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Dieser Ex-Bundesligist ist die Trainer-Schleuder des deutschen Fußballs!

Heiko Vogel (r.), hier im Gespräch mit TV-Experte Stefan Effenberg vor dem Pokalspiel am 9. August in Düsseldorf gegen Borussia Dortmund (0:2), ist nicht mehr Trainer beim KFC Uerdingen...

Da haben sie es also mal wieder getan! Der KFC Uerdingen, Ex-Bundesligist und seit 2018 wieder in der 3. Liga, hat sich am Mittwoch von Trainer Heiko Vogel getrennt.

Nach intensiver Aufarbeitung der aktuellen sportlichen Situation sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit mit Heiko Vogel zu beenden“, sagt KFC-Geschäftsführer Nikolas Weinhart am Mittwoch.

Die ,,aktuelle sportliche Situation” gestaltet sich so, dass der DFB-Pokalsieger von 1985 in der 3. Liga mit 0:3 gegen Aufsteiger Waldhof Mannheim verloren hat und mit nur 2 Siegen aus 9 Spielen auf Platz 17 und damit auf einem Abstiegsrang liegt.

Warum erzählen wir Ihnen das alles? Weil der 43-jährige Pfälzer Heiko Vogel nicht das erste Opfer der ,,Hire-and-Fire-Politik” beim Investor geführten Ex-Bundesligisten (zuletzt 1996) ist. In Uerdingen sieht das vom Prinzip her so aus: Wer Klub-Besitzer Michail Ponomarew nicht passt, muss gehen. Das gilt auch für die Spieler: Gehalt erhält nur, wer auch Leistung bringt…Dass sich ein Drittligist in einer solchen sportlichen Lage von einem Trainer trennt, kommt in den besten Familien vor.

Aber: Heiko Vogel ist der 21. Trainer (!), den der KFC Uerdingen seit 2010 in die Wüste geschickt hat. ,,Euro-Eddy” Edgar Schmitt, inzwischen beim Karlsruher SC, versucht sich 91 Tage (31. März bis 30. Juni 2010) – und bleibt ohne SpielDem ehemaligen Gladbach-Profi Jörg Jung (53) sind 2011/2012 in der NRW-Liga ganze 190 Tage vergönnt. Ex-Bayern-Profi Michael Wiesinger darf 2018 insgesamt in 26 Spielen auf dem KFC-Schleudersessel Platz nehmen.

Allein in der Saison 2018/2019 (3. Liga) sind es mit Aufstiegs-Coach Stefan Krämer, Norbert Meier und Heiko Vogel 3 Trainer, die Uerdingen schafft (oder sie Uerdingen?) Da kann selbst der in Sachen Trainer-Demission kaum zu schlagende Hamburger SV noch was lernen! Beim inzwischen zweitklassig firmierenden ,,Dino” gibt es im gleichen Zeitraum, seit 2010, 17-mal ,,den richtigen Trainer zum richtigen Zeitpunkt”. Bruno Labbadia arbeitet sogar 2-mal für die Hamburger.

Bleiben wir beim KFC Uerdingen und gehen wir rein nach den Amtszeiten und nehmen wir die Interimstrainer raus, kommt Norbert Meier auf gerade mal 40 Tage, 7 Spiele und 0,43 Punkte im Schnitt.Die Bilanz des ehemaligen Champions-League-Trainers vom FC Basel in Uerdingen ist enttäuschend.

Vogel, erst im Mai 2019 ins Amt gekommen, hat von 16 Spielen Saison übergreifend nur 4 gewinnen können. Mit einem Punkteschnitt von 1,00 aus diesen Partien kann er nicht wirklich Werbung für sich machen.

Der Nachfolger von Heiko Vogel ist auch sein Vorgänger, Ex-Interimscoach Frank ,,Funny” Heinemann (54). Vom 16. März bis 29. April 2019 hat der Ex-Bochumer nach dem Motto ,,Heinemann, geh du voran” schon einmal den einsamsten Trainer-Job in Deutschland ausgeführt – und in 7 Spielen immerhin 3 Siege geholt. Ein Lichtblick: In Uerdingen will man es nach dem ,,Aus” für Vogel langsam angehen lassen.

,,Bei der Suche herrscht diesmal kein Zeitdruck, weil Co-Trainer Frank Heinemann über die notwendige Lizenz verfügt. Co-Trainer Stefan Reisinger wird als Interimstrainer fungieren und am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim SV Meppen das Sagen haben“, wird ein Vereinsverantwortlicher von der Zeitung Rheinische Post zitiert. Na, dann viel Spaß, Freunde!


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