Premier League: Neil Warnock – Der Mann, der Liverpool hasst


„Wie, Clyne geht jetzt nach Bournemouth?“ Cardiff-Coach Neil Warnock hatte wohl keinen heißen Draht zum FC Liverpool…(Photo by Gareth Copley/Getty Images)

Neil Warnock (70) und der FC Liverpool. Irgendetwas muss da wohl schief gelaufen sein.

Obwohl der Trainer von Liga-Gegner Cardiff City nie als Coach oder als Profi bei einem der ärgsten Rivalen der ,,Reds“, Manchester United, FC Everton oder Leeds United, gespielt hat, verbindet den Wandervogel und den Klopp-Klub eine innige Abneigung.

Nicht erst vor dem Spiel gegen den Champions-League-Halbfinalisten am Ostersonntag macht Warnock aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Ausschlaggebend ist unter anderem in nicht finalisierter Transfer, der Warnock so auf die Zinne gebracht hat.

Neil Warnock, Trainer von Cardiff City, gilt nicht eben als Freund des FC Liverpool... (Photo by Mike Hewitt/Getty Images)

Warnock: ,,Ich habe alles richtig gemacht"

Nathaniel Clyne im Dress des FC Liverpool. (Photo by Alex Livesey/Getty Images)
Am 5. Januar 2019 scheitert der Transfer von Abwehrspieler Nathaniel Clyne.

Warnock hat dem Rechtsverteidiger 2008 als Coach von Crystal Palace zu seinem Profi-Debüt verholfen. Nun will er ihn zu Cardiff City holen. Aus Warnocks Sicht läuft alles korrekt.

,,Ich habe alles richtig gemacht, Liverpool hat mir zugesagt, dass Nathaniel in dieser Woche mein Spieler sein wird“, erklärt Warnock, immer noch aufgekratzt, der britischen Zeitung The Guardian.

Der englische Nationalspieler wechselt stattdessen auf Leihbasis zum Liga-Konkurrenten AFC Bournemouth.

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Warnock gegen Liverpool - Eine mehr als 15 Jahre alte Feindschaft...

Um dieses Spiel geht es: Verlor Liverpool am 5. Mai 2007 gegen Sheffields Abstiegskonkurrenten FC Fulham mit B-Elf und Null-Bock-Einstellung? Das sieht jedenfalls Neil Warnock bis heute so... (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Warnock ist jedenfalls sauer. ,,Ich habe nicht einmal einen Telefonanruf von Nathaniel oder vom FC Liverpool erhalten“, ärgert er sich. ,,Für mich ist das eine Schande und ein Zeichen von mangelnder Klasse“, schimpft der 70-Jährige weiter. 

Die Ursache, warum Warnock Liverpool hasst und warum die Fans in Anfield wohl auch von ihm nichts wissen wollen, liegt im Jahr 2003. Der Beginn einer kochenden Leidenschaft.

Im Halbfinale des Ligapokals mit den von ihm betreuten ,,Blades“ von Sheffield United gegen den FC Liverpool legt sich Warnock mit den Spielern und den Verantwortlichen der ,,Reds“ an. Er beschuldigt den ehrenhaften Schweizer Stéphane Henchoz, ihn auf dem Platz angespuckt zu haben. Sowohl der UEFA-Cup-Sieger von 2001 und Ex-HSV-Profi Henchoz als auch LFC-Trainer Gérard Houllier bestreiten dies vehement. Co-Trainer Phil Thompson gibt dem Mann mit der markanten Nase noch einen guten Rat: ,,Fuck off, Pinocchio“…

Warnock bleibt bei seiner Version und ärgert sich 2007 im Abstiegskampf der Premier League erneut über den 18-fachen englischen Fußballmeister. Gegen den Abstiegskonkurrenten FC Fulham setzt Liverpools spanischer Coach Rafael Benitez eine B-Mannschaft ein. Mit einem 1:0-Erfolg überflügelt Fulham Warnocks Team von Sheffield United. ,,Sie haben nicht mal die Reservemannschaft aufgestellt“, ätzt Warnock hinterher, ,,für sie ging es ja um nichts mehr.“

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