Diese 20 Fußball-Stars waren ziemlich reich, bevor sie Profis wurden


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Rich Kid 5 – Rich Kid 1: Vom Sohn des Künstlers bis zum reichsten Spieler der Welt

5. Robin van Persie – Der Sohn des Künstlers

2. Mai 2012: Robin van Persie und seine ehemaligen Teamkollegen von Feyenoord Rotterdam präsentieren anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des 3:2-Erfolges gegen Borussia Dortmund im Stadion „De Kuip“ noch einmal den UEFA-Pokal.
2. Mai 2012: Robin van Persie und seine ehemaligen Teamkollegen von Feyenoord Rotterdam präsentieren anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des 3:2-Erfolges gegen Borussia Dortmund im Stadion „De Kuip“ noch einmal den UEFA-Pokal. Foto: Imago Images / VI Images

Robin van Persie – Vize-Weltmeister, UEFA-Pokalsieger, Premier-League-Ikone. Und als Schüler? Ein blau machender Holländer!

Hohe Fehlzeiten bringen ihm den Ruf eines Problemkindes ein. Sein Vater Bob van Persie ist ein bekannter Bildhauer, seine Mutter José Ras ist Malerin und Designerin. Da fällt kein böses Wort. Autoritäre Erziehung ist bei dem hageren Mann mit den Hosenträgern und seine Ehefrau, von der er sich später trennt, sicher eher kein Thema…

Die Arbeiten des bildhauenden Holländers Bob van Persie kennt wohl jeder in den Niederlanden. Sie prägen unter anderem das Alltagsbild in Rotterdam, wo Robin van Persie am 6. August 1983 geboren wird. Die Fußgängertunnel am Rotterdamer Bahnhof sind ein Werk von Bob van Persie, ebenso wie sein 2010 kreierter, bunter „Van Persie Ball“.

Sein Sohn Robin wird auch ein Freigeist, allerdings auf dem Fußballfeld. Ein Stürmer mit hoher Spielintelligenz, der Dynamik und Spielkunst vereint. „Robin ist in meinem Leben Fluch und Segen“, sagt Bob van Persie 2013 dem Independent, „der Segen besteht darin, dass er mir viel Aufmerksamkeit bringt, der Fluch liegt darin, dass es schwer ist, in seinem Schatten die eigene Identität zu wahren.“

Aber, aber – wer möchte keinen Superprofi aus der Premier League zum Sohn haben? Noch dazu einen, der fast immer skandalfrei bleibt und mit der Ehe mit der marokkanischen Muslima Bouchra neue Wege geht?

Problematisch wird es für unsere van Persies nur, als „RvP“ 2002 UEFA-Cup-Sieger mit Feyenoord Rotterdam gegen Borussia Dortmund, in England die Seiten wechselt. Dass er 2012 für 29 Mio. Euro vom FC Arsenal, wo er 8 Jahre lang gespielt hat, zum Erzrivalen Manchester United wechselt, nehmen ihm viele „Gunners“-Fans übel. Das stört die künstlerische Idylle im Hause van Persie. Die 250.000 Euro Wochengehalt wirken da fast wie Schmerzensgeld…

4. Oliver Bierhoff – Sohn vom Aufsichtsratsboss wird Europameister

1993 zeigen sich die Bierhoffs gut gelaunt bei Kaffee und Kuchen. Sohn Oliver (nicht im Bild) spielt da noch für Ascoli Calcio, Vater Rolf (r.) hat beim Konzern RWE als Vorstandsboss das Sagen.
1993 zeigen sich die Bierhoffs gut gelaunt bei Kaffee und Kuchen. Sohn Oliver (nicht im Bild) spielt da noch für Ascoli Calcio, Vater Rolf (r.) hat beim Konzern RWE als Vorstandsboss das Sagen. Foto: Imago Images / Apress

Oliver Bierhoff haftet lange das Image an, in der Bundesliga durchgefallen zu sein.

Bei Schwarz-Weiß Essen in der Jugend ausgebildet, ist der 1,91 m große Stürmer alles, nur kein Malocher. Ab 1986 Profi, kann sich Bierhoff weder beim FC Bayer 05 Uerdingen, noch beim Hamburger SV oder Borussia Mönchengladbach durchsetzen. In 73 Bundesliga-Spielen gelingen ihm nur 10 Treffer.

Gemessen an seinen späteren Tor-Quoten im Ausland ist das wirklich nicht viel. Möglicherweise hat der junge Oliver in diesen Jahren das ein oder andere Mal darüber nachgedacht, den Weg seines Vaters einzuschlagen – oder ganz was anderes zu machen.

Oliver Bierhoff hat es eigentlich nicht nötig, sich von den Medien als Bundesliga-Versager abstempeln zu lassen.

 

Großvater verbot den Profifußball bei den reichen Bierhoffs

Sein Vater, Dr. Rolf Bierhoff, ist promovierter Ingenieur und Manager. Er gehört bis zu seinem Ruhestand 2002 gehört er dem Vorstand und dem Aufsichtsrat von RWE an, dem großen Essener Energieversorger, der damals im Geld nur so schwamm. Rolf Bierhoff ist selbst Torwart beim SG Düren 99, stand im Tor der Schülernationalmannschaft, Sepp Herberger hat ihn wohl noch beobachtet. Und er wäre gerne Profispieler geworden, doch sein Vater Eduard, Jurist und u. a. Oberkreis-Direktor in Düren, sagt nur: „Mein Sohn spielt nicht für Geld Fußball.”

Das ändert sich bei den Bierhoffs erst in der nächsten Generation. Über die Stationen SV Salzburg und Ascoli Calcio landet Oliver Bierhoff 1995 bei Udinese Calcio, wo er endlich einschlägt – 48 Tore in 117 Liga-Spielen. Die Folge: Bundestrainer Berti Vogts nimmt Bierhoff mit zur EURO 1996 in England und macht mit ihm im Finale gegen Tschechien (2:1 n. V.) den entscheidenden Zug. Er bringt Bierhoff nach 69 Minuten für den enttäuschenden Mehmet Scholl ins Spiel und mit 2 Toren zum 1:1-Ausgleich (73.) und mit dem 2:1 (95.), dem ersten „Golden Goal“ der Fußballgeschichte, macht Bierhoff Deutschland zum Europameister – und sich selbst unsterblich.

Beim AC Mailand wird er 1999 italienischer Meister und dass er von den Manager-Qualitäten seines Vaters was hat, beweist er ab 2014. In der Funktion des Team-Managers der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird Bierhoff im Gespann mit Bundestrainer Joachim Löw, Assistenzcoach Hans-Dieter Flick und Torwart-Trainer Andreas Köpke in Brasilien Weltmeister.

3. Andrea Pirlo – Der Sohn des Stahlbarons

Andrea Pirlo: Immer smart. Hier sehen wir den Juventus-Star bei der Gala del Calcio Aic 2014, gemeinsam mit seiner Freundin Valentina Baldini, seinem argentinischen Teamkollegen Carlos Tevez und dessen Partnerin Brenda Ascinar.
Andrea Pirlo: Immer smart. Hier sehen wir den Juventus-Star bei der Gala del Calcio Aic 2014, gemeinsam mit seiner Freundin Valentina Baldini, seinem argentinischen Teamkollegen Carlos Tevez und dessen Partnerin Brenda Ascinar. Foto: Imago Images / Gribaudi Photo

Andrea Pirlo – Der „Mozart“ des Fuballs, „L‘ Architetto“ (Der Architekt), der Metronom und Spielmacher von Inter, AC Mailand und Juventus Turin. spielte für Inter Mailand, den AC Mailand und für Juventus.

Der Weltmeister von 2006 und Vize-Europameister von 2012 stammt aus exklusiven italienischen Kreisen. Dass er seine Karriere 2015 bis 2017 in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) bei New York City FC ausklingen lässt, hat eher mit dem Spaß- und Entdeckungsfaktor im Herbst einer Profilaufbahn zu tun denn mit dem letzten großen Reibach vor der Fußball-Rente.

Denn: Sein Vater, Alberto Pirlo, ist Inhaber einer Stahlfirma, die er im Jahr 1982 in Brescia gegründet hat. Er hat mit Elg Steel ein Stahlunternehmen aus dem Boden gestampft. Ein Geflecht aus verschiedenen Firmen wie Eurtubi oder La Metallifera, Hersteller von Spezialröhren her oder auch von Stabilisatoren für Schiffe, die ein übermäßiges Schaukeln bei Wellengang verhindern. Andrea hält Anteile an der Firma und kauft 2010 zudem ein Weingut bei Brescia, das zuvor seinen Eltern gehört hat. Mit einem Jahres-Umschlag von 15.000 bis 20.000 Flaschen Wein kein allzu schlechtes Geschäft.

Pirlo ist somit nicht nur ein begnadeter Mittelfeld-Stratege, sondern auch ein gut betuchter Unternehmer. Weingut und Stahl-Unternehmen, „Fußball ist für Pirlo Spiel“, schreibt das Manager-Magazin im WM-Sommer 2014.

2. Stephan Beckenbauer (1986 – 2015): Tragik um den Sohn des Kaisers

Stephan Beckenbauer (2. v. l.) stellte mit dem FC Saarbrücken 1992 auch Borussia Dortmund und Stürmerstar Stéphane Chapuisat kalt – 3:1.
Stephan Beckenbauer (2. v. l.) stellte mit dem FC Saarbrücken 1992 auch Borussia Dortmund und Stürmerstar Stéphane Chapuisat kalt – 3:1. Foto: Imago Images / Stockhoff

München, Anfang August 2015. Die „Weltstadt mit Herz“ ist vereint im Schmerz.

Beim Regionalliga-Derby FC Bayern II gegen 1860 München II (0:0) klatschen 12.500 Fans im altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Straße minutenlang Beifall für den Sohn des „Kaisers“. Im DFL Supercup in Wolfsburg laufen die Bayern-Profis mit einem Trauerflor auf und auch beim Audi-Cup wenige Tage später gibt es eine Gedenkminute.

Der traurige Grund: Am 31. Juli 2015 hat Stephan Beckenbauer, 3. Sohn von Fußball-Kaiser Franz Anton Beckenbauer, seinen schweren Kampf gegen einen Gehirntumor verloren. Stephen Beckenbauer wird nur 46 Jahre alt. Bis 2015 hat er als Jugendcoach des FC Bayern gearbeitet.

1968 in München geboren, hat Stephan Beckenbauer ein Leben im Schatten der „Lichtgestalt des deutschen Fußballs“ geführt. Anlässlich der Hochzeit von Franz Anton Beckenbauer mit der ehemaligen DFB-Sekretärin Sybille Weiner im April 1990 sieht man den jungen Stephan ausnahmsweise mal im Blitzlichtgewitter.

 

Beckenbauer zahlte die Ablöse für seinen Sohn

Dass Franz Beckenbauer ein Leben als Meinungsmacher, absolute Institution im deutschen Fußball und als Werbe-Millionär führt – unter anderem stellt der „Kaiser“ sich und seinen guten Namen für Autos, Suppen, Mobilfunkanbieter und Weißbier als Werbeträger zur Verfügung –, lässt den Jungen nicht Abheben. Dazu hat er auch zu wenige Berührungspunkte zu seinem Vater.

„Stephan war ein cooler Typ, nie arrogant“, beschreibt ihn sein ehemaliger Saarbrücker Mitspieler Michael „Balou“ Kostner nach seinem Tod bei BILD.DE. Der 1. FC Saarbrücken ist 1992/93 die einzige Bundesliga-Station für Beckenbauer Junior. 12-mal (0 Tore) läuft der defensive Mittelfeldspieler für den FCS auf, unter der Regie von Kult-Coach Peter Neururer. Das 0:4 gegen Borussia Mönchengladbach am 8. Mai 1993 im Saarbrücker Ludwigsparkstadion ist das letzte Bundesligaspiel von Stephan Beckenbauer im Trikot des späteren Absteigers. „Er spielte in der Schweiz, bevor er zu uns kam“, erzählt Peter Neururer 2015, „Franz zahlte die Ablöse selbst.“ Wie hoch die Summe war, ist nicht bekannt. Fest steht aber: Der FC Grenchen aus dem Kanton Solothurn ist sicher kein Klub aus dem ersten Regal der Schweizer Vereine. Zuvor sind die abgestürzten Erstligisten Kickers Offenbach und 1860 München (3 DFB-Pokalspiele) sowie natürlich der FC Bayern, für den er aber ohne Einsatz bleibt, die Profi-Stationen des Stephan Beckenbauer.

Ein Junge, der sich nie um Geld und Anerkennung kümmern musste. Sein Nachname ist seine Eintrittskarte in die feine Münchner Gesellschaft. Es ehrt Franz Anton Beckenbauer, dass er bis zum Ende am Bett seines schwerkranken Sohnes wacht. Denn der „Kaiser“, so verrät er 2005 im Talk bei Johannes B. Kerner, sieht sich selbst nicht gerade als vorbildlichen Vater: „Ich habe nicht gewusst, was Verantwortung gegenüber der Familie heißt. Ich war ein schlechter Vater, weil ich nie da war.“

1. Faiq Bolkiah – Der reichste Fußballer der Welt

Faiq Bolkiah am 18. Oktober 2016 beim Länderspiel Kambodscha gegen Brunei.
Faiq Bolkiah am 18. Oktober 2016 beim Länderspiel Kambodscha gegen Brunei. Foto: Imago Images / Richard Wareham
Alle Fußball-Söhne sind nichts gegen ihn: Faiq Bolkiah, den Prinzen von Brunei.

Der Neffe des Sultans von Brunei besitzt auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und kickt seit 2016 für einen Klub, der durch das Mäzenatentum eines thailändischen Milliardärs mit dem Reporter freundlichen Namen Vichai Srivaddhanaprabha († 2018) zu weltweiter Beachtung gekommen ist: Leiceister City.

Faiq Bolkiah gehört zur Dynastie von Hassanal Bolkiah, dem Sultan von Brunei. Der gilt mit einem Vermögen von kolportierten 20 Milliarden US-Dollar als zweitreichster Monarch der Welt und residiert standesgemäß im Istana Nurul Iman in Bandar Seri Begawan, dem größten Palast der Erde.

Dieser familiäre Background macht Faiq de facto zum reichsten Spieler der Welt. Für das Sultanat Brunei hat er zwischen 2016 und 2018 mit gerade mal 18 Jahren 6 Länderspiele gemacht. Er gilt als hoch talentiert und kann den Profifußball im harten Tagesgeschäft der Premier League mehr als jeder andere Spieler als pures Freizeitvergnügen ansehen.

Michael Jackson sang für den Vater – und der Sohn kickt in Leicester…

Sein Vater, der Prinz von Brunei, verfügt laut The Mirror ebenfalls über ein beachtliches Vermögen von 10 Milliarden Dollar und ist bekannt für seine Verschwendungssucht. Ausgaben von bis zu 35 Mio. Euro für Autos und Uhren sind da keine Seltenheit. Der royale Fuhrpark soll 2.300 Autos umfassen. Zu seinem 50. Geburtstag 1996 spielt natürlich nur einer, der „King of Pop“, Michael Jackson († 2009) – für 12,5 Mio. Euro Gage.

Der gelernte Rechtsaußen Bolkiah genießt in England eine, sagen wir, angemessene fußballerische Ausbildung. Er kickt in der Jugend des FC Chelsea im noblen Londoner Südwesten und wechselt 2016 in die U18 von Leicester City. Die große Fußballwelt lernt den Sprössling aus dem Sultanat in der UEFA Youth League kennen. Für Leicesters Nachwuchsteam absolviert er 2016 insgesamt 5 Spiele, die aber allesamt verloren gehen.

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