FC Villarreal in La Liga: U-Boot in Not!


Submarino amarillo – gelbes U-Boot – so nennen die spanischen Fußballfans den FC Villarreal in der Primera Division wegen seiner kanariengelben Spielkleidung. Der seit 2012 in La Liga spielende Klub schlingert derzeit von einer Krise in die nächste.

Der abstiegsgefährdete spanische FC Villarreal hat sich am Montag von Trainer Javi Calleja getrennt.

Dies teilt der Verein auf seiner Homepage mit und dankt dem 40-Jährigen gleichzeitig „für seine Arbeit, sein Engagement und seine Professionalität“.

Calleja, der von 1999 bis 2006 selbst für Villarreal gespielt hat, ist seit September 2017 Chefcoach des ostspanischen Clubs gewesen. Sein Nachfolger ist Luis García Plaza (46), der einen Vertrag bis zum Saisonende erhält.

Villarreal bei der 0:2-Niederlage am 2. Dezember beim FC Barcelona und Lionel Messi (r.). (Photo by David Ramos/Getty Images)

Villarreal: In La Liga in Abstiegsgefahr, in Europa ungeschlagen

Vier Unentschieden in fünf Europa-League-Spielen - wie hier am 29. November bei den Glasgow Rangers - aber Villarreal kann noch weiterkommen! (Photo by Ian MacNicol/Getty Images)

Villarreal belegt derzeit den 17. und somit viertletzten Tabellenplatz in der Primera División. In 15 Spieltagen kann die Mannschaft des nun geschassten Calleja nur 11 Punkte einfahren.

Am Samstag hat es mit dem 2:3 gegen Celta de Vigo die 4. Heimniederlage gegeben.

Der Europa-League-Gegner von Rapid Wien kommt insgesamt in 15 Spielen in La Liga nur auf 3 Siege, davon nur einer im heimischen Stadion „La Ceramica“. In der Primera Division sind die „Submarinos“ nun punktgleich mit auf dem ersten Abstiegsplatz stehenden Traditionsklub Athletic Bilbao.

In der Europa League leistet man sich in 5 Spielen 4 Remis, nur zu Hause gegen Rapid (5:0) gibt es einen Sieg. Der Hit: Mit einem Heimsieg am Donnerstag gegen Spartak Moskau würde der krisengeschüttelte Klub europäisch überwintern.

Stars wie Riquelme und Forlan spielten für schon für die Gelben

FC Villarreal – Das ist ab Mitte der 2000er-Jahre ein echter High Flyer des spanischen Fußballs.

Der Klub aus der 94.000-Einwohnerstadt nördlich von Valencia, wird oft als bieder und nicht glamourös hingestellt, erreicht in den Glanzzeiten aber ab 2003/2004 insgesamt 4-mal ein europäisches Halbfinale, u. a. 2006 in der Champions League, wo man am FC Arsenal und dem deutschen Torhüter Jens Lehmann scheitert.

Zuletzt sieht man die Gelben, für die u. a. die Argentinier Juan Roman Riquelme, Juan Pablo Sorin und Fabricio Coloccini sowie die Uruguay-Fraktion mit Diego Godin, Diego Forlan und Martin Caceres spielen, 2016 im Halbfinale der Europa League.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Mit einem Kaderwert von nur noch 196 Mio. Euro bildet Villarreal biederstes Mittelmaß im spanischen Fußball ab. Die beiden namhaftesten Stürmer, Carlos Bacca – Neuzugang vom AC Mailand – und Gerard Moreno, der von Espanyol Barcelona geholt wird, kommen nur auf jeweils 3 Tore aus 15 Liga-Spielen.

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