FC Bayern: Bosse winden sich weiter – Kein glasklares Bekenntnis zu Niko Kovac


Karl-Heinz Rummenigge erklärt in Augsburg Matthias Sammer, wie er die Fußballwelt sieht... (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Niko Kovac (47) gewinnt mit dem FC Bayern München das Double und muss trotzdem gehen – dieses Szenario für den Coach haben Spox.com und Goal.com schon vor einer Woche, vor dem Meisterfinale in der Bundesliga, gezeichnet.

Ligalive.net hat in München nachgehakt. ,,Es wird so kommen“, so die Antwort von Spox-Chefredakteur Jochen Volkmar. Das Portal hat sich auf verschiedene, Frankfurter Quellen und vereinsnahe Informanten aus dem Umfeld des FC Bayern berufen.

Die Münchner dementieren umgehend. ,,Das ist eine absolute Ente, eine solche Vereinbarung gibt es nicht“, kontert Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge noch am Freitag und unmittelbar vor dem Titelgewinn mit dem 5:1 gegen Kovacs Ex-Klub Eintracht Frankfurt.

Dennoch hat es der FC Bayern am vergangenen Samstag vermieden, dem Trainer explizit das Vertrauen auszusprechen. ,,Ich bin absolut überzeugt, dass es weitergeht“, geht Kovac nach seiner ersten Deutschen Meisterschaft als Trainer in die verbale Offensive, ,,ich habe Informationen aus 1. Hand.“

Hoffentlich hat es geschmeckt: Die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge (2. v. l.) und Uli Hoeneß mit RBL-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (m.) auf der Ehrentribüne der Red Bull Arena in Leipzig. Bundestrainer Joachim Löw (l.) war beim vorangegangenen Mittagessen in der Leipziger City nicht mit am Tisch... (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Kovac hat Erfolg, aber wohl nur wenig Rückhalt

Gibst du mir die Schale auch mal? Niko Kovac und Franck Ribéry feiern Bayerns Meisterschaft 2019.
Gibst du mir die Schale auch mal? Niko Kovac und Franck Ribéry feiern Bayerns Meisterschaft 2019. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Nun mag es sein, wie es will – die Bayern-Verantwortlichen haben auch am Freitag vor dem Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig ein glasklares Bekenntnis zum Meister-Kovac vermieden.

Stattdessen gibt es heile Welt made by FC Bayern. ,,Es hat doch niemand infrage gestellt, dass er nächste Saison noch unser Trainer ist“, macht Rummenigge am Freitag auf einer Veranstaltung der in Berlin ansässigen BILD-Zeitung in Unschuld.

Kovac ist es trotz zwischenzeitlich neun Zählern Rückstand auf Borussia Dortmund gelungen, die Münchner noch zum 7. Meistertitel in Folge zu führen. Gegen RB Leipzig, das erstmals in einem DFB-Pokalfinale steht, kann der stets kritisch beäugte Coach zum 2. Mal nacheinander den Pokal gewinnen. Im Vorjahr ist ihm das mit Eintracht Frankfurt eben gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber FC Bayern München (3:1) gelungen.

Trotzdem bleiben Zweifel. Rummenigge betont zwar immer wieder, dass ,,man kein Problem miteinander“ habe und dass ,,alles unkompliziert“ sei.

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Rummenigge: ,,Unverantwortlich und verrückt"

Verabschiedet sich Niko Kovac wie im letzten Jahr bei Eintracht Frankfurt wieder mit dem Pokalsieg von einem Klub? (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

,,Es ist unverantwortlich und verrückt, die Zukunft von einem Spiel abhängig zu machen“, legt Rummenigge nach.

Nein, ,,verrückt und unverantwortlich“ ist das, was die Bayern-Verantwortlichen in einer von ihrer Seite aus komplett uneinheitlich bestrittenen Saison mit der ,,Presse-Beschimpfungskonferenz“ im Oktober als absolutem Tiefpunkt seit Wochen tun. In diesen Saison entscheidenden Wochen muss ein Verein wie der FC Bayern in der Lage sein, seinen Trainer zu stützen und ein klares Bekenntnis abzugeben. Ohne Wenn und Aber.

Stattdessen hält man sich wohl alle Optionen offen. Die Aussage von Kalle Rummenigge, ,,dass man sich nach der Saison zusammensetzen und die Situation analysieren“ will, spricht dafür.

Kovac selbst will auf der Pressekonferenz in Berlin zum Pokalfinale am Freitag keine Stellung beziehen: ,,Das ist deplaziert und sekundär.“ ter von 1990.

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