Fußballstar Neymar und Trainer Jürgen Klopp: Ziemlich beste Feinde


Selbst 3 Tage nach dem denkwürdigen 2:1 von Paris St.-Germain gegen den FC Liverpool hallt diese Partie in der Champions League noch nach. Liverpools deutscher Trainer Jürgen Klopp (51) lässt am brasilianischen PSG-Star Neymar (26) kein gutes Haar. Dazu kommt noch eine „Fake News“ aus Hollywood.

Es ist zwar nur ein Spaßvogel, der am Freitag einen (falschen) Tweet von Hollywood-Star Leonardo di Caprio (44) setzt, aber die englischen Experten schlagen darauf an.

„Ich war im Stadion und habe mir Paris gegen Liverpool angeschaut und ich war traurig, dass ich nicht der beste Schauspieler dort war“, wird die Hollywood-Legende in diesem Twitter-Beitrag angeblich zitiert. John Arne Riise, Champions-League-Sieger 2005 teilt das Ding rasch – und fällt wie viele andere auch auf einen Spaßvogel herein.

Ein wahrer Kern steckt trotzdem drin. Di Caprio („Gangs of New York“) ist am Mittwoch tatsächlich live dabei. Der Schauspieler gilt als Fan des französischen Hauptstadtklubs. Größter Neymar-Kritiker seit Mittwochabend ist Liverpools Trainer Jürgen Klopp. Der 51-Jährige geißelt nach dem Spiel die „Fallsucht“ von Neymar.

Fußballstar Neymar wird Paris St.-Germain wohl verlassen.
Fußballstar Neymar wird Paris St.-Germain wohl verlassen. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Klopp: „Clever von PSG“

Neymar - Ein Künstler im Fallen? (Photo by Clive Rose/Getty Images)

„Die Zahl der Spielunterbrechungen“, giftet Klopp nach dem Spiel im Prinzenparkstadion, „war nicht cool. Es war clever von PSG“.

Bei Sky gibt Klopp dem Brasilianer Neymar noch richtig einen mit. „Also, dass Neymar noch stehen kann, nach allem, was heute Abend auf ihn eingeprasselt ist an harten Zweikämpfen, ist ja Wahnsinn.“

Fakt ist: Neymar, der das 2:0 für Paris erzielt und gewohnt extrovertiert jubelt, ist von den Reds 6-mal gefoult worden.

Kein anderer Spieler in dieser Partie ist häufiger gefoult worden.

FC Liverpool: Das geht alles von Ihrer Zeit ab…

Wie steht es um die von Klopp angemahnten Spielunterbrechungen? 51:06 Minuten lässt Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen die Partie im 2. Durchgang laufen.

Die Nettospielzeit, so berichtet Fußball BILD am Freitag, liegt allerdings nur bei 28:01 Minuten. Das bedeutet eine tatsächliche Unterbrechung des Spiels von 15:45 Minuten. Liverpool leistet sich dabei 20 Fouls, Paris immerhin 13.

Im Schnitt hat Marciniak die Partie also alle 2:44 Minuten wegen eines Foulspiels unterbrochen. Das ist der zweithöchste Wert in dieser Champions-League-Saison. Häufiger wird nur die Partie Ajax gegen Benfica unterbrochen. Ein klares „Ja“ also zur These von Jürgen Klopp.

Von diesen Spielunterbrechungen in Paris geht ein Zeitraum von nur 7:20 Minuten auf das Konto des FC Liverpool, der nach dem 1:2 nun im letzten Gruppenspiel gegen den SSC Neapel am 11. Dezember in Anfield zum Siegen verdammt ist. Schon bei einem Remis ist der Vorjahresfinalist aus England draußen. Liverpool braucht idealerweise sogar einen Sieg mit 2 Toren Differenz.

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