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Fünf statt drei! FIFA will Auswechselregelung ändern

Ligalive am Morgen – Die FIFA möchte zum Schutz der Spieler zukünftig fünf anstatt drei Auswechselungen zulassen. Die Regel soll in der Saison 2020/2021 gelten.

Hertha, Auswechselung

Die FIFA will aufgrund der Corona-Pandemie die erlaubten Auswechslungen pro Spiel von drei auf fünf erhöhen.

Mehrere englische Medien haben dies am Montag übereinstimmend berichtet. Eine Entscheidung über eine Regeländerung muss allerdings vom International Football Association Board bestätigt werden.

Die FIFA möchte damit die Spieler wegen der langen Pause aufgrund der Pandemie und des zu erwartenden hohen Spielaufkommens nach dem unterbrochenen Spielbetrieb schützen. Die Umsetzung der Ausnahmeregelung liege aber im Ermessen der Ligen und Verbände.

Die befristete Regel soll für Wettbewerbe gelten, die 2020 oder 2021 beginnen oder abgeschlossen werden. Auch die auf kommendes Jahr verschobene Europameisterschaft vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 zähle dazu. Sollte eine Partie in die Verlängerung gehen, wäre wie bisher eine zusätzliche Auswechslung erlaubt.Der Sportdirektor von Borussia Dortmund, Michael Zorc, hat sich zu den Wechsel-Spekulationen um Dortmunds Jungstar Jadon Sancho geäußert.

„Es gibt keinen neuen Stand. Es ist für alle Vereine momentan so, dass auf Sicht gefahren wird – auch in England“, kommentierte Zorc die anhaltenden Gerüchte über einen Wechsel des englischen Nationalspielers zum Saisonende in die Premier League, gegenüber Sport1.

Stattdessen gäbe es angesichts der Pandemie beim Bundesliga-Zweiten derzeit andere Prioritäten: „Die beherrschenden Fragen, die uns momentan beschäftigen, sind eher: Wie geht es weiter? Wann spielen wir wieder? Es wäre für uns alle von überragender Bedeutung, die Saison beenden zu können“, sagte Zorc.

Der 20-Jährige Mittelfeldspieler gilt seit Monaten als Wechselkandidat und könnte dem BVB über 100 Millionen Euro einbringen. Zorc sieht jedoch keinen Handlungszwang und verwies auf den bis 2022 laufenden Vertrag: „Wir haben einen langfristigen Vertrag mit Jadon Sancho. Wir sind total entspannt in der Hinsicht.“

Zu der angeblichen Einigung von Sancho mit Manchester United konterte United-Vizepräsident Ed Woodward vor wenigen Tagen, dass „Spekulationen über Verpflichtungen einzelner Spieler für hunderte Millionen Pfund in diesem Sommer die Realitäten ignorieren“ würden. „Niemand sollte sich Illusionen machen über das Ausmaß der Herausforderungen, die jeder im Fußball hat und es wird wohl für keinen Club ‘business as usual' auf dem Transfermarkt in diesem Sommer geben – auch für uns nicht“, wurde Woodward von The Sun zitiert.Sollte es aufgrund der Corona-Pandemie zu einem Ligaabbruch kommen, sieht BVB-Chef Hans-Joachim Watzke große Gefahren für den Profifußball.

Die Situation würde “zur großen Stunde der 50+1-Kritiker, die dann alles versuchen werden, um den deutschen Fußball auch nach angelsächsischem Vorbild zu organisieren. Diese Entwicklung kann man schon riechen”, sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten Borussia Dortmund der FAZ.

Ihn würden seit Jahren Leute anrufen, “die viele Hundert Millionen Euro zahlen wollen, wenn wir denn nur die 50+1-Regel abschaffen – damit sie dann die Mehrheit übernehmen können”. Für die Borussia sei “das komplett ausgeschlossen. Aber je mehr Vereine unter existenziellen Druck kommen, desto eher wird das passieren”, prophezeit der 60-Jährige.

Aktuell gehe es ausschließlich um Existenzsicherung, nicht um Gewinnmaximierung: “Über Gewinne werden viele Klubs in der Bundesliga in den nächsten Jahren nicht mehr reden.” Es werde in der Krise aber auch darum gehen, “dass wir den Charakter unseres Sports erhalten, der in Deutschland aller Kritik zum Trotz immer noch viel volksnäher ist als in den anderen großen Ligen Europas”, sagte Watzke.

Den Vorschlag, dass der Profifußball ein Zeichen für die Gesellschaft setzen und die Einnahmen des ersten Spieltags spenden könne, wollte Watzke nicht kommentieren. “Darüber können wir erst reden, wenn wir die Krise überstanden haben. Profiklubs werden in den kommenden Jahren horrende Verluste schreiben, 16 von 18 Klubs sind schon jetzt auf Kurzarbeit. Es gibt nichts mehr zu verteilen”, analysierte der BVB-Boss.Selbst Dortmund ginge die Krise “richtig an die Substanz”. “Doch wenn wir irgendwann wieder mit Zuschauern spielen können und Stabilität erreichen, bin ich für solche Vorschläge nicht nur absolut offen”, verspricht Watzke, “dann wird es noch mehr in diese Richtung gehen müssen.”


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