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Die 12 größten Fußball-Sensationen bei EM- oder WM-Endrunden

Die 12 größten Fußball-Sensationen bei EM- oder WM-Endrunden

DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Bernabeu Bite - oder die Angst vor dem großen Versagen

Der argentinische Fußball-Zauberer und Philosoph Diego Maradona diagnostizierte dereinst das Problem von Real Madrid wie folgt: “Ihr Problem ist, dass sie da alle Stars sind. Man braucht aber auch jemanden, der das Wasser zum Brunnen trägt“. Keinen Maradona natürlich, aber gute solide Spieler, die ihre Aufgabe perfekt erfüllen.

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Die Transfers von Senor Perez

Seit seiner Gründung im Jahr 1902 wandelte sich Real Madrid von einem einfachen Fußballklub zur stärksten Fußballmarke der Welt und zu einem Verein, der über die Jahre immer wieder die besten Spieler der Welt in seine Reihen lockte. Und die, die es werden wollten und glaubten es zu können.

Puskas, Butragueno, Zidane, CR7 und Co. bewiesen ihr Können vor den Augen des mehr als kritischen Madrider Publikums und wurden Ikonen. Sie überwanden den “Bernabeu-Bite”, die Angst vor dem Versagen, vor den mehr als kritischen und ungeduldigen Fans und dem ungeheuren Leistungsdruck bei Real Madrid.

Doch das schafften nur die wenigsten. Immer wieder zerbrachen High Potentials oder als kommende Superstars gehandelte Novizen unter dem Druck der Erwartungen. Einige ruinierten sich ihre Karriere für längere Zeit oder für immer in Madrid.

Und auch an gescheiterten Superstars, die zu den Los Blancos wechselten, und zu Megastars aufsteigen wollten, mangelte es bei den Königlichen nie. Das bezieht sich insbesondere auf das 21. Jahrhundert  und die Ägide von Florentino Perez, dem spanischen Unternehmer, Fußballfunktionär und ehemaligen Politiker mit dem besonderen Image.

Real Madrid - das ging gar nicht

Perez gehört zu den 5 mächtigsten Menschen im europäischen Fußball. Mit kleinen Unterbrechungen regiert er seit Sommer 2000 über das Madrider Königreich.

Trainer und Spieler kamen und gingen seitdem, Perez blieb. Unter Perez ist kaum ein anderer Fußballklub auf der Welt so gnadenlos zu seinen fußballerischen Angestellten (Trainern und Spielern) wie Real Madrid. Sobald es “nicht ganz so läuft”, müssen Trainer und Trainerteam mit dem Kopf bezahlen und Superstar 1 wird durch Superstar 2 ausgetauscht. Das Ergebnis dieser Politik: 13 Trainerwechsel in 18 Jahren.

Jeder der Elite-Trainer hatte dabei seine Lieblingsspieler. Doch wer Lieblingsspieler des Vorgängers war, der war selten auch ein Günstling des Nachfolgers. Die Folge: Unzählige Spieler wurden verpflichtet und viele von ihnen verbrachten fast den ganzen Vertrag auf der Bank oder als Leihgaben bei anderen Vereinen. Wir haben uns bei den Verpflichtungen von Real in den letzten 30 Jahren näher umgeschaut und ein Ranking daraus erstellt. Daraus haben wir eine Geschichte über die 25 Transfers erstellt, die Real bis heute bedauert.

Aus den unterschiedlichsten Gründen. Weil Real Madrid den Spieler kaufte und es sportlich nicht funktionierte oder weil man den Spieler wieder (billig) verkaufen musste, weil es so gar nicht passte. Einige Spieler floppten dann auch beim nächsten Verein, andere spielten – sobald Real entkommen – (wieder) groß auf. Die Spanne der Real-Trauertransfers reicht von den größten finanziellen Transferflops und den größten sportlichen Enttäuschungen von verpflichteten Superstars bis hin zu Spielern aus der eigenen Jugend, die den entscheidenden Schritt in die Stammelf der ersten Mannschaft nicht schafften.

Darunter sind auch einige Teens, die ihre Karriere wegwarfen und einfach nicht das in der ersten Mannschaft der spanischen Hauptstadt brachten, was sie hätten bringen können, wenn sie etwas disziplinierter und weniger egoman gewesen wären.

Regret 25 – 21: Vom schwierigen Franzosen bis zum "Erben Maradonas"

25. Nicolas Anelka: "Le Sulk" did not pay off - Von Arsenal London für €34.5m | 2009

Real war im Gambling-Modus, als sie einen talentierten aber temperamentvollen jungen Franzosen verpflichteten. Spitzname: ‘ Le Sulk ‘ (so ähnlich wie der Schmoll auf Deutsch). 

Der Gamble ging nicht auf. Nicolas Anelka hielt es nur eine Spielzeit bei Real Madrid aus. Anelka schoss magere 7 Tore in dieser einen Saison, aber es waren wichtige Tore. Sein erstes Tor schoss er im Clasico gegen Barca, zwei Tore erzielte er im Halbfinale der Champions-League gegen Bayern München.

Ein Grund für die wenigen Tore: Eine Suspendierung vom Trainingsbetrieb für 45 Tage, weil er sich geweigert hatte zu trainieren. Anelka bezichtigte daraufhin seinen spanischen Arbeitgeber, ihn wie einen Hund zu behandeln.

“Something does not turn around properly in his head,” so drückte es Real-Präsident Lorenzo Sanz als Replik aus, kurz bevor er das Enfant Terrible zu Paris St. Germain ziehen ließ.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Hoch, Anelka war teuer, brachte Unruhe und spielte überwiegend schlecht.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Kauf, der Verkauf brachte ungefähr die gleiche Ablöse ein wie der Kauf.

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24. Danilo: Missverständnis aus Brasilien - Vom FC Porto für €31.5m | 2015

Danilo ging ziemlich offen mit seinem Problem um. Mit der Aufmerksamkeit und dem Gejagtwerden durch die spanische Presse, mit dem jeder Spieler von Madrid klar kommen muss, hatte er seine Probleme. 

“An error, no matter how small, goes viral,” lamentierte er. “A mistake becomes very great even if it is small. But, of course, when you do something good, it is also very great.”

Dummerweise gelang dem Brasilianer zu selten etwas gutes, während er bei Real spielte. In der Saison 2015/16 war er bei jeder Niederlage von Real auf dem Platz.

Im Sommer 2018 wechselte Danilo zu Manchester City. Da ist die Aufmerksamkeit aber nur unwesentlich geringer. Aber bei Manchester spielt eben kein Dani Carvajal auf der Stammposition.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, Danilo war teuer.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Kauf, "stupid English transfer money" sorgte für einen guten Verkaufspreis.

23. Robert Prosinecki: Fehlkauf vom Roten Stern - Von Roter Stern Belgrad für €15m | 1991

Robert Prosinecki gab es im nachhinein offen zu. “My time at Madrid could certainly have been better. But I established myself there at a time when foreign players were limited, and I discovered a different type of football.”

So kann man es auch sehen. Die Zeit des Serben  bei den “Los Blancos”, des eine Zeit lang bestbezahlten Spielers seiner Zeit, steht für Verletzungen und verlorene Titel und nicht für große Erfolge. Dabei waren die Erwartungen groß. Einer der talentiertesten Spieler, die jemals auf dem Balkan das Fußballspielen erlernt hatten, ein begnadeter Mittelfeldspieler, der soeben Roter Stern Belgrad zum  Sieger im Pokal der Landesmeister geführt hatte. Und jetzt die Krönung bei Real.

Doch das ging schief. Der Höhepunkt des Schaffens von Prosinecki bei Real war wohl ein Tor im Clasico gegen Barca. Und selbst das wurde noch dadurch überschattet, dass er ausgerechnet im Jahr 1995 von Real zu Barca wechselte.

Zum Glück für die Real Fans floppte er aber auch in Katalonien.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Ziemlich hoch, Žuti („Blonder“) galt als bestbezahlter Fußballer der Welt.
Was bedauerte Real Madrid?
Kauf und Verkauf. Der Transfer zu Oviedo braucht nur 3 Mio. € ein. Barca zahlte später nur 1.5 Mio. €

22. Walter Samuel: "The Wall" funktionierte nicht - Vom AS Rom für €25m | 2004

Trotz einer Ablösesumme von 25 Mio. € sah der Transfer von Walter Samuel zu Real wie ein genialer Deal für die Spanier aus. 

Real suchte einen physisch starken Innenverteidiger mit internationaler Klasse und der Argentinier war genau das. Doch irgendwie schien nicht ‘The Wall' höchstpersönlich in Spanien angekommen zu sein, sondern ein Bruder oder ein Cousin.

So richtig fassen konnte es auch Fabio Capello nicht. “The fact that he did not make a name for himself at Real Madrid still surprises me,” sagte der Starcoach später in einem Interview. “Perhaps it was the wrong time.”

Oder irgendwas in Spanien stimmte sonst nicht. Denn sobald der Argentinier wieder in Italien war (2005), spielte er wieder so gut wie früher – und das ca. 10 Jahre lang. Bei Inter Mailand ist er noch heute eine Legende.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Sehr hoch, Samuel spielte überall überragend, nur...
Was bedauerte Real Madrid?
Den Verkauf. Samuel wurde mit großem Verlust zu Inter verkauft. Dort spielte er fast 10 Jahre überragend.

21. Javier Saviola : Noch ein Erbe Maradonas - Vom FC Barcelona für 0€ | 2007

“Im Nachhinein hätte ich doch gerne häufiger gespielt,” sagte Javier Saviola über seine Zeit in Spanien. 

Dabei waren die ersten Jahre in Barcelona gar nicht so schlecht. Der Wechsel zu Real ging aber vollkommen daneben. Der ehemalige südamerikanische Spieler des Jahres konnte die Erwartungen als Erbe Maradonas nie erfüllen.

Im Endeffekt bedeutete die Verpflichtung von Saviola eine Schwächung von Barcelona aber keine Stärkung von Real. Das Schema ist so selten nicht.

“The little rabbit” konnte sich gegen Spieler wie Arjen Robben, Gonzalo Higuain, Raul, Robinho und Ruud van Nistelrooy nicht durchsetzen. Von Real ging es nach nur 5 Toren relativ schnell zu Benfica Lissabon und mit der Karriere ging es bergab.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, Saviola war ablösefrei, verdiente aber sehr gut.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Kauf. Er führte zu keiner Stärkung des Teams, Der Verkauf brachte 5.0 Mio. €.

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Regret 20 – 16: Vom kolumbianischen "König" bis zum "Ryan Giggs"

20. Edwin Congo: Der König von Bogota – Von Once Caldas für €5m | 1999

Zur letzten Jahrtausendwende sprach eine Zeit lang ganz Kolumbien über Edwin Congo. Who the F….is?

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr in einen Laden geht und etwas “cooles” kauft? Drei Jahre später bemerkt ihr dann, dass ihr das “coole Teil” nicht ein einziges Mal benutzt habt und es noch immer in der Originalverpackung “herumgammelt”

Genau das ist die Geschichte von Edwin Congo und Real Madrid. Nach einer beeindruckenden Saison bei Once Caldas wurde der Kolumbianer 1999 von Real Madrid verpflichtet.

In seinen drei Jahren bei den Königlichen bestritt er kein einziges Spiel. Seinen kompletten Vertrag verbrachte er bei anderen Vereinen – als Leihgabe.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Hoch, der Spieler war ein Total-Flop.
Was bedauerte Real Madrid?
Alles - den Kauf und den Verkauf, der kein Geld einbrachte.

19. Javier Portillo: Das Castilla Produkt - Aus der eigenen Jugend | 2000

Als er 2002 das Tor gegen Borussia Dortmund erzielte, welches Real ins Viertelfinale der Champions League brachte, zweifelte niemand in Madrid an den Fähigkeiten des jungen Spaniers.

Schnell wendete sich aber das Blatt und durch die Verpflichtung von Ruud Van Nisterlooy kam Portillo immer weniger zum Einsatz.

Die Konkurrenz im Angriff in Form von „Van The Man“ und den Tormaschinen Raul und Ronaldo war zu stark. Portillo war gezwungen, sich eine neue Mannschaft zu suchen.

Es folgten Transfers nach Gimnastic, Osasuna, Hercules und Las Palmas, aber Javier entwickelte niemals sein volles Potential. Er blieb immer nur ein Talent, welches nicht oder nur bedingt lieferte.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, wieder ein eigenes Talent, das es nicht schaffte
Was bedauerte Real Madrid?
Den Verkauf, denn wieder schaffte es ein Talent nicht - trotz sehr guter Anlagen.

18. Javier Balboa: Noch einer aus der eigenen Schule - Aus der eigenen Jugend | 2006

Äquatorialguinea ist sicherlich kein ausgesprochenes Fußballland. Die Zahl der professionellen Fußballspieler, die eine erfolgreiche Karriere in Europa vorweisen können, kann man an den Fingern einer Hand abzählen.

Einer aber schaffte es bis zum größten Klub der Welt und daran war auch ein Deutscher beteiligt.

Als Bernd Schuster das Ruder in Madrid übernahm, sprach er mit Begeisterung über den jungen Äquatorialguineer. Die Folge: Sein Vertrag wurde bis 2011 verlängert und Balboa durfte in der ersten Mannschaft von Real ran.

Balboa brachte es 2007 auf ganze 7 Einsätze, darunter auch ein Champions League Spiel gegen Olympiacos Piräus. Aber das war auch alles, was er im Real Trikot erreichte. Ein Jahr später wechselte Balboa zu Benfica, danach folgten Abstecher zu Cartagena, Albacete, Beira-Mar, Estoril. Schließlich beendete er seine Fußballkarriere auf der arabischen Halbinsel im Trikot des katarischen Spitzenklubs Al-Messaimer.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, Wieder ein eigenes Talent, das es nicht ....
Was bedauerte Real Madrid?
Den Verkauf, denn wieder schaffte es ein Talent nicht - trotz sehr guter Anlagen.

Aus dem LigaLive Shop

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17. Gary Kagelmacher: Aus Montevideo nach Madrid - Von Danubio FC als Leihe | 2008

Dem einen oder anderen Fußballfreund in Deutschland, ist der Name Gary Kagelmacher vielleicht noch bekannt.

Von 2014 bis 2016 bestritt der Südamerikaner aus Uruguay fast 60 Spiele für 1860 München und war dabei einer der wichtigsten Spieler in der Verteidigung. Nur die wenigen wissen aber, dass sein erster europäischer Klub Real Madrid war.

2007 wechselte der damals 19-jährige von Danubio zu Real Madrid und ein Jahr später bestritt er sein erstes und zugleich letztes Spiel für die Königlichen. Am letzten Spieltag der Saison machte er gegen Osasuna sein Debüt, schon im nächsten Jahr wurde er nach Belgien ausgeliehen.

Danach folgten Monaco und Valenciennes, aber den größten Eindruck hinterließ er sicherlich in München. Ganz gewiss kein schlechter Spieler, aber für die Standards von Real Madrid waren seine Fähigkeiten einfach zu schwach.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Gering - ein Fehlkauf wie der von Kagelmacher wird gar nicht groß bemerkt
Was bedauerte Real Madrid?
Wenig - der Transfer war insgesamt zu unbedeutend

16. Elvir Baljic: Der bosnische Ryan Giggs – Von Fenerbahce für €26m | 1999

Einst einer der teuersten Spieler der Welt, dann Sänger und heute Trainer – so sieht der Lebensweg des “bosnischen Ryan Giggs” aus. Elvir Baljic war bis zum Transfer von Edin Dzeko 2011 der teuerste Spieler Bosniens und auch heutzutage gilt er als einer der besten Spieler, die dieses Land jemals hervorbrachte.

Nach 18 Toren in 30 Spielen für Fenerbahce Istanbul holte ihn der damalige Trainer John Toshack für stolze 26 Millionen Euro nach Madrid. Verletzungsprobleme limitierten seine Einsatzminuten und so brachte er es in seiner ersten Saison bei den „Königlichen“ auf lediglich 11 Einsätze und ein Tor. Im nächsten Jahr wurde John Toshack entlassen und Vicente del Bosque übernahm das Ruder bei den Spaniern. Und das hieß auch, dass sich Baljic eine neue Umgebung suchen musste.

So folgten Leihgaben zu Fenerbahce und Rayo Vallecano. 2002 wechselte er dann endgültig zu Galatasaray. Er fand aber niemals mehr zu seiner alten Form zurück und entschied sich für eine Musikerkarriere.

Doch auch dort reüssierte er nur mäßig. So kehrte er schnell zum Fußball zurück. Baljic war ein Teil des Trainerteams von Safet Susic, der Bosnien zur ersten Weltmeisterschaft nach Brasilien führte. Heute arbeitet er selbstständig als Trainer, aber wer weiß, vielleicht sehen wir ihn bald wieder mit einem Mikrofon in der Hand.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Hoch, der Spieler war richtig teuer und floppte.
Was bedauerte Real Madrid?
Alles - den Kauf und den Verkauf, der keine Ablöse einbrachte.

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11. Antonio Nunez: Traum von Kindesbeinen an - Aus der eigenen Jugend | 2003

Antoniio Nunez träumte von Kindesbeinen davon, ein Profi bei Real Madrid zu werden. Der gebürtige Madrider begann seine Fußballkarriere in den lokalen Klubs San Federico und Las Rozas. Im Jahr 2001 wechselte er zur zweiten Mannschaft von Real. In drei Jahren kam er auf stolze 64 Einsätze und erzielte 12 Tore.

Der einstige Assistent von Sir Alex Ferguson Carlos Quieroz erfüllte 2003 den lang ersehnten Wunsch von Antonio und gab ihm die Gelegenheit, sein Können in der ersten Mannschaft von Real zu beweisen. Nunez kam auf 11 Einsätze in der ganzen Saison – alle als Einwechselspieler.

Als Teil des Michael Owen Transferpakets wechselte er im folgenden Jahr zu Liverpool, wo er aber auch nicht reüssieren konnte.

Mit einem Wechsel zu Celta Vigo belebte er seine Karriere wieder und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Spieler dieser Mannschaft – ein weiterer guter Spieler, der mit dem besonderen Druck und den Erwartungen im Santiago Bernabeu nicht umgehen konnte.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, ein Talent, das ....
Was bedauerte Real Madrid?
Den notwendigen Verkauf.

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Regret 5 – 1: Vom Verspotteten bis zum merkwürdigsten Transfer der Vereinsgeschichte

5. Pedro Leon: Vom eigenen Trainer verspottet – Vom FC Getafe für €10m | 2010

Im Jahr 2009 hieß die Überraschungsmannschaft der spanischen Liga Getafe. Angeführt vom jungen Trainer Michel schaffte es der Klub aus der Madrider Vorstadt, sich zum zweiten Mal in seiner Geschichte für die Europa League zu qualifizieren. Spieler wie Derek Boateng, Manu del Moral und Gavilan spielten ihre Gegner schwindelig, aber ein Name stand besonders im Vordergrund.

Der damals 23jährige Pedro Leon war das Aushängeschild der Mannschaft. Der Flügelflitzer erzielte in der Spielzeit 8 Tore, 9 weitere Tore bereitete er für seine Mitspieler vor. Es dauerte also nicht lange, bis Real mit einem Angebot vor der Tür stand.  Pedro Leon spielte fortan im größeren Madrider Stadion und wechselte für eine Ablösesumme von 10 Millionen Euro.

In den Testspielen spielte er hervorragend und die Erwartungen wuchsen dementsprechend. Schnell erzielte er auch sein erstes Pflichtspieltor, so durfte er auch in der Champions League ran. Doch aus unerklärlichen Gründen ging es mit der Form des jungen Spaniers alsbald rasant bergab. In der ganzen Saison kam er auf lediglich 6 Einsätze.

Unstimmigkeiten mit Jose Mourinho und seine katastrophale Form führten dazu, dass sowohl das Publikum als auch Mourinho selbst den Spieler verspotteten. Nach einem Trainingsstreit mit Mitspieler Fernando Gago wurden beide aus der Mannschaft geworfen. Ein Jahr später kehrte Pedro Leon wieder nach Getafe zurück.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, aus ihm hätte was werden können.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Verkauf, der eine geringe Ablöse einbrachte.

4. Alvaro Mejia Perez: Wieder einer aus der Castilla – Aus der eigenen Jugend | 2003

Die Fußballakademie von Real Madrid gilt als eine der besten Fußballschulen in der ganzen Welt. Sie brachte einige der Legenden des Klubs hervor wie Iker Casillas oder Raul Gonzales. Nicht alle können aber zur Legende werden und Alvaro Mejia Perez ist der ideale Beweis dafür, dass Talent alleine nicht ausreicht und man ab und an auch mal trainieren und viel Fleiß in die eigene Entwicklung investieren muss.

Alvaro Mejia kam 2001 als talentierter Innenverteidiger zur Castilla und arbeitete sich schnell bis zur ersten Mannschaft vor. Seine erste Saison war ordentlich bis ziemlich gut, so schaffte er es in den Champions League Kader.

Schon in der nächsten Saison fing sein freier Fall an. Er kam auf nur 5 Einsätze und bestritt in den nächsten drei Jahren insgesamt nur 40 Spiele für die Königlichen. Seine fußballerischen Fähigkeiten waren einfach weit unter dem gewünschten Niveau. Es folgt der Wechsel zu Murcia und Alvaro. Mejia entwickelte niemals sein volles Potenzial.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, ein eigenes Talent, das .....
Was bedauerte Real Madrid?
Den notwendigen Verkauf, weil ein eigenes Talent es nicht schaffte.

3. Miguel Palanca: Von Barcelona nach Madrid – Von Espanol Barcelona für €0.5m | 2008

Miguel Planca gehörte zweifellos zu den talentiertesten Spielern bei RCD Espanyol. Nach 49 Einsätzen für Espanyol B kam sein professionelles Debüt und es dauerte nicht lange, bis Real an seinen Diensten Interesse zeigte.

2008 wechselte der junge Katalane zu Real Madrid, genauer zu Castilla. Dort spielte er eine durchaus gute Saison. Er kam 31 Mal zum Einsatz und erzielte dabei 5 Tore.

Im nächsten Jahr folgte dann der Übergang zu den Profis der ersten Mannschaft und genau zu diesem Zeitpunkt ging seine Formkurve nach unten. In seinen zwei Jahren bei den Königlichen bestritt er lediglich 3 Spiele und wurde alsbald nach Castellon ausgeliehen.

Dort kehrte seine Form aus der Juniorenzeit langsam zurück, aber es war offensichtlich, dass es für Real nicht reichen würde.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Gering - kein großer Schaden entstanden.
Was bedauerte Real Madrid?
Den notwendigen Verkauf, weil ein Talent es nicht schaffte.

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2. Royston Drenthe: Einst Fußballer und jetzt DJ – Von Feyenoord Rotterdam für €14m | 2007

Wer schon mal Fußball-Manager gespielt hat, wird diesen Spieler sicherlich kennen. Drenthe ist ein perfektes Beispiel für einen talentierten Fußballer, der seine Karriere durch eine schreckliche Haltung und unprofessionelles Verhalten ruiniert.

2007 wechselte der damals vielversprechende Spieler von Feyenoord zu Real Madrid – für eine Ablösesumme von 14 Millionen Euro. Im Alter von nur 20 Jahren gehörte er zu den besten jungen Spielern Europas. Die Fußball-Auguren sagten ihm eine großartige Karriere vorher.

In Madrid konnte er aber sein Können niemals unter Beweis stellen und so wurde er zu Hercules ausgeliehen, wo er sich zur „Persona non Grata“ entwickelte. In seiner Zeit in Hercules war er in diverse Verkehrsunfälle verwickelt, er nahm an einer Reality Show teil und verlängerte auch ein paar Mal seinen Urlaub  – ohne Erlaubnis des Klubs natürlich. Schon nach einem Jahr wurde er nach Everton ausgeliehen.

Als sein Vertrag bei den Königlichen auslief, wollte ihn verständlicherweise niemand in seinen Reihen haben. Ende 2017 gab er bekannt, dass er seine Fußballkarriere beenden wolle, um DJ zu werden – Viel Glück.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Riesig - ein Real Monsterflop auf allen Ebenen.
Was bedauerte Real Madrid?
Alles - den Kauf und den Verkauf, der keine Ablöse einbrachte.

1. Julien Faubert: Der merkwürdigste Transfer überhaupt – Von West Ham United für €1.5m | 2009

Um endlich wieder spanischer Meister zu werden, suchten die Königlichen 2009 verzweifelt nach Spielern, die ihre Mannschaft verstärken könnten. Als dann im Winter 2009 bekannt wurde, dass der Ersatzspieler von West Ham United Julien Faubert genau der Fußballer sei, nach dem Real suchte, um das Ziel zu erreichen, dachten viele, dass es sich um einen schlechten Scherz handeln würde.

Das war aber nicht der Fall und Faubert wechselte leihweise zu den Königlichen – für eine Leihgebühr von 1.5 Millionen Euro. Alles was dann später passierte, war wie eine schwarze Hollywood-Komödie.

Am Anfang seiner Zeit in Madrid verpasste er eine Trainigseinheit, weil er dachte, er hätte den Tag frei. Und als ob das nicht schon genug wäre, schlief er ein paar Tage später beim Spiel gegen Villarreal auf der Bank ein.

Der Transfer von Faubert gilt als Mutter und Symbol aller sinnfreien Rea-Transfers und als großer Flop. Im Nachhinein wollte niemand die Verantwortung für diese Dummheit übernehmen – weder das Trainerteam, noch das Management oder der Vorstand.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Sehr hoch. Sinnbild für alle unsinnigen Real-Transfers. Hochgradig Image schädigend.
Was bedauerte Real Madrid?
Alles - den Kauf und den Verkauf, der keine Ablöse einbrachte.


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