Nach dem FA Cup-Aus: FC Liverpool und Jürgen Klopp in der Kritik


1:2 bei den Wolverhampton Wanderers, 2. Pflichtspiel-Niederlage in Folge, erstes Drittrunden-Aus im FA Cup seit 2010 – der FC Liverpool ist nicht gut ins Jahr 2019 gestartet. Trainer Jürgen Klopp (51) muss sich nach dem „Aus“ im FA Cup harsche Kritik gefallen lassen.

Der deutsche Coach des FC Liverpool hat sein Team beim Pokalmatch in Wolverhampton gegenüber dem 1:2 im Spitzenspiel der Premier League bei Manchester City (Ligalive.net berichtete) auf 9 Positionen umgestellt. Nur James Milner und Dejan Lovren bleiben in der Startelf.

Das ist deshalb verwunderlich, weil der 33-jährige Milner nicht nur in Manchester im defensiven Mittelfeld nicht überzeugte, sondern nun auch im Pokal mit einem Fehler das 0:1 der Gastgeber einleitet.

Dejan Lovren muss nach 6 Minuten verletzt vom Platz, für ihn kommt der mit 16 Jahren jüngste Liverpooler FA-Cup-Akteur aller Zeiten, Ki-Jana Hoever. Nach erneutem Rückstand bringt Klopp seine Asse Mo Salah und Roberto Firmino in der 70. Minute – zu spät. Liverpool verliert und ist erstmals seit 2010 wieder nach der 3. Runde aus dem FA Cup ausgeschieden.

Liverpool und Jürgen Klopp sind raus aus dem englischen FA Cup... (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Englands Fußball-Idol Shearer ätzt gegen Liverpool

Alan Shearer (l.) arbeitet jetzt als Experte für die BBC. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Die Reaktionen der Fans in den sozialen Netzwerken sind unterschiedlich, die Experten-Meinungen dafür umso deutlicher.

„Wenn du in diesem Stil rotierst, dann ist das ein Glücksspiel“, kritisiert etwa Englands Fußball-Idol Alan Shearer (48) bei BBC, „er hat den Jungen Spielpraxis geben wollen und sie haben miserabel gespielt.“

Der Rekord-Torjäger der Premier League legt noch einen nach: „Ich bin mit dem Verständnis aufgewachsen, dass Liverpool jeden Titel gewinnen will. Warum sollte sich das ändern?“ Der Daily Mirror warnt am Dienstag: „Jürgen Klopp könnte das FA-Cup-Aus noch leidtun, wenn Liverpool die Saison ohne Titel beendet.“

Dass Klopp angeblich die Windverhältnisse im engen Molineux Stadion am Montagabend mit für die Niederlage verantwortlich macht, bringt viele Fans auf die Zinne.

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Fans spotten, Klopp verteidigt seine Rotation

Ki-Jana Hoever ist seit dem 7. Januar 2019 der jüngste Spieler, der jemals für den FC Liverpool im FA Cup auflief. (Photo by Michael Regan/Getty Images)

„Hat Klopp sich wirklich über den Wind beschwert?“, fragt der Twitter-Nutzer Adam Dolezalek, „und hat er nicht letzte Saison über die Sonne geklagt? Nächstes Mal könnte es der Regen sein!“

MUFC-Source, als Sympathisant von Erzrivale Manchester United sicher nicht mit freundlichen Absichten, stichelt: „Er hat buchstäblich den Wind als Ausrede genutzt, es ist ja niemals seine Schuld. Es gibt immer eine Entschuldigung für eine Niederlage.“ Ali: „Was für eine kindische Ausrede. Wie konnte Wolverhampton dann den Ball kontrollieren bei diesem Wind und gewinnen?“

Klopp übernimmt nach dem Spiel die Verantwortung. „Ich bin mir sicher, dass einige ganz kluge Leute nun sagen werden, ich würde den Wettbewerb nicht respektieren“, geht er in die Offensive gegen seine Kritiker, „aber ich habe viel verändert, weil ich musste, nicht weil ich wollte.“

Die Bilanz des seit Oktober 2015 in Liverpool wirkenden Erfolgstrainers im ältesten Pokalwettbewerb der Welt ist – ob mit oder ohne Rotation – enttäuschend. Zum 2. Mal nach 2017 scheitern die „Reds“ an den Wolverhampton Wanderers (Runde 4). Im letzten Jahr ist zu Hause gegen den späteren PL-Absteiger West Bromwich Albion (2:3) im Wiederholungsspiel Schluss. – ebenfalls in der 4. Runde. 2015/2016 sind die „Hammers“ von West Ham United in 2 Spielen in Runde 4 zu stark. Zuvor gibt es ein blamables 2:2 gegen den Viertligisten Exeter City.

Ligalive-Infografik: Player Profile, James Milner, FC Liverpool, PL-Saison 2018/2019

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