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Die Fluppen-Könige – Diese 30 Fußball-Stars sind Raucher


Raucher 20 – Raucher 16: Vom Bundes-Jogi bis zum Tod des speziellen Treters

20. Joachim Löw - Stress- und Genussraucher

Joachim Löw raucht. Auch während seiner Sperre bei der Europameisterschaft 2008, in Basel gegen Portugal.
Joachim Löw raucht. Auch während seiner Sperre bei der Europameisterschaft 2008, in Basel gegen Portugal. Foto: Imago Images

Der Bundestrainer raucht. Und er macht auch gar keinen Hehl daraus. Löw gilt als Genussraucher, der sich zu einem Glas Wein oder einem Espresso auch mal eine Zigarette gönnt. Ein badischer Bonvivant sozusagen.

Wichtig ist dem Bundestrainer, nicht in Anwesenheit seiner Spieler zu rauchen. Was sich da besonders anbietet, sind Fußballspiele, bei denen man auf die Tribüne verbannt wurde. Wie im Viertelfinale zwischen dem DFB-Team und Portugal bei der EM 2008 (3:2). Oder Spiele, die man eh als Gast aus der VIP-Loge beobachtet. Mit Vorliebe in Berlin oder in der südwestdeutschen Heimat. Also bei der TSG 1899 Hoffenheim in Sinsheim, im noch näher gelegenen Freiburg und ab und an auch mal beim VfB Stuttgart. Ob es aber die pure Entspannung war, die Löw 2008 im Viertelfinale gegen Portugal zur Zigarette greifen ließ oder doch eher Stress, bleibt dahin gestellt.

Den Stürmer Jogi Löw sah man schon mit Zigarette…

Löw rauchte auch schon während seiner Zeit als Bundesligaspieler, der sich aber in der deutschen Fußball-Eliteklasse nie wirklich durchsetzen konnte. Als Trainer-Novize des VfB Stuttgart, mit dem er 1997 den DFB-Pokal gewinnen konnte, sah Löw die Dinge auf jeden Fall nicht mit „högschder Disziplin“, wie der frühere VfB-Torhüter Franz Wohlfahrt berichtete: „Nach dem 4:0 gegen Schalke (am 17. August 1996, d. Red.) haben sieben Spieler unter der Dusche in der Kabine geraucht. Aber Löw hat so getan, als hätte er nichts gemerkt.“ Löw war „akribisch und genau“, so Wohlfahrt, „aber er gibt auch Freiheiten, während andere Trainer Strafkataloge erstellen.“

Cool Cat oder Bonvivant, das war der damals eher schüchterne Jogi aber nicht. Und so richtig viel zugetraut hat man ihm am Anfang seiner Trainer-Karriere auch nicht. Als ihn der entscheidende Ping von Jürgen Klinsmann erreichte, war er gerade in Österreich gescheitert. Was folgte, war eines der größten Trainer-Comebacks der Fußballgeschichte. Vom gescheiterten Jogi, der auf dem Weg zum 2. Bundesliga-Trainer schien, zum Weltmeister und gefeierten Meister-Trainer. Und alles nur weil „Klinsi“ jemanden brauchte, der mehr Sachverstand in Sachen Taktik und Technik hatte als er selbst. Und der bereit war, richtig zu ackern. Und einen Fürsprecher wie Berti Vogts. Kategorie: „Ich habe es geschafft und gönne es mir einfach.“ Geschichten als Partyraucher oder Boozing-Smoker sind vom Bundes-Jogi aber nicht überliefert.

Raucherkategorie: Boheme-Raucher mit Stresskomponente

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

19. Johan Cruyff - Tod durch Lungenkrebs

Johan Cruyff, hier 1986 als Trainer von Ajax Amsterdam, kam vom Rauchen nicht los.
Johan Cruyff, hier 1986 als Trainer von Ajax Amsterdam, kam vom Rauchen nicht los. Foto: Imago Images / VI Images / DTP

Hollands Legende Johan Cruyff war schon als Jugendlicher ein Kettenraucher. Das führte zum Tod mit Anfang 60. Der Krebs hat die Jugendsünden nicht vergessen. Irgendwann holt sich der Körper eben alles zurück.

Hendrik Johannes Cruijff (1947-2016) war nicht nur ein disruptiver Innovator auf dem Fußballplatz, sondern auch als Manager eine Legende. Cruyffs Spiel in den 70er-Jahren war Total Football – Revolution pur. Kein anderer Spieler seiner Zeit verkörperte den Innovationsgeist so sehr wie der Niederländer, der schon 1973, nach 3 Europapokal-Erfolgen im Wettbewerb der Landesmeister mit Ajax Amsterdam beim FC Barcelona unterschrieb.

Ein königlicher Deal. Bei „Barca“ offerierte man dem Fußball-Querdenker aus den Niederlanden ein jährliches Salär von umgerechnet 1,7 Mio. Euro für drei Jahre – zu Beginn der 1970er-Jahre ein Vermögen. Die Ablösesumme für Cruyff, der von seinem Schwiegervater Cor Coster, einem südafrikanischen Diamantenhändler beraten wurde, betrug 3,7 Millionen Mark.

Cruyff stammte aus einfachen Verhältnissen in Amsterdam. Er wuchs in einer Zeit auf, in der die Zigarette als Luxusgut galt. Sie war das Symbol einer sich befreienden Jugendkultur, gehörte zum Zeitgeist der 1960er-Jahre genauso dazu wie die Musik der Beatles und der Rolling Stones. Gerade in den liberalen Niederlanden!

Ganz im Trend der Zeit: Für Cruyff war die Zigarette auch Symbol des Aufbegehrens

Dass die Zigarette für Cruyff, dem viele konservative Dinge fern lagen, in Holland, aber auch in Spanien zum Markenzeichen wurde, verwundert heute nur wenig. Denn Cruyff war – bei aller genialen Spielkunst – auch ein Agent Provocateur. In Barcelona erzählt man sich bis heute, dass er nach seinem Debüt für die „Blaugrana“ noch in der Umkleidekabine eine angesteckt hat. Danach ging der „König“ duschen, um sich dann noch mal eine Fluppe zu gönnen. Allen Mahnern zum Trotz: Cruyffs Rauch-Gewohnheiten wirkten sich in Barcelona nicht auf seine Leistungen aus. Im ersten Jahr gelangen ihm 16 Liga-Tore und er holte mit „Barca“ erstmals seit 1960 (!) wieder die spanische Meisterschaft.

Endgültig zu Füßen lagen ihm die katalanischen Fans im Februar 1974, als er beim 5:0 beim Erzrivalen Real Madrid groß aufspielte und eine – selbst für Barcelonas Verhältnisse – noch nie dagewesene Euphorie um einen einzelnen Spieler auslöst. Die „Cruyff-Mania“ war geboren, der schmale Niederländer wurde zu „El Salvador“, zum „Erlöser“ hochstilisiert. Dass er in der Halbzeitpause rauchte, monierte nur ein Trainer in Barcelona. Hennes Weisweiler (1919 – 1983). Doch der ehemalige Erfolgscoach von Borussia Mönchengladbach verlor ohnehin 1976 die Machtprobe mit Cruyff.

In den 90er-Jahren entwickelte er dann „Total Football“ als Trainer in Barcelona weiter und begründete La Masia – die Akademie. Damit legte er den Grundstein für die Dominanz des FC Barcelona und führte den Fußball vom 20. ins 21. Jahrhundert. Und die erste Fußball-Revolution begründete er in den 70ern in Holland, einem Land, welches in den Jahrzehnten zuvor im Fußball maximal zweitklassig gewesen war.

Cruyff rauchte auch auf der Bank – egal, was die Kritiker sagten!

Zurück in den Niederlanden sah man Cruyff ab 1985 auch als Ajax-Coach qualmend an der Seitenlinie. Rauchen, um die Nerven zu beruhigen, für Cruyff war dies das Alibi für die Qualmerei.

Das änderte sich 1991. Eine doppelte Bypass-Operation war der (erste) Warnschuss für den inzwischen für „Barca“ als Chefcoach arbeitenden Niederländer. Cruyff musste mit dem Rauchen aufhören. Weiter zu rauchen, so machten ihm seine Ärzte unmissverständlich klar, würde seine Lebenserwartung drastisch verkürzen. 20 Sargnägel pro Tag waren bis dahin das Pensum des Fußballkönigs gewesen…

Die Ärzte sollten Recht behalten. Eine zweite Herz-OP zwang Cruyff 1996 zum Rückzug als Trainer des FC Barcelona, den er 1989 zum Europapokalsieg der Cupgewinner und 1992 zum Triumph im Landesmeister-Wettbewerb geführt hatte. Er förderte Spieler wie Luis Enrique und Pep Guardiola, die seine Fußball-Philosophie verinnerlichten und als Trainer ab 2008 eine neue Erfolgsära prägten.

„Ich war in meinem Leben von zwei Dingen abhängig“, resümierte Cruyff später, „Rauchen und Fußball. Fußball hat mir alles gegeben, während Rauchen mir fast alles wieder genommen hat.“ Fast alles? Alles! Cruyff starb im Frühling 2016. Der Lungenkrebs nahm keine Rücksicht auf das Genie….

Raucherkategorie: Kettenraucher schon während der Karriere – und letztlich an den Folgen verstorben

18. Dragoslav Stepanovic – Der Fast-Meistertrainer mit dem Rillo

Schnauzbart, serbo-hessische Sprüche, Trenchcoat – und der Zigarillo. Das waren die Markenzeichen von Dragoslav Stepanovic als Bundesliga-Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen.
Schnauzbart, serbo-hessische Sprüche, Trenchcoat – und der Zigarillo. Das waren die Markenzeichen von Dragoslav Stepanovic als Bundesliga-Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen. Foto: Imago Images

Schnauzbart, serbo-hessische Sprüche, Trenchcoat – und der Zigarillo. Das waren die Markenzeichen von Dragoslav Stepanovic als Bundesliga-Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen.

Als der sympathische Serbe 1991 zum Trainer der SGE ernannt und Nachfolger von Jörg Berger wurde, wirkte „Stepi“ wie ein Naturereignis. In der doch eher hausbackenen Trainergilde der Bundesliga, ein Trainer war da noch Trainer und kein Entertainer, mit dem ebenfalls neuen Pragmatiker Ottmar „Rennie“ Hitzfeld, dem damals noch verbal ungelenk auftretenden Jupp Heynckes („Ich muss sagen, ich bin der Meinung“) oder dem ewigen Sportlehrer-Typen Jürgen Gelsdorf bei Bayer Leverkusen ragte Stepanovic klar heraus.

Er ließ seine Mannschaft um den begnadeten Andreas Möller frei aufspielen. Möller, Uwe Bein, Anthony Yeboah und Co. zelebrierten 1991/92 den „Fußball 2000“, standen dicht vor der ersten deutschen Meisterschaft für die „Adler“ in der Bundesliga – und blieben doch ungekrönt. Unvergessen: Stepis Abgang nach dem 1:2 im 38. und letzten Saisonspiel bei Absteiger FC Hansa Rostock. Den Zigarillo noch in der Hand, warf der geschlagene Fast-Meistertrainer seinen Trenchcoat über den Arm. Ein Gentleman-Abgang. Klagen gehört nicht zum Handwerk.

Auch, weil Stepanovic anschließend generös erklärte: „Lebbe geht weider.“ Damit prägte der passionierte Raucher einen scheinbar unkaputtbaren Spruch im Frankfurter Lager, der erst 2018 nach dem DFB-Pokalsieg von „Bruder, schlag die Ball lang“ (Ante Rebic) abgelöst wurde.

Stepanovic, der Genussraucher – Jahre später (Stand: Mai 2020) genoss „Stepi“ sein Leben als Fußball-Rentner daheim in Bergen-Enkheim. Das Rauchen hatte er schon „vor ein paar Jahren“ aufgegeben, wie er zu seinem 70. Geburtstag im August 2018 der Frankfurter Rundschau verriet. Kult bleibt er trotzdem.

Raucherkategorie: Hat mit dem Rauchen aufgehört

17. Klaus Augenthaler – Rauchender Weltmeister

Deutscher Rekordmeister 1987: Klaus Augenthaler (l.) vom FC Bayern München gönnt sich ein Glas Sekt und eine Zigarette. Dieter Hoeneß (r.) raucht aus Sympathie mit.
Deutscher Rekordmeister 1987: Klaus Augenthaler (l.) vom FC Bayern München gönnt sich ein Glas Sekt und eine Zigarette. Dieter Hoeneß (r.) raucht aus Sympathie mit. Foto: Imago Images / Sven Simon

Es ist ruhig geworden um Fußballlegende Klaus Augenthaler. Der Weltmeister von 1990 geht viel fischen und hat seit 2015 beinahe täglich versucht, mit dem Rauchen aufzuhören.

Ein schwieriges Unterfangen. Denn schon als Spieler war Augenthaler ein bekennender Raucher. Und auch als Trainer zeigte sich „Auge“, den nun wirklich nicht viel aus der Ruhe bringen konnte, relaxt: „Wir Deutschen sind ja päpstlicher als der Papst. In Italien oder Frankreich ist es normal, dass die Spieler zum Mittagessen ein Glas Wein trinken. Und nach dem Essen gemütlich ein Zigarettchen rauchen. Bei uns in Deutschland aber verschwinden die Spieler immer schnell aufs Klo oder auf den Balkon, um zu rauchen.“

Mit zunehmendem Alter änderte sich die Einstellung. Und im Dezember 2014 dachte Auge, er hätte eine Lösung gefunden, mit seiner Sucht fertig zu werden: durch das Dampfen von elektrischen Zigaretten (E-Zigaretten). Flugs wurde Augenthaler Werbepartner von PowerCigs, einem deutschen Branchenpionier für E-Zigaretten. Und klang plötzlich geläutert und euphorisch. „Früher habe ich bis zu zwei Schachteln am Tag geraucht. Durch E-Zigaretten habe ich meinen Tabakkonsum heute schon fast auf null reduziert. Für 2015 nehme ich mir vor, ganz auf die E-Zigarette umzusteigen.“

Vom Kettenraucher zum E-Smoker in drei Schritten? „Auge“ macht es vor!

Ein Schelm, wer sich dabei etwas Pekuniäres denkt. Drei Schritte empfahl Auge sogar Rauchern, die vom Tabak wegkommen wollten. Wir haben den Auszug aus der PR-Schrift nachfolgend mal 1:1 kopiert.

Schritt 1: Die E-Zigarette zunächst „beimischen“

Wie bei allen guten Vorsätzen ist es ratsam, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen. So machte es auch Klaus Augenthaler – er testete die E-Zigarette, ohne gleich ganz auf den Tabakkonsum zu verzichten. Als langjähriger Raucher war Klaus Augenthaler anfänglich das Aroma „Tabak“ am liebsten. Sein Tipp: Eine Premium-E-Zigarette, Geschmacksrichtung „Tabak“, einfach mal für ein paar Wochen testen. Das kann den ersten sinnvollen Schritt weg vom Tabak bedeuten.

Schritt 2: Auf andere Aromen umsteigen

Mit einer Premium-E-Zigarette stellt sich meist schon nach wenigen Tagen ein größeres körperliches Wohlbefinden ein. Klaus Augenthalers Fazit nach den zwei Einstiegswochen: „Ich fühle mich mit der E-Zigarette frischer und vitaler.“ Das Dampfen hat für ihn noch weitere Vorteile: „Das Auto oder die Vorhänge zu Hause stinken nicht mehr. Und es gibt keine Geruchsbelästigung für die Menschen in meinem Umfeld.“ Damit der Umstieg vom Rauchen auf das Dampfen langfristig klappt, können Rauch-Entwöhner nach den Einstiegswochen beginnen, die vielfältigen Geschmacksrichtungen der Liquids und Depots einer Premium-E-Zigarette zu testen. Wer von der Geschmacksrichtung „Tabak“ mittelfristig auf Alternativen wie „Apfel“, „Kirsche“ oder „Kaffee“ umsteigt, ist weniger anfällig, erneut zur Tabakzigarette zu greifen.

Schritt 3: Nikotin bis auf null reduzieren

Alle Geschmacksrichtungen sind bei PowerCigs in verschieden hohen Nikotin-Dosen erhältlich – 18, 12, 6 oder Null Milligramm Nikotin pro Milliliter. Damit haben Dampfer die Möglichkeit, den Nikotinkonsum langsam bis auf null herunter zu dosieren.

Raucherkategorie: Heavy Smoker von Jugend an – und Weltmeister als Raucher

16. Walter Frosch – Die Raucher-Legende

Walter Frosch spielte zuletzt im Traditionsteam des FC St. Pauli – und taugte nicht wirklich zum Vorbild.
Walter Frosch spielte zuletzt im Traditionsteam des FC St. Pauli – und taugte nicht wirklich zum Vorbild.

„Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Nationalmannschaft oder in der Weltauswahl“ (Walter Frosch zu einer Einladung von Jupp Derwall zur B-Nationalmannschaft)

Jürgen Klopp war fast ein wenig beleidigt. „Alle, die nicht wissen, wer Walter Frosch ist, bitte den Saal verlassen“, so forderte der Trainer von Borussia Dortmund die Journalisten einmal auf.

Das war im November 2013, kurz nachdem der vielleicht legendärste, kickende Raucher des deutschen Fußballs verstorben war. Sein Name: Walter Frosch. Sein Markenzeichen: Zigarettenschachtel im Stutzen. Das war während der 90 Minuten auch bitter nötig. Denn Walter Frosch rauchte nach eigenen Angaben „bis zu drei Schachteln am Tag.“ Den Stressfaktor senken konnten die Kippen nicht. In der Saison 1976/77 kassierte Walter Frosch in Diensten des Bundesliga-Aufsteigers FC St. Pauli sage und schreibe 19 (In Worten: Neunzehn) Gelbe Karten.

Frosch, der für sein rüdes Verhalten gegenüber Schiedsrichtern und Medien bekannt war, hält damit bis heute (Stand: Mai 2020) den Rekord an Verwarnungen. Die in vielen Quelltexten angegebene Rekordzahl von 27 Verwarnungen wurde 2010 von den Autoren Christoph Nagel und Michael Pahl im Jubiläumsbuch FC St. Pauli. Alles drin revidiert bzw. korrigiert. Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) war es Zeit, einzugreifen. Nein, das Rauchen konnten und wollten die DFB-Oberen dem gebürtigen Pfälzer nicht verbieten. Aber sie führten 1979/80 die Sperre nach der fünften Gelben Karte ein, eben weil der Frosch ein paar Jahre zuvor zu heftig hingelangt hatte.

Walter Frosch war ein harter Hund. Ein Typ wie er ist heute im Profibusiness nicht mehr denkbar. Einer, der sagte: „Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe.“ Einer, der der Legende nach am Abend vor einem Spiel gegen Schalke 04 Mal eben „ein paar Ouzo“ trank und dann mit einem Zechkumpan um die Wette lief. Einsatz: zehn Liter Freibier. Frosch gewann. Tags darauf schaltete er arg verkatert Nationalstürmer Erwin Kremers aus. In einer Zeit, in der Profis nur von Spiel zu Spiel denken und der Trainer immer Recht hat, hätte Frosch es schwer gehabt. Sein oben zitierter Spruch („Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Nationalmannschaft oder in der Weltauswahl“) wird noch heute auf T-Shirts gedruckt. Bei Freundschaftsspielen lief er schon mal mit einer Schachtel Kippen im Stutzen auf. Und selbst, nachdem der Krebs ihm den Kehlkopf zerfressen hatte und er nur noch krächzen konnte, sagte er: „Ich würde lieber eine rauchen als vögeln.“

Raucherkategorie: Keine Bewertung möglich. Das soll jeder selbst machen – oder das Dossier an dieser Stelle verlassen…

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