Ein falscher Wechsel. Und schon war die Karriere ruiniert!


Ein falscher Wechsel. Und schon war die Karriere ruiniert. Das ist einigen Starkicker passiert. Manche konnten durch einen weiteren Wechsel die Karriere retten. Für andere war es das. Von ganz oben nach ziemlich weit unten. Die meisten sind aber weich gefallen – durch viel Geld gepolstert.

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Man könnte es das Kaka-Syndrom nennen oder das One-Hit Wonder Phänomen im Fußball. Eine Problem, das eine ganze Menge Spieler in Europa betrifft. Sie spielen eine oder zwei Saisons auf Top-Niveau – manchmal bei einem mittelmäßigen Verein – und folgen dann auf der Suche nach dem finalen Schritt dem Ruf der ganz großen Vereine. Dort schaffen sie es dann nicht und versauern auf der Bank. Nach 2 -3 Jahren viel Geld und wenig Spielpraxis finden sie anschließend nie mehr die Form früherer Tage.

Ein Verein sticht hierbei besonders hervor. Sowohl was seine Anziehungskraft anbetrifft, als auch was seine Fähigkeit anbetrifft, Spielerkarrieren zu beenden, zu verkürzen oder zu vernichten. Real Madrid – Die Königlichen. Die Kombi aus Geld, Ruhm und Aussicht, ein ganz Großer des Fußballs zu werden, ist aber auch zu verlockend.

Hier sind zehn Spieler, die durch einen Wechsel zu den Königlichen ihre Karriere (fast) zerstörten:

 

10. Elvir Bajlic

​Elvir Bajlic machte sich in der Türkei durchaus einen Namen. Der bosnische Linksaußen zeigte sich bei Bursaspor als sehr torgefährlich und wurde von Fenerbahce Istanbul verpflichtet. Als er auch hier gute Leistungen ablieferte, unterbreitete Real den Türken ein 26-Millionen-Euro-Angebot, welches angenommen wurde. Bei Real spielte er jedoch nur elf Spiele. Danach konnte er nie wieder an seine Leistungen von vor dem Wechsel anknüpfen.

9. Julien Faubert

Julien Faubert hatte in Madrid kein Glück © Getty Images

Julien Faubert hatte in Madrid kein Glück © Getty Images

 Ein komischer Transfer der Madrilenen. 2009 hat man sich den damals 26-Jährigen von West Ham United ausgeliehen. Bei Real kam er jedoch nie wirklich zum Zuge und bestritt in der Saison 2009/2010 gerade Mal zwei Partien. Danach wurde er wieder abgegeben und spielte nie wieder so gut wie vor seiner Zeit in Madrid in London.

8. Royston Drenthe

Madrid ging gar nicht. © Getty Images

Madrid ging gar nicht. © Getty Images

​Nach nur einer guten Saison bei Feyenoord Rotterdam holte Real Madrid den damals 20-jährigen Holländer zu sich. Da witterte wohl jemand einen neuen Megastar. Im Jahr 1 lief es noch einigermaßen.  Danach kam er jedoch kaum noch zu Einsätzen, wurde mehrfach verliehen und 2012 dann verkauft. Nach Engagements in Russland und der zweiten englischen Liga ist der inzwischen 28-jährige Mittelfeldspieler in den Vereinigten Arabischen Emiraten untergekommen.

 

7. Thomas Gravesen​

Bei Celtic passte die rustikale Art besser als bei Real © Getty Images

Bei Celtic passte die rustikale Art besser als bei Real © Getty Images

Nachdem der dänische Nationalspieler beim Hamburger SV und bei Everton gute aber nicht überragende Leistungen zeigte, holten ihn die Galaktischen im Jahre 2005. Der Arbeiter passte jedoch eigentlich gar nicht ins Starensemble. Vielleicht gerade wegen seiner für Madrid untypischen Spielweise erarbeitete er sich aber schnell einen Stammplatz. Alles schien perfekt zu laufen. Doch dann gab es Krach und nach einer Handgreiflichkeit mit Robinho wurde er aus dem Kader verbannt. In Schottland passte es dann bei Celtic Glasgow besser – sowohl was das Gemüt als auch die Spielweise anbetraf.

 

6. Antonio Cassano

In der Heimat klappt es wieder bei Cassano. © Getty Images

In der Heimat klappt es wieder bei Cassano. © Getty Images

​Beim AS Rom deutete Antonio Cassano an, warum ihn viele für den talentiertesten italienischen Stürmer hielten. Dann jedoch wechselte er 2006 zu Real Madrid und nahm zu – an Geld, Erfahrung und vor allem an Gewicht. Ein Tor in seinem ersten Spiel – viel mehr kam dann nicht mehr. Bei Real und bei anderen Vereinen. Bis er bei  Sampdoria Genua anheuerte…

 

5. Jerzy Dudek

Dudek ist eine Legende in Liverpool, aber nicht in Madrid © Getty Images

Dudek ist eine Legende in Liverpool, aber nicht in Madrid © Getty Images

Sein ganz besonderer Stil im Tor des FC Liverpool gegenüber den Elfmeterschützen von AC Mailand im Champions-League-Finale 2005 machte ihn berühmt. Bei den Reds sogar unsterblich. Da musste Real einfach zugreifen.  2007 wechselte er nach Madrid und fortan bestritt er noch genau 2 Pflichtspiele.

 

4. Emerson

Wenn Emerson an der WM 2002 teilgenommen hätte, wäre er wohl Kapitän der Selecao gewesen. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Leverkusen, Rom und Juventus Turin, der sowohl in Deutschland als auch in Italien zu den besten Mittelfeldspielern in Europa gehörte, wechselte nach dem Zwangsabstieg von Juve zu den Königlichen nach Madrid. Dort enttäuschte er maßlos und verließ den Verein am Ende der Saison in Richtung AC Mailand. Doch auch dort sollte er nie wieder an seine Form vor Madrid anknüpfen können.

 

3. Jonathan Woodgate

UEFA Champions League: Real Madrid v Arsenal

​Für richtig viel Geld (13,4 Millionen Pfund) holten die Spanier Woodgate 2004 von Newcastle United ins Santiago Bernabeu. Sein Debüt hatte es in sich. Mit einem Platzverweis und einem Eigentor betrieb er sogleich eine besondere Art von  von Eigenwerbung. Dann fiel er häufiger neben dem Platz als Partykönig auf denn auf dem Spielfeld. Insgesamt bestritt er nur neun Partien für das weiße Ballett.

 

2. Gabriel Heinze

Praktisch überall erfolgreich, nur nicht bei Real © Getty Images

Praktisch überall erfolgreich, nur nicht bei Real © Getty Images

Von 2004 bis 2007 war Gabriel Heinze Publikumsliebling bei Manchester United. Dann jedoch folgte er dem Ruf des Geldes und wechselte zu Real Madrid. Nach zwei Jahren und 44 Pflichtspielen wechselte er. Doch auch bei Marseille und später bei Rom erreichte er sein ManU Level nie wieder.

 

1. Kaka

Vom besten Spieler der Welt zum Bankldrücker. Das ging schnell bei Kaka in Madrid (Photo Getty Images)

Vom besten Spieler der Welt zum Bankldrücker. Das ging schnell bei Kaka in Madrid (Photo Getty Images)

​Der grösste  Fehler überhaupt – das war der Wechsel von Kaka zu Real Madrid. Der Weltfußballer von 2007 spielte beim AC Mailand überragende Spielzeiten und erreichte alles, was man so in Europa auf Klub-Level erreichen kann. 2009 wechselte er dann ins Starensemble zu Real Madrid. Sein Stern verglühte rasend schnell. Der 33-jährige Brasilianer lässt jetzt bei Orlando City seine Karriere ausklingen.

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