FC Liverpool: Das sind Klopps „Super Signings“


Mit dem zweitteuersten Kader der Liga hat der FC Liverpool mit seinem deutschen Coach Jürgen Klopp (51) am Wochenende die Tabellenspitze in der englischen Premier League zurückerobert. Vor der Saison haben die „Reds“ 182 Mio. Euro für neue Stars in die Hand genommen – mehr Geld hat kein anderer Premier-League-Klub im Sommer ausgegeben.

Das verlorene Champions-League-Finale 2018 gegen Real Madrid hat Liverpools US-amerikanischen Eigentümer John W. Henry (69) noch einmal tief in die Schatulle greifen lassen.

Der Investor hat seinem deutschen Trainer Jürgen Klopp noch einmal rund 200 Mio. Euro für neues Personal zugesichert. Mit Neuzugängen im Wert von 182 Mio. Euro hat Klopp das Team weiter aufgerüstet und den FC Liverpool mit einem Gesamt-Kaderwert von 913 Mio. Euro (Quelle: Transfermarkt.de) zum zweitteuersten Team der Liga gemacht.

Nur Meister Manchester City mit Klopp-Spezi und Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola (47) ist mit 1,09 Milliarden Euro Marktwert noch exklusiver besetzt.

Dieses Investment hat Klopp, der mit Liverpool auch nach 16 Premier-League-Spielen ungeschlagen ist, vorerst an die Tabellenspitze gebracht. Lässt man Liverpools Leistungsschwankungen in der Champions League außen vor, so stellt man fest, dass die Neuen am Saisonende von „Summer Signings“ zu „Super Signings“, zu Super-Verpflichtungen werden können. Denn: Klopp hat das Team trotz der hohen Summen nur punktuell verstärkt.

Ex-Bayernprofi Xherdan Shaqiri hat sich beim FC Liverpool in die Startformation gespielt. (Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Ligalive-Faktencheck: FC Liverpool: Torhüter Alisson als Unterschiedsspieler

Wer an das verlorene Finale von Kiew gegen Real Madrid denkt, bleibt unweigerlich bei den Jahresrückblick verdächtigen Torwart-Patzern von Liverpools deutschem Keeper Loris Karius (25) hängen.

Zwar hat Klopp immer wieder betont, dass er auf der Torhüterposition keinen Handlungsbedarf sieht, dennoch hat er bereits Mitte Juli mit der Verpflichtung von Alisson Becker Fakten geschaffen. Loris Karius verlässt Liverpool in Richtung Besiktas Istanbul, wird in dieser Saison nicht mehr eingesetzt.

Mit einer Ablösesumme von 62,5 Mio. Euro, die Liverpool an die AS Rom zahlt, ist der brasilianische Nationalkeeper zum teuersten Torhüter aller Zeiten aufgestiegen. Beckers Präsenz in der Premier League wirkt. In 16 Spielen kassiert er nur 6 Gegentore, bleibt 10-mal ohne Treffer und steht damit für die mit Abstand beste Defensivleistung der Liga ein.

Zum Vergleich: City liegt mit 9 Gegentoren in dieser Statistik ebenso hinter Liverpool wie der Tabellenvierte Chelsea (13 Gegentreffer). „Was bekommt man heutzutage für 62 Millionen? Die Antwort: Einen Torhüter, der innerhalb von kürzester Zeit den Unterschied für Liverpool ausmacht“, schreibt die Zeitung Liverpool Echo schon im Oktober über Becker. Zum gleichen Zeitpunkt der PL-Saison 2017/2018 liegt Liverpool bei 20 Gegentreffern.

Ligalive Infografik - Alisson Becker, FC Liverpool, PL-Saison 2018/19

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Ligalive-Faktencheck: Van Dijk als teuerster Abwehrspieler der Premier League

Augenfällig: 6 der 7 teuersten Spieler der Liverpooler Klubhistorie wechseln in der im Oktober 2015 angelaufenen Klopp-Ära nach Anfield.

Für die defensive Stabilität bürgt neben Alisson auch der im Januar für die rekordverdächtige Summe von 79 Mio. Euro verpflichtete Virgil van Dijk.

Der Niederländer vom FC Southampton hat damit das Manchester-City Trio Aymeric Laporte, Benjamin Mendy und John Stones als teueste Abwehrspieler der Premier-League-Geschichte überflügelt.

Der hoch aufgeschossene Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft ist binnen kürzester Zeit zu Klopps unumstrittenen Abwehrchef aufgestiegen. Der 1,93 m-Hüne hat alle seine 43 Pflichtspiele für die „Reds“ über die vollen 90 Minuten bestritten und dabei 3 Tor-Beteiligungen geliefert.

Ligalive Infografik - Spielerprofil Virgil van Dijk, FC Liverpool, Saison 2018/19

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Ligalive Faktencheck: Ex-Bayernprofi Shaqiri war anfangs bei Klopp unzufrieden…

Noch keine Meilensteine hat Naby Keita setzen können. Der 60 Mio. Euro teure Neuzugang von RB Leipzig ist in 12 Einsätzen in der Premier League noch ohne Torbeteiligung.

Keita hat zwar mit anderen, französischsprachigen Spielern wie Sadio Mané wichtige Ansprechpartner im Team, wartet jedoch noch auf den Durchbruch.

Anlaufschwierigkeiten hat auch Ex-Bayern-Profi Xherdan Shaqiri. Der 27-jährige Rechtsaußen, vom Absteiger Stoke City gekommen, hat die 14,7 Mio. Euro Ablöse allerdings längst amortisiert. 5 Tor-Beteiligungen in 12 Einsätzen in der Premier League gehen auf das Konto des Schweizers.

Klopp lässt „Shaq-Attack“ allerdings erst ab dem 9. Spieltag so richtig los. „Er hat 4 Spiele über die vollen 90 Minuten gemacht“, sagt Klopp nach dem 4:1 gegen Cardiff City Ende Oktober über ihn, „darunter waren 2 Länderspiele für die Schweiz und für uns in Huddersfield und gegen Belgrad. Es war klar, dass wir Shaq nicht so gut kennen, um zu wissen, wie er reagieren würde. Aber manchmal muss man einen Spieler auch schützen, um ihn besser kennen zu lernen.“ Seit dem Befreiungsschlag gegen die Waliser aus Cardiff sind Shaqiri 3 Tore gelungen. Im Zusammenspiel mit Mohamed Salah (10 Treffer), Mané (6) und Roberto Firmino (4) macht Shaqiri Liverpools Offensivabteilung noch unberechenbarer. 23 von 34 PL-Toren haben allein diese 4 Spieler erzielt.

Ligalive-Infografik: Spielprofil Xherdan Shaqiri, FC Liverpool, Saison 2018/19

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