Diese 30 Fußball-Rekorde sind für die Ewigkeit


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Rekorde 5 - 1: Rekorde für die Fußball-Ewigkeit

5. Lok Leipzig: Ewiger DDR-Zuschauer-Rekord im Europapokal

Waren es 100.000 Zuschauer? (
Waren es 100.000 Zuschauer? (Photo by Christian Fischer/Bongarts/Getty Images)

Mit der Saison 1991/92 endet die fußballerische Eigenständigkeit der DDR auch formal. Während der FC Hansa Rostock und Dynamo Dresden in die nunmehr gesamtdeutsche Bundesliga aufgenommen wurden, blieb der 1. FC Lokomotive Leipzig außen vor. Die „Loksche“ verpasst die Qualifikation zur zweiten Bundesliga – und steht heute nach Umbenennungen und Insolvenz im Schatten des Emporkömmlings RB Leipzig.

Stürmt RBL 2017 als erstes Team aus den neuen Bundesländern in die Champions League, so ist es Lok Leipzig, das 1987 für eine ewige Bestmarke sorgt. Es ist das Spiel, das zu den absoluten Klassikern im DDR-Fußball gehört. Ein Spiel, dem der Mitteldeutsche Rundfunk 30 Jahre später noch eine „Lange Nacht“ widmet. Lok Leipzig gegen Girondins Bordeaux, Europapokal-Halbfinale bei den Pokalsiegern 1987. Es wird ein Zuschauer-Rekord für die Ewigkeit im DDR-Europapokal.

73.000 Zuschauer sind in der riesigen Schüssel des Leipziger Zentralstadions offiziell mit dabei. Andere Quellen sprechen von 93.000 oder gar 100.000 Besuchern. Reporter-Legende Gottfried Weise schildert das Gedränge in seinem bemerkenswerten Nachschlagewerk Als Maradona 80.000 lockte – Die DDR-Klubs im Europapokal (Verlag DIE WERKSTATT, 2015) eindrucksvoll: „Gefühlte 100.000 Zuschauer empfangen an diesem 22. April 1987 die Lok-Spieler. Eine überwältigende, teils gespenstische Kulisse. Auf der TV-Sprecherkabine des Kollegen Achim Schröter balancieren die Fans. Auf der Dammkrone, eigentlich von Fans unbesetzt, schmiegen sich die Leute aneinander.“ Auf der offiziellen Internetseite des 1. FC Lokomotive Leipzig heißt es: „Es gilt als sicher, dass über 100.000 Menschen in der Schüssel waren.“

Die Kulisse beflügelt vor allem die „jungen Wilden“ bei den Leipzigern. „Fußballgott“ Olaf Marschall und Matthias Lindner (beide 21) treffen gegen die hoch favorisierten Franzosen mit Superstar Jean Tigana im Elfmeter-Krimi. Den Schlusspunkt setzt Leipzig-Keeper und Elfmeter-Killer René Müller. Er schießt Lok mit dem 6:5 ins Finale von Athen. „Wann bekommst du so eine Situation geschenkt?“, fragt sich Olaf Marschall auch nach Jahren, „zwei gehaltene Elfmeter vor gefühlten 100.000, und dann machst du als Torhüter noch den entscheidenden rein. Mehr geht nicht.“

4. Petr Cech: Der Saubermann

Mr. Google als Rekordhalter.
Mr. Google als Rekordhalter. (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

,,Mister Google” nennen ihn seine Mitspieler in London. Der tschechische Nationaltorhüter Petr Cech war beim FC Chelsea und später beim FC Arsenal dafür bekannt, dass er sich über gegnerische Stürmer auch jedes noch so kleine Detail aus dem Internet holt. Cechs eigene Datensammlung ist ein Puzzlestück in der Rekord-Geschichte des 1982 in Pilsen geborenen Torhüters.

Die Bilanz des Petr Cech in der englischen Premier League liest sich ab 2004 wie eine Geschichte Marke „Traumhüter“. Der 1,96 m große Torhüter – für 13 Mio. Euro von Stade Rennes zum FC Chelsea geholt – bleibt in 333 Liga-Spielen für die Blues 166-mal ohne Gegentor.

In 41 Spielen hält Cech – Stand: Oktober 2018 – ab 2015 auch für Chelseas Londoner Stadtrivalen FC Arsenal den Kasten sauber. Die Ablöse, die die Gunners für den Torwart-Veteran zahlen, ist mit 14 Mio. Euro sogar höher als der Betrag, den Chelsea elf Jahre zuvor für ihn bezahlt hat. Der Beweis für einen fast zeitlos großen Wert eines Ausnahmetorhüters.

„Petr Cech ist ein absoluter Fels im Tor“, schreibt das Portal thesportster.com über den Tschechen, dessen Markenzeichen nach einer schweren Schädelverletzung ein Rugby-Helm wurde. Bis zum 30. Juni 2019 läuft Cechs Kontrakt in London noch. Bis zu seiner möglicherweise letzten Saison bei Arsenal dürften noch weitere ,,Clean Sheets”, Spiele ohne Gegentor, folgen. Cechs Bestmarke wird somit wohl auf ewig bestand haben.

3. Jone Samuelsen: Kopfball-Tor aus 58 Metern!

Kopfballtor aus 58 Metern Entfernung. F
Kopfballtor aus 58 Metern Entfernung. Foto: Imago

Eigentlich wollte Jone Samuelsen nur einen Kopfball des Gegners nahe der Mittellinie aus der Gefahrenzone bugsieren.

Dass sein Kopfball in der Nachspielzeit der norwegischen Liga-Partie Odd gegen TromsØ am 25. September 2011 am aufgerückten gegnerischen Torhüter Marcus Sahlman vorbei geht und aus 58 Metern ins Tor trudelt, geht eigentlich auf einen Klärungsversuch zurück. Samuelsen köpft den Ball kurz hinter der Mittellinie einfach aus der Gefahrenzone. Da kein Gästespieler defensiv absichert, wird das Jahrhundert-Kopfballtor möglich.

3:1 für Odd – das anschließende Bad in der Fan-Kurve gehört allein Samuelsen. Der heute 34-jährige Norweger löst damit den Argentinier Martin Palermo ab, der aus 40 Metern per Kopf ins gegnerische Tor getroffen hat.

Das Video von Samuelsens Jahrhundert-Header erreicht allein bei YouTube mehr als 883.000 Klicks. Schwer zu toppen!

2. Tommy Ross: Schnellster Hattrick der Geschichte

Tommy Ross erzielte den bisher schnellsten Hattrick im Profi-Fußball.
Tommy Ross erzielte den bisher schnellsten Hattrick im Profi-Fußball. Foto: Imago Images
Dieser Rekord geht an einen Spieler von der Insel, den Schotten Tommy Ross.

Am 19. Mai 2017 vermeldet die Website des St. Dothus FC den Tod von Tommy Ross. Dort hat Ross als Trainer gearbeitet. Er ist einer der lange unerkannten Helden im britischen Fußball.

Ross erzielt am 28. November 1964 den schnellsten Hattrick der Fußballgeschichte. Innerhalb von 90 Sekunden trifft er im Spiel zwischen Ross County – Nomen est Omen – gegen Nairn County drei Mal. Es ist ein Meilenstein in Ross‘ toller Saison 1964/65. Insgesamt 44-mal netzt er für den Klub aus Dingwall in den schottischen Highlands ein.

Sein Profi-Debüt hat der für einen Stürmer mit 1,68 m nicht eben riesig wirkende Tommy Ross bereits 1961 und mit 15 Jahren gegeben. St. Duthus ist 1997 seine letzte Trainerstation. Er stirbt im Alter von 71 Jahren.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

1. Peter Shilton: Die meisten Einsätze

Das berühmteste Tor der Fußball-Geschichte.
Das berühmteste Tor der Fußball-Geschichte. (Photo by Allsport/Getty Images)
Der heute 69-jährige Peter Shilton blickt auf eine einmalige Torhüterkarriere zurück. 1.390 Pflichtspiele für 11 Vereine machen ihn zum absoluten Rekordmann in Sachen Einsätze.

Bis 1995 hat Shilton, der mit England ab 1980 an 5 (!) großen Turnieren teilnahm, auch den europäischen Rekord in Sachen Länderspiele (125). Der Torhüter ist von 1970 bis 1990 eine Institution bei den „Three Lions“. Auf einen anderen Rekord würde Shilton sicher gern verzichten: Im WM-Viertelfinale 1986 kassiert er das legendäre Hand-Tor des Argentiniers Diego Armando Maradona.

Sein 1.000. Pflichtspiel macht Shilton, 1979 und 1980 Europapokalsieger der Meister mit Nottingham Forest, am 22. Dezember 1996 in Diensten des Drittligisten Leyton Orient FC.

Es ist sein letzter Profivertrag in 20 Jahren als Spieler. 1997 beendet Shilton im Alter von 47 Jahren seine aktive Laufbahn.

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