Englische Medien: Chelsea steht zum Verkauf – für einen Milliarden-Preis


Chelsea steht zum Verkauf. Was bereits unmittelbar nach dem Ende der Saison 2017/18 und der verpassten Champions League rund um den FC Chelsea das heißeste Gerücht in London war, scheint nun konkret zu werden.

Nach 15 Jahren will Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch den Verein veräußern. Britischen Medienberichten zufolge hat der russische Öl-Milliardär eine Bank mit der Käufersuche beauftragt. Die Blues stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Roman Abramowitsch will den FC Chelsea verkaufen - in Teilen oder ganz. Foto: Getty Images
Roman Abramowitsch will den FC Chelsea verkaufen - in Teilen oder ganz. Foto: Getty Images

Gibt es den größten Deal der Fußball-Geschichte?

Roman Abramowitsch mit Andrea Pirlo. Foto: Getty Images
Roman Abramowitsch mit Andrea Pirlo. Foto: Getty Images

Diese Bilder gehören seit 15 Jahren zu Chelsea-TV-Übertragungen wie Uli Hoeneß im rot-weißen Bayern-Schal auf der Tribüne. Chelsea spielt, trifft und oben in der Ehrenloge sitzt Eigentümer Roman Abramowitsch (51) mit entwaffnendem Dackelblick – und applaudiert fast beschämt seinen Stars.

Damit könnte es bald vorbei sein. Wie die Zeitung The Independent berichtet, hat der russische Klubbesitzer des 5-fachen Premier-League-Meisters (alle Wetten zur englischen Premier League) die New Yorker Bank The Raine Group als Käufer-Scout für den Verein eingesetzt.

Der Zeitung zufolge will der Oligarch eine Minderheit an seinen Anteilen abstoßen. Andere Quellen, etwa das Boulevardblatt Metrooder The Sunday Times sprechen von einem Komplettverkauf.

Für eine rekordverdächtige Summe von mehr als 2,5 Mrd. € solll Abramowitsch bereit sein, sein Milliardärs-Spielzeug zu veräußern.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Chelsea und der Erfolg - das gehörte zusammen

München, 19. Mai 2012: Die Krönung für den FC Chelsea und Eigentümer Roman Abramowitsch – Champions-League-Sieger gegen den gastgebenden FC Bayern…Foto: Getty Images
München, 19. Mai 2012: Die Krönung für den FC Chelsea und Eigentümer Roman Abramowitsch – Champions-League-Sieger gegen den gastgebenden FC Bayern…Foto: Getty Images

Chelsea und der Erfolg gehörten unter Abramowitsch zusammen – genau wie die Spiel-Übertragungen und der Schwenk auf die Ehrentribüne. Mehr als 7 Mrd. € investierte der scheue Russe ab 2003 in den Verein. Die gigantische Ausbeute: 16 nationale und internationale Titel. Nicht schlecht für einen Klub, dem Kritiker oft vorwerfen „no history“, keine Geschichte zu haben.

In der Ära Abramowitsch stieß Chelsea in die exklusive Reihe der Klubs vor, die alle 3 Europapokale gewinnen konnten. Dem Triumph in der Champions League 2012 in München folgte ein Jahr später in Amsterdam der Erfolg in der Europa League.

Den Pokalsieger-Cup hatte die Mannschaft aus dem Londoner Südwesten 1998, ein Jahr vor der Einstellung des Wettbewerbs gegen den VfB Stuttgart (1:0) gewonnen.

Empfohlene Wette: Chelsea wird englischer Meister 2018/2019 @ 11.00

Aus dem operativen Geschäft hielt sich der oft leger daher kommende Mann in London weitgehend heraus. Dafür engagierte er Star-Trainer wie den Exzentriker José Mourinho, Carlo Ancelotti oder Luiz Felipe Scolari.

Am Saisonende 2017/2018 war Abramowitsch nicht in Wembley beim FA-Cup-Erfolg im Finale gegen Manchester United (1:0) gesichtet worden. Dass er zudem Anfang Juni die Pläne für einen Stadion-Neubau an der Stamford Bridge ad acta legte, wurde auf der Insel als weiteres Indiz für seine Amtsmüdigkeit gewertet.

Abramowitsch-Sprecher: „Alles Markt-Spekulation“

Roman Abramowitsch mit Didier Drogba (Photo by Clive Mason/Getty Images)
Roman Abramowitsch mit Didier Drogba (Photo by Clive Mason/Getty Images)

Wie geht es weiter an der Bridge? Als „Marktspekulationen“ bezeichnete ein Abramowitsch-Sprecher gegenüber der Agentur Reuters die Gerüchte um den Verkauf.

Ein Ausstieg würde den Klub zumindest kurzfristig nicht unter finanziellen Druck bringen.

Einen Hinweis darauf, dass Roman Abramowitsch nicht vorhat, London zu verlassen, scheint die Zeitung Daily Express ausgemacht zu haben.

Abramowitsch leistete sich an der Themse ein neues Penthouse. Für 35 Mio. €.

Doch das muss nichts bedeuten

Was will er mit Chelsea jetzt tun? Foto: Getty Images
Was will er mit Chelsea jetzt tun? Foto: Getty Images

Doch das muss ja in Sachen Chelsea London nichts bedeuten. Es kann ja auch einfach eine Immobilienspekulation sein.

Oder aber Abramowitsch will in London bleiben, aber sich eben nicht mehr um Chelsea London kümmern.

Als Privatmann lebt es sich in London auch nicht schlecht.

An eine Rückkehr nach Russland denkt der Oligarch eher nicht.

News zur Premier League

 

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