FC Bayern: Europameister Steffen Freund kritisiert Hoeneß

Seine größten fußballerischen Erfolge mit Borussia Dortmund hat Steffen Freund (48) in München gefeiert. Im Olympiastadion wird er 1996 mit dem BVB Meister und 1997 im Finale gegen Juventus Turin Champions-League-Sieger. Als TV-Experte attackiert der Europameister nun Bayern-Boss Uli Hoeneß.

Die Bilder von einem angeschlagen wirkenden Uli Hoeneß (66), der sich bei der Jahre-Hauptversammlung des FC Bayern München einer Menge an Kritik ausgesetzt sieht, beschäftigen Fußball-Deutschland.

Vor allem die 11-minütige Rede von Bayern-Fan und Mitglied Johannes Bachmayr, der Hoeneß indirekt Vetternwirtschaft und Mangel an Selbstkritik unterstellt hat und u. a. die Geschäftsverbindungen des FC Bayern nach Katar gerügt hat, macht dem Weltmeister von 1974 zu schaffen.

„Ich werde in aller Ruhe die nächsten Wochen und Monate beobachten, wie sich das alles entwickelt, werde mir viele Gedanken machen und entscheiden, was ich will und was nicht“, wird Hoeneß am Dienstag bei SPORT1.de zitiert, „dieser Abend geht nicht spurlos an einem vorüber und man kann nicht zur Tagesordnung übergehen.“

Steffen Freund als TV-Experte. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Steffen Freund: „Uli Hoeneß muss ruhiger werden“

Rudi Völler hat sich auf die Seite der Bayern-Bosse um Uli Hoeneß (r.) geschlagen. (Photo: Bongarts/Getty Images)
Hier setzt auch Steffen Freund an. In der TV-Sendung 100 % Bundesliga bei NITRO kritisiert auch der ehemalige Nationalspieler nun Uli Hoeneß.

Steffen Freund über Uli Hoeneß und den FC Bayern München: „Die Selbstkritik, die Uli Hoeneß einfordert vom Trainer und von den Spielern, die müsste er selbst auch ein-, zweimal zeigen.“

Zuletzt haben sich die Bayern-Verantwortlichen arg dünnhäutig gegeben – insbesondere bei ihrer bereits als legendär geltenden Medienschelte im Oktober. Mehr Selbstkritik von Hoeneß sei vonnöten, ist Steffen Freund sicher.

„Einfach um den Fans und den Menschen das Gefühl zu geben, er versteht ihre Probleme, und was sie wollen. Das waren ja Mitglieder und Fans, die gesprochen haben“, so seine Einschätzung bei 100 % Bundesliga.

Für die Zukunft des FC Bayern, so der Europameister von 1996 weiter, „wäre es wichtig, dass Uli Hoeneß spürt, dass er ruhiger werden muss.“

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Revier-Derby: Freund sieht Schalke als möglichen, ersten BVB-Bezwinger

Steffen Freund in der Saison 1992/93 im Dress des FC Schalke 04, hier mit Bruno Labbadia vom FC Bayern München. (Photo by Henning Bangen/Bongarts/Getty Images)

Das Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund am kommenden Samstag hat Steffen Freund in der Sendung ebenfalls unter die Lupe genommen.

Der gebürtige Brandenburger spielt zwischen 1991 und 1998 für beide Revierklubs. Seine weiteren Profi-Stationen sind später Tottenham Hotspur, der 1. FC Kaiserslautern und Leicester City.

Der 21-fache deutsche Nationalspieler zum Revier-Klassiker: „Schalke 04 wird vielleicht dieses Jahr die erste Mannschaft sein, die Borussia Dortmund schlägt.“

Für diese Annahme nennt Steffen Freund Gründe: „Und warum? Bester Auftritt der Saison von Schalke war am in Hoffenheim! Da hat vieles gut geklappt. Dazu gehört auch das Abwehrpressing auf engstem Raum, und sie schaffen Überzahl. Das ist eine Qualität, die Schalke mal wieder richtig gut über 90 Minuten gezeigt hat. Dann offensives, schnelles Umschalten.“

Freund ist bei Schalke sicher: „Noch etwas mehr Effektivität und dann werden sie Borussia Dortmund schlagen.“ Im letzten Jahr hat der BVB keines der beiden Spiele gegen den Erzrivalen aus Gelsenkichen gewinnen können.

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