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Grausam – All diese Fußballprofis starben auf dem Fußballplatz

DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

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Todesfall 10 – 8: Von der portugiesischen Tragödie bis zum japanischen Kapitän

10. Miklos Feher – Tragödie im portugiesischen Fußball

Miklos Feher starb Anfang 2004 in Guimarães. Foto: Getty Images
Miklos Feher starb Anfang 2004 in Guimarães. Foto: Getty Images

Miklós Fehér (* 20. Juli 1979 in Tatabánya; † 25. Januar 2004 in Guimarães; Spitzname Mikí) war ein ungarischer Fußballnationalspieler. Fehér begann seine Karriere bei Rába ETO Győr. 1998 wechselte er zum FC Porto.

Über die Stationen SC Salgueiros und Sporting Braga kam er 2002 zum portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon. Sein erstes Spiel in der ungarischen Fußballnationalmannschaft bestritt Fehér am 10. Oktober 1998 beim 4:0-Sieg gegen Aserbaidschan in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2000. Fehér erzielte bei 15 Einsätzen im Nationalteam sieben Tore. Am 25. Januar 2004 erlitt der Stürmer, der im Meisterschaftsspiel Vitória Guimarães – Benfica Lissabon in der 60. Minute eingewechselt wurde, infolge einer Erkältung vor laufenden TV-Kameras einen Herzstillstand aufgrund eines Herzinfarktes.

Benfica hatte kurz vor Spielende die 1:0-Führung erzielt, und Fehér wollte Zeit schinden, wofür er vom Schiedsrichter Olegário Benquerença die gelbe Karte sah. Diese nahm er grinsend entgegen, drehte sich und beugte sich vornüber. Kurz darauf fiel er rückwärts zu Boden. Er wurde reanimiert, starb jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus. Es kam zu erschütternden Szenen der Mitspieler auf dem Spielfeld. Die Zeitung Público schrieb: „Das war Benficas traurigster Sieg der Vereinsgeschichte“. Verbandspräsident Gilberto Madail erklärte damals: „Dies ist ein schwarzer Tag für den Fußball in Portugal.“

In derselben Saison gewann Benfica den portugiesischen Pokal und widmete diesen dem verstorbenen Fehér und ein Jahr später die gewonnene Meisterschaft. Seine Rückennummer 29 wird aus Respekt vor Fehér bei Benfica nicht mehr vergeben. Bei der Beisetzung in seiner Heimatstadt Győr waren mehr als 1000 Trauergäste anwesend. Darunter war auch der damalige Nationalcoach von Ungarn, Lothar Matthäus, und eine 170-köpfige Delegation von Benfica Lissabon. Ungarns Sportminister Ferenc Gyurcsány sagte: „Mach’s gut, Miklós! Ich bin gekommen, um dich im Namen Ungarns, im Namen von Millionen tief betroffener Menschen zu verabschieden.“

9. Patrick Ekeng – Medizinische Vorsorge mangelhaft

Patrick Ekeng starb nach einem Zusammenbruch beim Heimspiel seines Vereins Dinamo Bukarest. Foto: Getty Images
Patrick Ekeng starb nach einem Zusammenbruch beim Heimspiel seines Vereins Dinamo Bukarest. Foto: Getty Images

Patrick Claude Ekeng Ekeng (* 26. März 1990 in Yaoundé; † 6. Mai 2016 in Bukarest, Rumänien war ein kamerunischer Fußballspieler.  Der Kameruner starb nach einem Zusammenbruch beim Heimspiel seines Vereins Dinamo Bukarest gegen den FC Viitorul Constanta.

Nach dem Tod von Patrick Ekeng ermittelte die Polizei wegen schwerwiegender Pannen bei der medizinischen Versorgung. Die rumänische Spielergewerkschaft übte heftige Kritik an den Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Der 26 Jahre alte kamerunische Nationalspieler Mittelfeldspieler Ekeng wurde in der 63. Spielminute eingewechselt und brach nur sieben Minuten später ohne Fremdeinwirkung zusammen.

Ekeng wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert, doch er konnte nicht mehr gerettet werden.

Eine professionelle Notfallversorgung hätte weniger als 400 Euro gekostet

Patrick Ekeng wurde nur 26 Jahre alt. Foto: Getty Images
Patrick Ekeng wurde nur 26 Jahre alt. Foto: Getty Images

Die örtlichen Behörden nahmen Ermittlungen auf, weil es bei der medizinischen Versorgung des 26-Jährigen offenbar schwerwiegende Pannen gab. 

So soll es laut den Berichten etlicher Augenzeugen mehrere Minuten gedauert haben, ehe Ekeng nach seinem Herzanfall notärztlich versorgt wurde, weil sich die zuständige Ärztin auf der Tribüne anstatt in der Nähe Spielfeldes befand.

Zudem soll in dem für das Spiel bereitgestellten Krankenwagen entgegen der Vorschrift ein Defibrillator gefehlt haben. Eine professionelle Notfallversorgung hätte weniger als 400 Euro gekostet.

Die Profifußball-Gewerkschaft FIFPro und die rumänische Spielergewerkschaft AFAN übten heftige Kritik an den Erste-Hilfe-Maßnahmen.

8. Naoki Matsuda – Tod mit 34

Naoki Matsuda kam im August 2011 ums Leben. Foto: Getty Images
Naoki Matsuda kam im August 2011 ums Leben. Foto: Getty Images
Naoki Matsuda (jap. 松田 直樹 Matsuda Naoki; * 14. März 1977 in Kiryū; † 4. August 2011 in Matsumoto) war ein japanischer Fußballspieler.

Matsuda wurde in der Maebashi Ikuei High School fußballerisch ausgebildet, ehe er 1995 in den Profikader der Yokohama F. Marinos aufgenommen wurde. Seither entwickelte er sich zu einer der Identifikationsfiguren des Vereins.

Zu seinen größten Erfolgen zählen die Gewinne der J. League in den Jahren 1995, 2003 und 2004 sowie des nationalen Pokals 2001.

In den Jahren 2000 und 2002 wurde er zudem in die Best Eleven gewählt, einer Auswahl der besten Spieler einer vergangenen Spielzeit.

Mannschaftskapitän seines Teams

Naoki Matsuda bei der WM 2002 im japanischen Trikot. Foto: Getty Images
Naoki Matsuda bei der WM 2002 im japanischen Trikot. Foto: Getty Images
Matsuda gehörte regelmäßig zum Stammpersonal seines Klubs und absolvierte abgesehen von 1998 und 2007 immer fünfundzwanzig oder mehr Pflichtspiele für die Marinos. Zwischenzeitlich stieg er zudem zum Mannschaftskapitän seines Teams auf. Insgesamt lief Matsuda in 15 Jahren 385 mal für die Yokohama F. Marinos auf.

Mit seinen fast 500 Pflichtspielen für Yokohama F. Marinos stellte Matsuda den Vereinsrekord auf.Matsuda vertrat die Farben der japanischen Nationalmannschaft erstmals bei den Olympischen Sommerspielen 1996. Zuvor spielte er bereits für die Junioren-Mannschaften seines Heimatlandes. 1993 war er im Kader bei der U-17-Weltmeisterschaft, bei der er zu vier Einsätzen kam. 1995 spielte der Defensivakteur mit der U-20 bei der WM in Katar.

Vier Jahre später erhielt er seine erste Berufung für die A-Nationalmannschaft und spielte mit dieser bei der Asienmeisterschaft 2000 im Libanon. Dort kam er in drei Spielen zum Einsatz. Sein Debüt beim Asien-Cup gab der Verteidiger am 14. Oktober 2000 beim 4:1-Sieg gegen Saudi-Arabien. Trotzdem musste er für die beiden folgenden Gruppenspiele und das Viertelfinale seinen Platz räumen.

Erst im Halbfinale und schließlich im Endspiel um den Titel war Matsuda wieder im Einsatz. Das Finale, erneut gegen Saudi-Arabien, gewann die Japaner mit 1:0, so dass der Defensivspieler seinen ersten großen Erfolg im Nationaltrikot feiern konnte.

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Bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert

Die Fans und Mitspieler gedenken dem verstorbenen Naoki Matsuda. Foto: Getty Images
Die Fans und Mitspieler gedenken dem verstorbenen Naoki Matsuda. Foto: Getty Images
Im Folgejahr war Matsuda Teil des Aufgebots von Trainer Philippe Troussier beim Confederations Cup 2001. Japan schaffte es auch hier bis ins Finale. Matsuda, mit vier Einsätzen von möglichen fünf, stand bei der 0:1-Finalniederlage gegen Frankreich in der Starformation seines Verbandes und absolvierte die volle Spielzeit.

2002 wurde der Abwehrspieler wieder von Troussier berufen, um an der WM im eigenen Land teilzunehmen.

Zusammen mit Tsuneyasu Miyamoto und Kōji Nakata bildete Matsuda die Defensive seines Teams. Nachdem man die Vorrunde als Gruppensieger bewältigte, scheiterte die Mannschaft am späteren Drittplatzierten Türkei mit 0:1 im Achtelfinale.

Matsuda war neben Koji Nakata und Seigō Narazaki der einzige Akteur, der keine Minute seines Teams bei der WM verpasste. Zwei Jahre später gehörte der Verteidiger erneut zum Kader bei der Asienmeisterschaft. In China gelang es dem Team seinen Titel zu verteidigen.

Matsuda kam jedoch nur im Viertelfinale gegen Jordanien zu einem Kurzeinsatz, als er in der Verlängerung in der 115. Minute für Makoto Tanaka eingewechselt wurde. Seit 2005 fand Matsuda keine Berücksichtigung mehr für die Nationalmannschaft.

Am 2. August 2011 kollabierte Matsuda beim Training und wurde bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Tage später starb er an den Folgen eines Herzinfarkts.

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