Ex-BVB-Star: Situation für Trainer Lucien Favre ist ,,ekelig“


Neven Subotic sucht einen neuen Verein.
Neven Subotic suchte einen neuen Verein - und wurde bei Union Berlin fündig. (Photo by Ian Walton/Getty Images)

Er kennt Borussia Dortmund und er weiß, wie man den BVB schlägt. Neven Subotic (30) vom 1. FC Union Berlin hat seinen Ex-Klub in dieser Saison mit den ,,Eisernen“ schon bezwungen.

Das 2. Gastspiel der westfälischen Borussia in Berlin in dieser Saison hat sich der Ex-Dortmunder am Samstag genau angeschaut. Für den Serben ist das 2:1 (2:1) des BVB bei Hertha BSC, wie für viele andere Experten auch, nur ein erster Schritt.

In der seit Wochen schwelenden Trainerdiskussion bei Borussia Dortmund findet Subotic am Sonntag klare Worte. Er wirbt für Vertrauen für den angeschlagenen Coach Lucien Favre (62).

Subotic spricht sich dafür aus, weiterhin auf den Schweizer zu setzen. Mit dem Hintergrund, den Verein vor Unruhe zu schützen.

Neven Subotic 1. FC Köln
Neven Subotic, hier im Dress des 1. FC Köln, ist in Dortmund auf ewig ein Fan-Liebling. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Subotic: Nicht wieder ein verlorenes Jahr für den BVB...

1899 Hoffenheim und der spätere kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric stürmten am letzten Spieltag 2017/2018 mit einem 3:1 im direkten Duell gegen Borussia Dortmund in die Champions League.
1899 Hoffenheim und der spätere kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric stürmten am letzten Spieltag 2017/2018 mit einem 3:1 im direkten Duell gegen Borussia Dortmund in die Champions League. (Photo by Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images)
Turbulente Zeiten kennt Neven Subotic aus seiner eigenen Zeit bei Borussia Dortmund.

In der TV-Sendung ,,Doppelpass“ bei SPORT1 erinnert er sich am Sonntag an die Saison 2017/2018, als auf Peter Bosz nach nur 5 Monaten Peter Stöger und im folgenden Sommer Lucien Favre kamen.

„Noch ein Wechsel, noch ein Wechsel und im Sommer kommt dann der 3. Trainer. Das ist für die Mannschaft super frustrierend“, so Subotic. Zwar habe man damals die Saison noch retten können, wirklich erfolgreich war der BVB in der letzten Spielzeit vor Favres Amtsantritt aber nicht.

Genauer gesagt: Mit Platz 4 und nur dank der besseren Tordifferenz am Ende vor Bayer 04 Leverkusen kann man sich in Dortmund mit dem Endergebnis aus 2017/2018 nicht zufrieden geben.

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Reporter-Legende glaubt an das Ende für Favre

Hertha BSC BVB Lucien Favre
Auch der Monsieur kann wieder lachen: Lucien Favre nach dem Spiel Hertha BSC gegen Borussia Dortmund (1:2) am 30. November 2019. Foto: Imago Images / Matthias Koch

Ein Favre-Rauswurf, so ist Neven Subotic sicher, würde aber genau diese Gefahr mit sich bringen. Der Schweizer hat vom BVB wohl 2 Spiele Frist erhalten -in Barcelona (1:3) in der Champions League und in der Bundesliga bei Hertha BSC (2:1).

Das Fachmagazin Kicker sieht am Montag klar: ,,Das Team spielte in Berlin nicht so, als strebe es einen Trainerwechsel an.“ Michael Zorc: ,,Die Mannschaft hat verstanden, dass es nur geht, wenn alle brutal zusammenstehen, wenn einer für den anderen da ist und sich alle gegenseitig helfen.“ Von diesem 2:1 in Berlin kann eine Signalwirkung ausgehen. Aber nur dann, wenn die BVB-Elf, die als Titelfavorit in die Saison gestartet ist, auch gegen Fortuna Düsseldorf so auftrumpft wie in der ersten Halbzeit in Berlin. So wäre dann auch die Saison zu retten – unabhängig davon, ob man in der Champions League am letzten Spieltag einen Punkt mehr als Inter Mailand holt und noch weiterkommt.

„Ich hätte es sehr ungern für den Verein, dass es wieder so ein verlorenes Jahr ist, wo man zu zurückblickt und denkt: War okay. Mit den Investitionen, die Dortmund tätigt, kannst du dir eigentlich so ein Jahr nicht leisten“, glaubt Neven Subotic.

Ein Rauswurf würde laut Subotic nämlich nicht zwangsläufig Besserung versprechen: „Mit jeder Trainer-Veränderung ändert sich ein Teil des Vereins und man muss hoffen, dass das greift. Das kann seine Zeit dauern.“ Experte Marcel Reif (70) glaubt indes nicht an ein gutes Ende der ,,Mission Favre“ beim BVB. ,,Wenn du ihn gestern gesehen hast“, so der ehemalige Sky-Chefkommentator bei SPORT1, ,,er steht so massiv unter Druck. Er ist ja nicht blind. Das ist eine Geschichte, die nicht gut enden kann.“

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