PSG: Ist Trainerlegende Arsene Wenger bald back in business?


Er ist die Trainer-Ikone des FC Arsenal: Arsene Wenger (69) hat die „Gunners“ in 22-jähriger Tätigkeit zu 3 Meistertiteln in der Premier League und 7 FA-Cups geführt. Nun steht der Franzose offenbar vor einem Comeback.

Wie die britische Tageszeitung The Times am Freitag berichtet, könnte Wenger schon bald „back in business“ sein. „Zum 1. Januar steige ich wieder ein“, hat Wenger zuvor schon beim Abschiedsspiel seines langjährigen Schützlings Per Mertesacker im Herbst in Hannover verraten. Nun scheint es soweit zu sein.

Wenger, so erklären laut Times enge Freunde, „vermisst das tägliche Arbeiten mit einer Mannschaft und das Training.“

Durchaus verständlich. Kaum ein anderer Trainer in der Premier-League-Ära hat so viele Stars geformt. Thierry Henry, Dennis Bergkamp, Per Mertesacker, Jens Lehmann, Mesut Özil, Alexandre Lacazette – nur eine Auswahl der Spieler, die dem smarten Franzosen vertrauten.

Arsene Wenger in der Münchner Allianz Arena. (Photo by Marc Mueller/Bongarts/Getty Images)

Wenger als PSG-Sportdirektor? Das hätte Charme!

Der ewige Arsene Wenger.
Der ewige Arsene Wenger. (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)
Auch die Fans des FC Arsenal haben über Jahre grenzenloses Vertrauen in den Taktikfuchs. „In Wenger we trust“, Wir glauben an Wenger, ist ihr Credo auf einem Stadion-Plakat im Emirates Stadium.

Dieses könnte bald in einer anderen Arena hängen. Laut Times prüft Wenger derzeit „4 konkrete Angebote“, um wieder einzusteigen.

Eine spannende Option ist Paris St.-Germain. Dort soll Wenger als neuer Sportdirektor im Gespräch sein. Der deutsche PSG-Coach Thomas Tuchel (45) pflegt mit dem derzeitigen Sportchef Antero Henrique ein nicht gerade unbelastetes Arbeitsverhältnis.

Auch ein Angebot als Nationaltrainer sowie Offerten von zwei französischen Spitzenklubs sollen dem Elsässer vorliegen.

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Beim Abschied kassierten Wenger und sein Team fast 20 Millionen Euro

PARIS - MAY 17: Arsene Wenger (L) the Arsenal manager gives advice to Manuel Almunia (R) before he takes over from Jens Lehmann in goal during the UEFA Champions League Final between Arsenal and Barcelona at the Stade de France on May 17, 2006 in Paris, France. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)
Arsene Wenger, hier mit den Torhütern Jens Lehmann (r.) und Manuel Almunia während des Champions-League-Finales 2006 in Paris, machte beim FC Arsenal eine unglaubliche Trainer-Karriere. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Wenger muss sich bei seinem Comeback keinesfalls beeilen.

Durch seinen vorzeitigen Ausstieg beim FC Arsenal mit Vertragsauflösung wurde im Vorjahr für ihn und sein Trainerteam eine Kompensationszahlung von 19,5 Mio. Euro fällig.

Da kann man auch gern mal länger überlegen, ob man noch einmal in das Haifischbecken des modernen Fußballs einsteigen will.

Der 69-jährige Grandseigneur ist bereits seit 1980 als Trainer tätig. Die Jugend von Racing Straßburg ist seine erste Station, über AS Cannes (Assistenztrainer), AS Nancy und die AS Monaco landet Wenger 1994 bei Nagoya Crampus in Japan, ehe ihn im September 1996 der Ruf des FC Arsenal erreicht. Als Nachfolger des nicht minder legendären George Graham holt Wenger, den sein ewiger Rivale Alex Ferguson (Manchester United, damals noch ohne „Sir“) nur „den Professor“ nennt, mit den „Gunners“ in 22 Jahren 17 Titel. Der ganz große Wurf bleibt ihm in den verlorenen Europapokalfinals 2000 gegen Galatasaray (UEFA-Cup) und 2006 gegen den FC Barcelona (Champions League) jedoch verwehrt. Dass er 2004 als Nachfolger von Rudi Völler Bundestrainer werden konnte, war für die biederen Herren vom DFB wohl eine Nummer zu groß…

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