FC Bayern und der „Fall Breitner“: Rudi Völler schaltet sich ein


Die Woche begann beim FC Bayern München mit einer vermeldeten Verbannung von Fußball-Legende Paul Breitner (67) von der Ehrentribüne. Der Weltmeister von 1974 hat zuvor deutliche Kritik an der Medien-Schelte der Bayern-Bosse im Oktober geübt. Jetzt hat sich mit Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler (58) ein Protagonist aus der Fußball-Bundesliga auf die Seite des Rekordmeisters gestellt.  

Die BILD-Zeitung vermeldet am Montag, dass für Fußball-Idol Paul Breitner auf der Ehrentribüne des FC Bayern München in der Allianz Arena angeblich kein Platz mehr ist. „Hoeneß will Breitner nicht mehr sehen“, lautet die dazugehörige Schlagzeile (Ligalive.net berichtete)

Vor dem Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon (5:1) und mit Blick auf die nach wie vor angespannte sportliche Lage beim Liga-Primus sicherlich alles andere als eine positive Meldung vorab.

Nun hat sich mit Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler (58) ein Protagonist der Fußball-Bundesliga in den Bayern-Zoff eingeklinkt. Das berichtet BILD am SONNTAG.

Rudi Völler hat sich auf die Seite der Bayern-Bosse um Uli Hoeneß (r.) geschlagen. (Photo: Bongarts/Getty Images)

Rudi Völler: „Im Fall Breitner bin ich auf Hoeneß‘ Seite!“

Ging Paul Breitner als Kolumnist mit seiner Kritik zu weit? (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Rudi Völler hat in einem längeren BILD am SONNTAG-Interview (aktuelle Ausgabe) klar Stellung zum „Tribünen-Streit“ um Fußball-Legende Paul Breitner bezogen.

Eine „Aussperrrung“ einer Leverkusener Legende, etwa Reiner Calmund (70) schließt Völler in einem ähnlichen Fall aus.

„Nein, das sicher nicht“, sagt Völler auf die Frage, ob so etwas auch bei Bayer möglich wäre. Calmund gilt seit seinem Rückzug im Jahr 2004 auch als Kritiker des Werksklubs und nimmt bei seinen wortgewaltigen Analysen, u. a. bei Sky, selten ein Blatt vor den Mund…

Dann ergreift er Partei für die Bayern-Bosse, die in den letzten Wochen fast dauerhaft in der Kritik stehen. „Trotzdem sage ich Ihnen ganz ehrlich, dass ich in diesem Fall auf der Seite von Uli Hoeneß bin“, so Rudi Völler, „bei aller Wertschätzung für seine Leistungen als Spieler hat Paul Breitner in den 80er-, 90er-Jahren als Zeitungskolumnist so viele Leute verletzt – das war mitunter menschenverachtend.“

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Breitner „nicht die moralische Instanz“

Ende einer Männerfreundschaft? Paul Breitner (r.) und Uli Hoeneß. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Breitner hat sich als „bezahlter Kritiker“ unter anderem bei RAN – SAT 1-Fußball und auch bei BILD am SONNTAG einen Namen gemacht – sich rund um den FC Bayern aber sicherlich nicht nur Freunde gemacht.

„Ein bezahlter Kritiker, das kann ich nicht ernst nehmen“, sagt Bayerns Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld einmal über Breitner.

„Ich kann den Uli verstehen, dass er gerade den Paul nicht als moralische Instanz akzeptiert“, so Völler weiter, „dass die Pressekonferenz keine Meisterleistung gewesen ist, wissen Uli und Kalle doch selbst, das würden sie in dieser Form sicher nicht mehr machen.“

Dass mit der Installation von Ex-Nationalspieler Simon Rolfes bei Bayer 04 Leverkusen der Abschied des Weltmeisters auf Raten unterm Bayer-Kreuz begonnen hat, sieht Rudi Völler ganz anders. „Immer mit der Ruhe“, sagt er in dem BamS-Interview, „wir haben an diesem Tag Simon Rolfes als kommenden Sport-Direktor vorgestellt und es ging mir darum, den Beginn einer neuen Ära entsprechend einzuordnen.“ Völler stellt klar. „Dass ich mich Stück für Stück zurückziehe, war mit Werner Wenning, dem Vorsitzenden unseres Gesellschafterausschusses, schon länger geplant.“

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