Steakgate-Affäre: Bobic kontert Bayern-Star Franck Ribéry


Die „Steakgate“-Affäre um Bayern Münchens Star Franck Ribéry (35) beschäftigt die Fußball-Bundesliga. Nun hat Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic (47) deutliche Worte an den Franzosen gerichtet, der einen unfassbaren Wutausbruch bei Twitter hinlegte.

Der FC Bayern München hat Franck Ribéry nach seinem Online-Rundumschlag gegen Fans und Kritiker in übler Fäkaliensprache als „Antwort“ auf den Verzehr eines 1.200 Euro teuren und mit Blattgold verzierten Steaks mit einer Geldstrafe belegt.

Das ist das Mindest-Strafmaß, das der deutsche Rekordmeister dem streitbaren Franzosen aufbrummen konnte (Ligalive.net berichtete).

Eine Suspendierung des Vize-Weltmeisters von 2006 steht bei den Bayern, die derzeit im Winter-Trainingslager in Katar weilen, nicht im Raum. Gesprächsstoff bietet Ribérys „Steak-Gate“-Affäre allemal. Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, hat sich gegenüber mehreren Zeitungen ebenso klar positioniert wie Stefan Effenberg bei T-Online.

Frankfurt Streich
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat eine klare Meinung zum Eklat in Freiburg. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)
War das der Stein des Anstoßes?

Bobic gegen Bayern, die Zweite…

Am 7. Januar 2019 zeigt sich Franck Ribéry im Winter-Trainingslager des FC Bayern München in Doha wieder obenauf...
Am 7. Januar 2019 zeigt sich Franck Ribéry im Winter-Trainingslager des FC Bayern München in Doha wieder obenauf... (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Der Europameister von 1996 in gegenüber der VRM-Mediengruppe: „Ich hätte wahrscheinlich gesagt: Was bist du denn für ein Vollidiot?“

Bobic gegenüber den VRM-Blättern Allgemeine Zeitung Mainz, Wiesbadener Kurier und Darmstädter Echo: „Ich gehe davon aus, dass die Bayern auch so in etwa mit ihm gesprochen haben.“

Der „Mann des Jahres“ 2018, der Eintracht Frankfurt mit dem jetzigen Bayern-Trainer Niko Kovac (47) als Sportdirektor zum DFB-Pokalsieg und damit zum ersten Titel seit 1988 geführt hat, zeigte im April auch bei der unglücklich kommunizierten Verpflichtung Kovacs durch den FC Bayern klare Kante gegenüber dem Branchenriesen.

„Dass Informationen innerhalb kürzester Zeit nach außen geflossen sind – und das sicherlich nicht aus Frankfurt – ist sehr ärgerlich, unprofessionell und respektlos“, kritisiert Bobic damals das Kommunikations-Desaster rund um den Trainerwechsel.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Effenberg und Wiese: Rätsel um Ribéry-Geldstrafe

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Stefan Effenberg führte den FC Bayern 2001 zum Champions-Leaegue-Titel. (Photo by Peter Schatz/Bongarts/Getty Images)

Die „Goldsteak-Affäre“ um Franck Ribéry hat aber auch andere Kritiker auf den Plan gerufen.

Bayern-Legende Stefan Effenberg (50) hat in einer T-Online-Kolumne am Montag „mehr Transparenz“ von seinem ehemaligen Klub eingefordert.

„Das Strafmaß ist angemessen“, schreibt Effenberg, „das Problem ist, dass niemand kommuniziert, wie hoch diese Geldstrafe wirklich ist – und wohin das Geld geht. An den FC Bayern oder an einen gemeinnützigen Zweck?“ Der „Cheffe“, der die Münchner 2001 zum Champions-League-Triumph geführt hat und selbst kein Kind von Traurigkeit war, zeigt aber auch Verständnis für die Ausraster des Monsieur Ribéry: „Wer jetzt seine Suspendierung oder seinen Rauswurf fordert, hat nie selbst professionell Fußball gespielt.“

Tim Wiese (37), Torhüter-Legende von Werder Bremen, glaubt gar, dass Ribéry von den Bayern gar nicht zur Kasse gebeten wird. Der WM-Dritte von 2010 gegenüber dem Portal meinwerder.de: „Ich musste meine Geldstrafen nie bezahlen. Wie das bei Bayern ist, weiß ich nicht. Vorstellen kann ich mir aber nicht, dass Ribéry zahlen muss.“

Ribérys Wortwahl war wohl alles andere als Gourmet mäßig...

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