FC Bayern: Wird Weltmeister Benjamin Pavard noch gebraucht?


Benjamin Pavard (22) ist der einzige aktuelle Weltmeister, der in der Fußball-Bundesliga vom Verletzungspech verschont ist. So weit, so gut. Der Franzose vom VfB Stuttgart, im Sommer auch vom FC Bayern München umworben, steckt seit dem WM-Triumph der Equipe tricolore im Formtief.

Es wäre zu einfach, die 0:4-Niederlage des VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga bei 1899 Hoffenheim an Benjamin Pavard festzumachen. Der 22-jährige Abwehrspieler steht in Sinsheim über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz. Den entscheidenden Fehler, der die Partie frühzeitig gegen die gebeutelten Schwaben laufen ließ, macht sein Teamkollege Insua, als er nach einem Kung-Fu-Tritt gegen Pavel Kaderabek nach 8 Minuten glatt Rot sieht.

Dennoch: 21 Gegentore aus 9 Spielen sind zu viel für eine Abwehr, die von einem Weltmeister zusammengehalten wird. Benjamin Pavard steht in allen 9 BL-Spielen für die Schwaben über die volle Distanz auf dem Platz.

Die Unsicherheit, die das gesamte Team erfasst hat und die auch nach dem Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Markus Weinzierl spürbar ist, hat auch den Weltmeister nicht unverschont gelassen. Pavard leistet sich beim 0:3 von Paco Alcácar einen haarigen Fehlpass.

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Benjamin Pavard (m.) und der VfB Stuttgart stecken in einer tiefen Krise... (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Als Gesicht der VfB-Krise taugt der Weltmeister dennoch nicht.

Pavard und Stuttgart: Warten auf Erfolgserlebnisse

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Benjamin Pavard (2. v. l.) erzielte für den VfB Stuttgart bislang nur ein Bundesliga-Tor. Es war das 2:0 beim 3:0-Heimerfolg gegen den SC Freiburg am 29. Oktober 2017. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

VfB-Sportvorstand Michael Reschke (60) hakt den jüngsten Pavard-Patzer als „bitteren Moment“ ab. In BILD bricht Reschke eine Lanze für den kriselnden Abwehrchef.

„Wir wussten, dass Benji nach dieser triumphalen WM eine gewisse Zeit braucht, um wieder auf Top-Niveau zu kommen, aber wir sehen ihn auf einem guten Weg“, sagt Reschke.

Ein netter Versuch. Benjamin Pavard ist in dieser Bundesliga-Saison noch ohne Tor-Beteiligung.

Sein bislang einziges Bundesliga-Tor erzielt er in der vergangenen Serie am 10. Spieltag. Pavard trifft beim 3:0 gegen den SC Freiburg. Reicht das aus, um die hohen Erwartungen, die der FC Bayern München an den Franzosen hat, zu erfüllen?

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Pavard hat seinen Anteil an Frankreichs Weltmeistertitel

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Benjamin Pavard (vorn) trifft für Frankreich im WM-Achtelfinale 2018 gegen Argentinien. (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Keine Frage, bei der Weltmeisterschaft in Russland hat Benjamin Pavard Begehrlichkeiten geweckt. Der 16-fache Nationalspieler Frankreichs macht bei der Endrunde 6 von 7 Spielen auf dem Weg zum WM-Titel.

Lediglich gegen Dänemark (0:0) im letzten Gruppenspiel lässt Frankreich-Coach Didier Deschamps den Abwehrspieler draußen. Pavards WM-Bilanz: Ein ganz wichtiger Treffer beim 4:3 im Achtelfinal-Krimi gegen Argentinien.

Augenfällig: Bei der WM spielt Pavard durchgehend auf der Rechtsverteidigerposition. Beim VfB Stuttgart agiert er zumeist in der zentralen Abwehrrolle, als Innenverteidiger.

Seit der erfolgreichen Weltmeisterschaft ist Pavard im französischen Nationalteam ohne Torbeteiligung. E macht aber alle 4 Länderspiele der neuen Saison, darunter auch die beiden Nations-League-Spiele gegen Deutschland (0:0 / 2:1).

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Wird Pavard doch noch der nächste VfB-Export beim FC Bayern?

Geht Benjamin Pavard trotz derzeitiger Stagnation beim VfB Stuttgart dennoch im kommenden Sommer zum FC Bayern?

„Tendenz ja!“, ist sich BILD sicher, „die Bayern können den Verteidiger im kommenden Jahr holen.“ Für die in seinem bis 30. Juni 2021 datierten Vertrag eingetragene Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro kann Benjamin Pavard der nächste Stuttgarter Spieler werden, der den Weg nach München wählt.

Vor Pavard zieht es in den letzten 25 Jahren Stars wie Giovane Elber, Mario Gomez, Joshua Kimmich oder Sven Ulreich zu den Bayern. Elber und Gomez gewinnen mit den Münchnern 2001 und 2013 jeweils die Champions League. Weltmeister Philipp Lahm verdient sich als Leih-Spieler bei den „jungen Wilden“ des VfB unter Felix Magath (u. a. Vizemeister 2003) seine ersten Sporen.

Pavard kann der nächste große Stuttgarter Export werden – wenn er sich aus seinem derzeitigen Formtief herauskämpft. Für die strengen Bayern-Beobachter von BILD ist klar: „In seiner aktuellen Form ist der Lockenkopf die Summe nicht wert.“

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