht mehr

Erfolgreich mit dem FC Bayern - Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Getty Images
Erfolgreich mit dem FC Bayern - Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Getty Images

Gab es mal eine Zeit, als der FC Bayern München arm oder verschuldet war? Vor dem 2. Weltkrieg vielleicht! Unsinn – Anfang der 80er Jahre hatten die Bayern kein prall gefülltes Festgeldkonto sondern Schulden und mussten Notverkäufe tätigen.

So wurde Karl-Heinz Rummenigge im Sommer 1984 für die damalige Rekord-Ablösesumme (für einen Bundesliga-Spieler) von 11,4 Millionen Deutsche Mark an Inter Mailand verkauft. Die Münchener plagten damals mehr als 1.5 Millionen Mark Schulden, gemessen an den geringen Werbe- und TV-Einnahmen in den 80er Jahren ein ordentlicher Batzen Bimbes.

Da kam das Angebot von Inter Mailand gerade recht. Die Bayern waren gerettet und konnten eine nationale Erfolgsära beginnen – mit einem Meisterhattrick von 1985 bis 1987. Allerdings – und das löste Bedauern aus – ohne internationale Erfolge. Zur national erfolgreichen Mannschaft gehörten auch Lothar Matthäus und Andreas Brehme, jedenfalls bis Inter auch af sie aufmerksam wurde. Wieder klingelte es in der Bayern-Kasse, knapp zehn Millionen Mark gab es im Sommer 1988 für das Duo.

Doch wie bei Rummenigge war das Bedauern auch bei Brehme und Matthäus groß. Denn der Substanzverlust und der Verlust an spielerischer Klasse war in der Folgezeit unübersehbar. Die Bayern mussten damals einsehen, dass sie international nur noch zweitklassig waren

Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Verkauf des 28-jährigen Karl-Heinz Rummenigge zur Saison 1984/85 für 5.75 Mio. € zu Inter Mailand.

6. Mats Hummels: Das unterschätzte Eigengewächs

Viel zu früh . Mats Hummels hätte mehr Geduld verdient. Foto: Getty Images
Mats Hummels war eine Symbolfigur der Dortmunder Erfolge unter Jürgen Klopp zwischen 2010 und 2015. Foto: Getty Images

Zu früh ist nie gut. Im Job, in der Liebe, beim Sex und beim Verkaufen von eigenen Talenten. Vor allem wenn es sich um ein solch offensichtliches Talent wie dereinst bei Mats Hummels handelt.

In der Winterpause 2007/08 wechselte Hummels auf Leihbasis vom FCB zu Borussia Dortmund und verließ den Verein, für den er vom 6. bis zum 19. Lebensjahr gespielt hatte.

Im Februar 2009 einigten sich die Münchener und der BVB darauf, dass Hummels im Ruhrpott bleiben würde. Eine Transfersumme von etwas mehr als 4 Millionen Euro wurde vereinbart. Viel zu wenig für das Bayern-Juwel. Damals war der BVB noch ein aufstrebender Mittelfeldverein unter dem Trainer-Junior Jürgen Klopp aber kein Ernst zu nehmender Gegner des FCB.

Doch das sollte sich innerhalb von nur 1 Jahr ändern. In den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 wurden die Dortmunder jeweils Meister. Und gewannen 2012 auch den DFB Pokal im Finale gegen die Bayern. Wichtigster Spieler in der Abwehr – Mats Hummels. Im Mai 2016, 7 Jahre später und 34 Millionen Euro teurer, sahen die Bayern ihren Fehler ein und überwiesen geschätzte 38 Millionen Euro Ablöse an die Dortmunder, um den verlorenen Sohn zurückzuholen. Mittlerweile spielt Hummels wieder in Dortmund. Ergänzungsspieler hinter Süle und Hernandez wollte er zum Ende der Karriere nicht werden.

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Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Verkauf des 20-jährigen Mats Hummels zur Saison 2009/10 für 4.2 Mio. € zu Borussia Dortmund.  

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