Fußballstar Asprilla: So war das mit dem Auftragskiller


Asprilla
1994: Die US-Amerikaner und Torhüter Tony Meola (l.) waren immer einen Schritt schneller als Kolumbien mit Stürmerstar Faustino Asprilla. Mandatory Credit: Allsport /Allsport

Der frühere kolumbianische Fußballstar Faustino Asprilla (50) hat eine Enthüllung gemacht, die auch 22 Jahre danach noch haarsträubend wirkt.

Wie der frühere Stürmer des AC Parma und von Newcastle United berichtet, hat er im Anschluss an ein WM-Qualifikationsspiel in Asuncion 1997 einen brisanten Anruf erhalten.

Am anderen Ende der Leitung stellt sich ein Auftrags-Killer vor, der Paraguays exzentrischen Torhüter Jose Luis Chialvert (,,El Loco”) beseitigen soll.

Die Räuberpistole hat Asprilla, WM-Teilnehmer mit den Kolumbianern 1994 in den USA, nun in einer TV-Dokumentation bestätigt.

Fußballstar Asprilla Chilavert
Chilavert glänzte auch als gefährlicher Freistoß-Schütze, hier im WM-Achtelfinale 2002 mit Paraguay gegen Deutschland (0:1). Foto: Imago Images / Sven Simon

Nach Escobar: Asprilla verhindert wohl den nächsten Mord

Escobar nach dem Eigentor. Foto: Getty Images
Escobar nach dem Eigentor. Foto: Getty Images

Die Vorgeschichte: Im WM-Qualifikationsspiel 1997 geraten Chilavert und ,,Tino” Asprilla aneinander. 

Sie lösen eine Massen-Schlägerei auf dem Spielfeld aus und werden beide vom Feld geschickt. Asprilla ist dabei der erste Kolumbianer, der nach einem solchen Vergehen vom Platz muss.

Zurück im Hotel in Asuncion erhält Faustino Asprilla einen merkwürdigen Anruf. Ein Auftragskiller meldet sich mit der Order, Chilavert zu beseitigen.

Der Kolumbianer muss seine gesamte Überredungskunst aufwenden, um den Mord an seinem Gegenspieler zu verhindern. Damit verhindert er nur 3 Jahre nach dem Skandal um seinen Teamkollegen Anrés Escobar, der nach einem Eigentor gegen WM-Gastgeber USA (1:2) nach der Rückkehr nach Kolumbien regelrecht hingerichtet wird, ein neuerliches Tötungsdelikt an einem südamerikanischen Fußballstar.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

22 JUN 1994:   ANDRES ESCOBAR #2 OF COLOMBIA IN ACTION SHIELDS THE BALL FROM ERIC WYNALDA OF THE USA DURING THE 1994 WORLD CUP MATCH AT THE ROSE BOWL IN PASADENA, CALIFORNIA.

Asprilla überzeugt mit einer Fußballer-Weisheit...

Im Fadenkreuz der Attentäter: Paraguays legendärer Torhüter José Luis Chilavert, hier im WM-Spiel 1998 gegen Spanien (0:0). Foto: Imago Images / Sven Simon

In einer TV-Dokumentation des kolumbianischen Senders Telepacifico hat Asprilla am Dienstag nun diese Geschichte enthüllt. 

Asprilla: ,,Der Auftragsiller rief mich im Hotel an, nachdem ich mit Chilavert aneinander geraten und vom Platz gestellt worden war. Wir verloren das Spiel in Paraguay mit 1:2.” Beide Rivalen, Paraguay und Kolumbien, können sich jedoch am Ende beide für die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich qualifizieren.

Der Schütze wird diese Behauptung weder bestätigen noch dementieren können, denn er wurde in einer Schießerei im Zusammenhang mit dem Drogenmilieu im Jahr 2004 selbst getötet.

,,Ich musste den Mann überzeugen, Chilavert nicht zu töten”, berichtet der 3-fache Europacupsieger mit dem AC Parma (1993, 1995, 1999), ,,ich sagte zu ihm: ,,Was? Bist du verrückt? Du wirst den kolumbianischen Fußball zerstören.” Sein Argument, das wohl jedem Killer einleuchtet: ,,Nein, nein, nein! Was auf dem Platz passiert, bleibt auf dem Platz.” Kling doch logisch, oder?

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