Gjasula auf Rekordkurs! Paderborn zwischen Abstiegskampf und Gelben Karten


Bundesligaschlusslicht SC Paderborn hat den dringend notwendigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf erneut verpasst.

Das Team von Trainer Steffen Baumgart kam als Gast beim FC Augsburg nicht über ein torloses Remis hinaus und droht nach neun sieglosen Spielen entgültig den Anschluss an die Relegation zu verlieren.

Zu allem Überfluss versuchte sich Paderborns Klaus Gjasula außerdem mit einer ganz besonderen „Erfolg“ in der deutschen Fußballgeschichte zu verewigen.
Als er in der 52. Minute Augsburg-Stürmer Florian Niederlechner auf die Füße stieg, schaffte er den nächsten Schritt zum Gelb-Rekord!

“Ich bin ein bisschen ungestüm reingegangen”, analysierte der SC-Kapitän gegenüber Sky salopp. Schiedsrichter Deniz Aytekin zückte folgerichtig die Gelbe Karte, die den Foulkönig des Tabellenschlusslichts nun auf 15. Verwarnung im 25. Bundesligaspiel dieser Saison bringt.
“Ich probiere, so wenige wie möglich zu bekommen”, fügte der 30-Jährige über sein Karten-Sammelsorium hinzu: “Aber das gelingt mir nicht immer gut.” Am kommenden Sonntag wird der Mittelfeldspieler gegen Borussia Dortmund seine bereits dritte Gelbsperre in dieser Spielzeit absitzen.

Damit ist der ewige Rekord von Tomasz Hajtos 16 Gelben Karten aus der Saison 1998/99 in greifbarer Nähe. “Du gehst ab wie eine Rakete. Ich hoffe, du knackst meinen Rekord, dann habe ich endlich Ruhe”, wünschte sich der amüsierte Ex-Duisburg-Profi per Videoschalte bei Sky.

Sportlich werde es “natürlich schwierig”, den erstrebten 16. Rang noch zu erreichen, analysierte Gjasula, der nach einer Verletzung seit 2013 mit Helm spielt. Dennoch wolle Paderborn „alles geben bis zum Schluss”, versprach er.

Paderborns Klaus Gjasula, hier gegen Bayern im Februar 2020, kassierte bisher schon 15 Gelbe Karten in einer Saison. Noch zwei fehlen zum Rekord! Copyright: imago images / ActionPictures

Top News 2: Fortunen beenden Remis-Serie

Fortuna, Schalke
Düsseldorfs Kenan Karaman trifft per Kopfball gegen Schalke-Keeper Markus Schubert. Copyright: imago images / Poolfoto

Die Uhr lief in der Schlussphase der Partie gegen Schalke 04 besonders langsam für die Düsseldorfer.

“In der 88. Minute habe ich noch einmal an Köln gedacht”, gab Fortunen-Coach Uwe Rösler nach dem Spiel zu.
Beim 1. FC Köln hatte die Fortuna kurz vor Schluss einen Zwei-Tore-Vorsprung verschenkt und nur einen Punkt aus dem 2:2-Remis mitgenommen.
Anders als im Auswärtsspiel am Sonntag, brachten die Düsseldorfer beim 2:1-Sieg gegen Schalke doch noch den Vorsprung über die Zeit.

“Das war wichtig für die Moral”, sagte Rouwen Hennings, der schon beim 3:3-Remis im Hinspiel dreifach traf, gegenüber Sky. Die Fortunen konnten die zurückhaltenden Angriffe ihrer Gäste in der Schlussphase vollständig abwehren und ließen ihren Trainer jubeln:

“Wir haben heute den Fußball gelebt. Mit dieser Einstellung haben wir eine Riesenchance”, so Rösler.

Für den Nachfolger von Friedhelm Funkel bildet der Triumph über Schalke den zweiten Sieg im neunten Ligaspiel und beendete die vier Spiele währende Unentschieden-Serie.
Damit verteidigten die Rheinländer außerdem ihren Relegationsplatz und verschafften sich etwas Luft im Abstiegskampf.
Am Samstag werden sie ab 18:30 Uhr beim Rekordmeister in München zu Gast sein.

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Top News 3: Favre findet Matthäus-Kritik „unglaublich und nicht akzeptabel“

Favre, BVB
Stocksauer! Lucien Favre reagierte wenig amüsiert auf Lothar Matthäus’ Interpretation seiner Aussagen! Copyright: imago images / RHR-Foto

BVB-Coach Lucien Favre hat Lothar Matthäus scharf für dessen Interpretation seiner Aussagen nach der Niederlage gegen Bayern München kritisiert: “Das ist wirklich unglaublich und für mich auch nicht akzeptabel”, teilte der Schweizer gegenüber Bild.de mit.

Matthäus hatte als Sky-Experte am Dienstagabend die Aussagen des Dortmunder Trainers so interpretiert, dass dieser kurz vor einer Kündigung bei den Schwarz-Gelben stehe. Der Rekordnationalspiele brachte als direkten Nachfolger für Favre den ehemaligen Bayern-Coach Niko Kovac ins Spiel.

Favre fand diese Mutmaßungen wenig unterhaltsam und stellte klar, dass ihm “das Verständnis für diese Interpretation“ vollkommen fehle. „Ich habe das mit keiner Silbe gesagt und erst recht nicht gemeint.” Der 62-Jährige hatte sich nach der Niederlage ungewohnt kryptisch auf eine Frage zur Kritik an seiner Arbeit gegeben und ein Statement auf die Zeit nach der Saison verschoben.

“Ich bin glücklich in Dortmund, habe einen Vertrag bis 2021 und will unbedingt auch nächste Saison auf der Bank sitzen”, bestätigte Favre. “Was aus meinem Satz entstanden ist, ist völlig verrückt.” Auch wenn der Meistertitel höchstwahrscheinlich verfehlt würde, spüre er Rückdeckung aus dem Verein.

Kritik an seiner Aufstellung will der Trainer von außen aber erstrecht nicht zulassen: “Sorry, aber Lothar kann nicht alles wissen, was bei uns intern abläuft”, stellte er klar. “Ich bin der Trainer, ich sehe meine Spieler jeden Tag. Er macht seinen Job, ich meinen.”

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