Das Oster-Wunder: PSG und Tuchel mit 4. Matchball Meister!


Endlich Meister mit Paris St.-Germain: Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel. (Photo by Jan Kruger/Getty Images)

Mon Dieu! Endlich, endlich, endlich möchte man sagen! Im 4. Versuch hat Paris St.-Germain am Ostersonntag quasi im Wartestand die französische Meisterschaft 2018/2019 eingefahren.

Nach 3 verklatschten Matchbällen seit Anfang April hilft eine Nullnummer von ,,Verfolger“ OSC Lille beim FC Toulouse am Ostersonntag, um die wundersame sportliche Auferstehung des am Stock gehenden französischen Serien-Meisters einzuleiten.

Die ersatzgeschwächte Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel legt am Sonntagabend nach und bezwingt den Meister von 2017, die AS Monaco, mit 3:1 (2:0).

Die irre spannende Frage in Frankreich ist also nicht, wer Meister wird, sondern wann? Bei 17 Zählern Vorsprung auf Lille will in der biederen Ligue 1, die der Streamingdienst DAZN als ,,Die Liga der Talente“ anpreist, nur bedingt Spannung aufkommen.

Marquinhos, der hier mit Paris in Belgrad jubelt, stand gegen die AS Monaco im ,,Meisterspiel" wieder zur Verfügung. (Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

PSG und Tuchel: Warten auf den Fußball-Godot...

Auch Juan Bernat und Weltmeister Kylian Mbappé (r.) ließen es mit PSG in jedem Liga-Spiel krachen... (Photo by Julian Finney/Getty Images)
Wie gut also, dass es im 4. Anlauf dann doch noch geklappt hat, 5 Spieltage vor Saisonende die noch benötigten Punkte zwischen sich und den OSC Lille zu bringen.

,,Paris St.-Germain schreibt weiterhin französische Fußballgeschichte und holt den 8. Meistertitel“, heißt es dazu am Ostersonntag auf der offiziellen Homepage des französischen Hauptstadtklubs. Es ist die 39. Trophäe für PSG, das am 27. April mit dem Gewinn des französischen Pokals die 40 voll machen kann.

Das ist wirklich beruhigend, denn viele haben schon fast nicht mehr damit gerechnet. Wirklich nicht. 3 Matchbälle verklatscht, das ist eigentlich nicht PSG-like. Außer in der Champions League, wo mitunter 4 Tore Vorsprung nicht zum Weiterkommen reichen…

Los geht das Elend mit dem 2:2 Anfang April gegen Racing Straßburg unter freundlicher Mithilfe von PSG-Stürmer Eric-Maxim Choupo-Moting (Ligalive.net berichtete). Dann kommen die Tuchel-Jungs mit 1:5  beim nun feststehenden Vizemeister OSC Lille unter die Räder. Es ist die höchste PSG-Niederlage seit 2010 und einem 0:4 in Grenoble bzw. 2000, wo es in Sedan ebenfalls ein 1:5 setzt. In der verlegten Partie beim FC Nantes reicht am letzten Mittwoch eine 1:0-Führung von Dani Alves, so einer der letzten 15 verbliebenen Spieler, die bei PSG noch laufen können, nicht aus – 2:3. Wieder heißt es: Warten auf den Fußball-Godot…

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Bei Tuchels erster Meisterschaft pfeift Paris personell auf dem letzten Loch

Auf den Jubel mit Superstar Neymar (m.) mussten Thomas Tuchel und PSG im Saison-Endspurt verzichten,,. (Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

Der Fußball-Godot, pardon Fußball-Gott hat dann am Ostersonntag ein Einsehen mit dem nicht wirklich spannenden Treiben in der Liga des Weltmeisters.

Ein 0:0 für den OSC Lille nur beim FC Toulouse und schon vor dem Anpfiff im Parc des Princes der Titel. Für Thomas Tuchel ist es die erste Meisterschaft in der Ligue 1 und der erste Meistertitel im Senioren-Bereich. Meisterehren kennt der ehemalige BVB- und Mainz-Coach nur aus der A-Jugend, wo er 2009 mit den Rheinhessen und 2005 mit dem VfB Stuttgart triumphiert hat.

Tuchel ist über die Holprigkeiten, die auf dem Weg zum sicheren Titel am Ende lauern, nicht gerade amused. ,,Seit Wochen trainieren wir mit 13 oder 14 Spielern, das geht nicht, jeder glaubt, dass es normal ist, wochenlang ohne Neymar und Cavani spielen zu müssen“, jammert er auf zugegebenermaßen hohem Niveau. Aber er hat Recht: Das geht nun wirklich nicht.

Zudem muss er in Nantes die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Am Ostersonntag ist das Glück zurück. Endlich Meister – und gegen die AS Monaco lichtet sich auch Tuchels Lazarett. Marquinhos ist ebenso wieder dabei wie Marco Verratti oder Kylian Mbappé.

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