FC Bayern: Abschied von Superstar Arjen Robben bringt neue Ära


Seit Sonntagabend steht es fest: Superstar Arjen Robben (34) wird den FC Bayern München im nächsten Sommer nach 10 erfolgreichen Jahren verlassen. Das hat der Niederländer gegenüber Omnisport bestätigt. Über diesen Schritt wird in München ohnehin seit Monaten spekuliert. Das Ende von „Robbery“, wie Robben und sein kongenialer Partner auf dem Flügel, Franck Ribéry (35), genannt werden, birgt für den Rekordmeister die Chance auf eine neue Ära.

Erinnern Sie sich noch an den Wechsel von Arjen Robben am 28. August 2009 von Real Madrid zum FC Bayern München?

25 Millionen Euro bezahlen die Münchner für den niederländischen Flügelstürmer an die „Königlichen“. Robben ist bei Real nie wirklich angekommen. 13 Tore in 65 Pflichtspielen hat der Niederländer für die Madrilenen erzielt – weniger als bei seinen vorangehenden Profi-Stationen FC Chelsea (19) und PSV Eindhoven (21), wo er allerdings auch häufiger eingesetzt wird.

Beim FC Bayern führt sich der bei Real Madrid durch die kalte Küche verabschiedete Star – Robben ist erst 2007 von London in die spanische Hauptstadt gewechselt – bestens ein.

Nur einen Tag nach seiner Verpflichtung trifft er beim Bundesliga-Debüt gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg (3:0) direkt 2-mal. BILD-Kolumnist Franz Josef Wagner, ohnehin im Verdacht, ein Bewunderer der Bayern zu sein, will ab sofort die Bundesliga-Geschichte in die Zeit vor und nach Robben neu einteilen. Steile These!

Arjen Robben wird den FC Bayern München am Saisonende verlassen. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Aber: Mit der Verpflichtung von Robben leiten die Münchner nach der schmachvollen Vizemeisterschaft gegen den bis dahin als No-Name-Klub firmierenden VfL Wolfsburg eine Investitionsoffensive ein. Im Juli 2009 haben sie für Stürmer Mario Gomez 30 Mio. Euro an den VfB Stuttgart bezahlt. Die Dienste von Anatoliy Timoschtschuk vom UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg – 2008 Bayern-Bezwinger im Halbfinale – lassen sie sich in München 11 Mio. Euro kosten.

Robben wird bester Torschütze, Bayern holt das Double 2010

Der Beginn einer neuen Ära: Arjen Robben schießt sich mit zwei Toren gegen den VfL Wolfsburg in die Herzen der Bayern-Fans und beeindruckt auch neutrale Anhänger. (Photo by Bongarts/Getty Images)

Ein Jahr später ist die alte Ordnung wiederhergestellt. Der FC Bayern thront mit 5 Punkten Vorsprung am Saisonende vor Schalke 04 wieder auf Rang eins.

Louis van Gaal wird der erste Meistertrainer in der Bundesliga, der aus den Niederlanden kommt. Der „Tulpen-General“, immer streitbar in München, aber nie erfolglos, führt den FC Bayern 2010 zum „Double“ – 4:0 im Pokalfinale gegen Werder Bremen. Gemäß van Gaals Devise „Tod oder Gladiolen“ stürmt sein Team trotz drohendem Vorrunden-Aus in der Champions League nach einem 4:1 über Juventus Turin bis ins Finale der Königsklasse. Dort muss man sich Inter Mailand mit 0:2 geschlagen geben.

Aber: Robben kommt in seinem Premierenjahr auf 16 Bundesliga-Tore und 7 Assists, wird teamintern bester Torschütze.

Um den Vize-Weltmeister von 2010 bauen die Bayern auch nach dem „Vize-Triple“ von 2012, als sie zuerst die Meisterschaft bei Borussia Dortmund belassen müssen, dann vom BVB im DFB-Pokalfinale in Berlin mit 2:5 gedemütigt werden und schließlich im Elfmeterdrama im „Finale dahoam“ im eigenen Stadion gegen den FC Chelsea auch noch die Champions League verspielen.

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Die Investitions-Offensive 2012 bringt der Liga die „Rekord-Bayern“

Nach zwei vergeblichen Anläufen 2010 und 2012 holt Arjen Robben mit dem FC Bayern 2013 gegen den BVB die Champions League. (Photo by Alex Grimm/Getty Images)

91 Punkte – damit verbessern die Bayern die von Borussia Dortmund erst eine Saison zuvor aufgestellte Bestmarke von 81 Zählern am Ende der Saison 2012/2013.

Im letzten Jahr vor der Verpflichtung von Pep Guardiola (47) als neuem Trainer und zum Abschied von „Don“ Jupp Heynckes wird Javi Martinez von Athletic Bilbao mit 40 Mio. Euro Ablöse neuer Rekord-Zugang in der Bundesliga. Damit überholt der Spanier Franck Ribéry, der 2007 für 30 Mio. Euro von Olympique Marseille losgeeist wird. Mario Mandzukic vom Liga-Konkurrenten VfL Wolfsburg (11 Mio. Euro Ablöse) und Dante von Borussia Mönchengladbach komplettieren das Münchner Star-Ensemble, das seitdem trotz einiger personeller Änderungen die Liga beherrscht. Neben der Meisterschaft 2013 – der bis dahin frühesten in der Bundesliga-Geschichte – holen sich die Münchner auch den DFB-Pokal und die Champions League im inner-deutschen Finale gegen Borussia Dortmund.

Die kommende Saison kann – glaubt man den Ankündigungen der Bayern-Bosse – eine neue Investitionsoffensive bringen. Zwar haben Uli Hoeneß und Co. („Das war’s noch nicht mit dieser Saison“) auf der Jahreshauptversammlung am Wochenende die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben, aber die Zeichen stehen beim FC Bayern längst auf Umbruch.

„Das ist mein letztes Jahr beim FC Bayern. Es waren zehn wundervolle Jahre. Und dann ist es auch gut“, so hat Arjen Robben am Sonntag seinen Abschied verkündet. Auch bei Ribéry dürfte im Sommer das Kapitel FC Bayern geschlossen werden. Dann gilt nach einem Übergangsjahr und möglicherweise einem Jahr ohne Meistertitel die bei so manchem Konkurrenten gefürchtete Devise: „Das Imperium schlägt zurück.“

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