Skandal-Profi Joey Barton: Die wüste Spur eines Fußballstars…

Joey Barton an der Seitenlinie.
Joey Barton an der Seitenlinie. (Photo by Getty Images/Getty Images)

Oops, he did it again! Joey Barton hat wieder zugeschlagen. Das ewige Enfant terrible des englischen Fußballs ist wieder mal aktenkundig geworden. Sein Opfer dieses Mal: Ein Deutscher.

Passiert ist es diesmal im Spielertunnel. Am Rande der Partie Fleetwood Town gegen den FC Barnsley in der 3. englischen Liga (Football League One) soll es zu einer Handgreiflichkeit zwischen Fleetwood-Coach Joey Barton und Barnsleys deutschem Trainer Daniel Stendel gekommen sein.

Der frühere Bundesliga-Trainer von Hannover 96 ist dabei offensichtlich einer Revanche von Barton zum Opfer gefallen, hatten sich die beiden doch zuvor eine wüste verbale Auseinandersetzung am Spielfeldrand geliefert.

Englische Schimpfwörter ohne Hannoveraner Übersetzung… Es ist nicht das erste Mal, dass Barton verhaltensauffällig wird.

Joey Barton im Dress von Manchester City.

Joey Barton: Skandale pflastern seinen Weg...

Dieser Typ ist nicht zu fassen: Joey Barton (2. v. r.) sieht im denkwürdigen Premier-League-Finale am 13. Mai 2012 mit Manchester City gegen die Queens Park Rangers (3:2) Rot. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)
Einfach abhaken lässt sich der neuerliche Vorfall nicht. Barton hat Stendel wohl ziemlich hart getroffen.

Wie die britische Zeitung Daily Mail am Montag berichtet, muss sich Stendel einer zahnmedizinischen Not-OP unterziehen. Er soll Augenzeugenberichten zufolge von Barton einen Tritt in den Rücken erhalten haben und dann mit dem Kopf an einen Metallpfosten im Spielertunnel geprallt sein.

Die Yorkshire Police hat Barton in Gewahrsam genommen. Keine neue Situation für den ehemaligen englischen Nationalspieler.

Die Laufbahn des gebürtigen Liverpoolers, der den Brasilianer Thiago Silva von PSG einst einen ,,übergewichtigen Ladyboy“ geschimpft hat, ist von Skandalen und Kontroversen nur so gepflastert.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Genug von der Barton-Folklore: ,,Du bist widerlich"

Joey Barton in seiner letzten Saison beim FC Burnley: Auch bei den eigenen Mitspielern macht der Skandalprofi nicht halt... (Photo by Nigel Roddis/Getty Images)

Die Details aus dem ,,Schwarzbuch“ Bartons muten bizarr an und sie wollen in die durchgestylte Welt des modernen Profifußballs auf der Insel mit Instagram-Followern als Zweitwährung nicht so recht passen.

Wohl auch deshalb coacht Barton nur drittklassig. So Einer ist eben schwer vermittelbar. Und irgendwann hat auch keiner mehr Bock. Zwar ist die Skandal-Akte Barton in England ein offenes Buch, aber leichter macht das die Dinge für den Bad Boy im Trainergeschäft auch nicht.

An ihm verzweifeln sämtliche Anti-Stress-Therapeuten! Die 1. Suspendierung gibt es 2007, bei Manchester City. Barton schlägt seinen eigenen Mitspieler Ousmane Dabo krankenhausreif – und fliegt raus. Ähnliche Vorkommnisse um ihn werden wenig später auch bei Newcastle United gemeldet. Im Dezember 2007 geht es für Barton endlich auch mal ins Gefängnis. Nachdem er zusammen mit 2 weiteren Beteiligten in Liverpool einen Passanten vermöbelt hat, landet Barton für 74 Tage in Untersuchungshaft. Wenig später outet sich Barton als Alkoholiker, bei seiner Rückkehr auf den Rasen mit den ,,Magpies“ 2008 beim FC Arsenal wird er von den Londoner Zuschauern konstant ausgebuht. Dass sein Ex-Verein Manchester City am letzten Spieltag der Saison gegen seinen Klub Queens Park Rangers englischer Meister werden kann, scheint Barton derart zu wurmen, dass er erst Carlos Tevez verprügeln will – Insider wissen, dass das ein Brett ist – und dann nach einer Kopfnuss gegen den Ex-Hamburger Vincent Kompany mit Rot vom Platz fliegt. Das bringt ihm eine Sperre von 12 Liga-Spielen ein.

Joey Barton – das ist das volle Programm der bösen Buben in der Premier League. Er bekennt, spielsüchtig zu sein, setzt sich über das geltende Wettverbot für Fußballprofis hinweg und zockt zwischen 2006 und 2016 auf gut 1.260 Spiele. Seine daraus resultierende 18-Monate-Sperre wird im Juli 2017 reduziert. Ab 2018 ist Barton wieder back in Business. Geändert hat er sich offensichtlich nicht die Bohne. ,,„Es ist ekelhaft, dass Fleetwood einen Trainer hat, der einen anderen Coach im Spielertunnel physisch angreifen kann, was dazu führt, dass unserem Trainer das Blut aus dem Gesicht fließt“, hat Barnsley-Stürmer Cauley Woodrow (24) nach dem Angriff auf seinen Trainer kein Verständnis für die Barton-Folklore, „Leute wie du verdienen keinen Platz im Fußball, du bist widerlich.“

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