Zwischen Hoffen und Bangen! Der HSV im Aufstiegsdrama


Der Hamburger SV könnte ein weiteres Mal den Aufstieg in die Bundesliga verpassen.

Vor dem Saisonfinale am kommenden Sonntag gegen den SV Sandhausen haben die Hanseaten nur noch eine theoretische Chance auf den ersehnten Relegationsplatz.

Die Verunsicherung nach der erneuten Last-Minute-Niederlage beim 1. FC Heidenheim ist deutlich spürbar und einige Spieler sind offenbar nur begrenzt aufstiegstauglich.

„Wenn ich jetzt sagen würde, nein, wir haben keine Chance mehr, dann wäre ich wohl ein ganz schlechter Trainer. Aber natürlich sind wir jetzt auf Schützenhilfe angewiesen“, erklärete Cheftrainer Dieter Hecking nach dem Albtraum auf der schwäbischen Ostalb.

Als Tabellenvierter hat der HSV nun einen Punkt Rückstand auf die Heidenheimer, nach einem Tor von Konstantin Kerschbaumer in der fünften Nachspiel-Minute an den Norddeutschen vorbeizogen. Während Hamburg gegen Sandhausen ran muss, ist Heidenheim bei Zweitliga-Meister und Aufsteiger Arminia Bielefeld zu Gast.

„Wir müssen jetzt erst mal unser Spiel gegen Sandhausen gewinnen und dann schauen, was in Bielefeld passiert“, so Hecking fokussiert. Der VfB Stuttgart steht nach dem 6:0 beim 1. FC Nürnberg als Tabellenzweiter als Aufsteiger so gut wie fest und ist für den HSV mit vier Punkten Vorsprung sowieso uneinholbar.

Zwei Jahre nach dem erstmaligen Abstieg nach 55 Jahren in der Bundesliga und ein Jahr nach dem verpassten Aufstieg ist der Traditionsklub kurz davor, ein weiteres Mal alles zu verspielen. Es droht ein weiterer Neuanfang, da sich der Vertrag mit Hecking nur bei einem Aufstieg automatisch verlängert.

Auch mannschaftlich drohen den Hamburgern große Verluste, da Leistungsträger wie Joel Pohjanpalo oder Mittelfeld-Talent Adrian Fein nach Ende ihrer Ausleihen kaum zu halten sein werden. Andere Spieler haben sich nach dem Restart nicht als tauglich für die Herausforderungen im Aufstiegskampf erwiesen.

Es war bereits die vierte Partie des HSV, in der er wichtige Punkte in der Schlussphase verschenkt wurden. Beim 2:2 in Fürth, beim 2:3 in Stuttgart, beim 3:3 gegen Holstein Kiel und nun eben in Heidenheim trafen die Gegner stets am Spielende und kosteten die Hamburger insgesamt sieben wichtige Punkte. „Wir hätten eigentlich schon längst durch sein können, das haben wir nicht geschafft“, sagte Hecking. Nun schwankt der Verein noch eine weitere Woche zwischen Hoffen und Bangen.

HSV, hamburger sv
Kein ungewohntes Bild: Enttäuschung beim HSV. Copyright: imago images / Sportfoto Rudel

Top News 2: Trauriger Werner-Abschied vor leeren Rängen

Werner, Nagelsmann, Leipzig
Julian Nagelsmann nimmt seinen Topscorer Timo Werner ein letztes Mal im Heimstadion in den Arm. Copyright: imago images / Poolfoto

Im letzten Heimspiel vor dem bevorstehenden Wechsel zum FC Chelsea musste Timo Werner bei der 0:2-Niederlage gegen Dortmund vor leeren Rängen tschüs sagen.

Von den „Roten Bullen“ erhielt der Stürmer vor Anpfiff noch ein Erinnerungsfoto. Vor einer handvoll Fans verließ Werner nach der Partie ohne Winken oder Autogramme ein letztes Mal die Red Bull Arena als Spieler. Ein trauriger Abschied für Leipzigs erfolgreichsten Torjäger mit 93 Tore in 158 Spielen.

Auch auf dem Platz passte in seinem letzten Heimspiel nicht viel. Bis zu seiner Auswechslung in der 70. Minute lief Werner zwar über 10 Kilometer, kam aber nur auf einen einzigen Torschuss. Das Gastspiel in Augsburg am kommenden Wochenende wird der endgültige Abschluss sein, während sein Verzicht auf das Champions-League-Turnier mit RB weiterhin für Kritik sorgt:

Lothar Matthäus sagte gegenüber Sky, dass Werner jetzt die Chance vertan habe, „in diesem Jahr vielleicht sogar Champions-League-Sieger zu werden.“
Oliver Bierhoff glaubt hingegen, dass Werners Verzicht nicht freiwillig passierte. Gegenüber  Doppelpassmeinte er: „Vielleicht gibt es auch wirtschaftliche Aspekte. Ich glaube, dass da von verschiedenen Seiten Druck auf Timo ausgeübt wurde.“

Währenddessen nimmt Berater Karlheinz Förster seinen Spieler gegenüber der Bild-Zeitung in Schutz: „Ich finde es absolut nicht fair, wenn Timo jetzt von den sogenannten Experten so hingestellt wird, als würde er den Verein und die Mannschaft im Stich lassen. Das würde er nicht machen. Oliver Mintzlaff hat ja auch bereits gesagt, dass Timo sich nichts zu Schulden hat kommen lassen und dass er ein fairer Sportmann ist.“

Es sei wichtig, als Spieler optimal auf den neuen Job in Chelsea vorbereitet zu sein. „Insofern wäre es für Timo alles andere als ein guter Start bei seinem neuen Klub gewesen, wenn er nach dem Urlaub erst noch für die Vorbereitung und die Champions League nach Leipzig hätte zurückzukehren soll. Es war eine gemeinsame Entscheidung von allen Beteiligten – und nicht ein Alleingang von Timo – dass er zum 1. Juli zu Chelsea wechselt, und nicht später.“

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Top News 3: Real übernimmt Tabellenführung

Der spanische Rekordmeister Real Madrid hat die Niederlage des Titelverteidigers FC Barcelona ausgenutzt und die Tabellenführung der Primera Division übernommen.

Das Team von Coach Zinedine Zidane Europa-League-Anwärter Real Sociedad San Sebastian mit 2:1 besiegen und dank des gewonnenen direkten Vergleichs die Tabellenführung vom punktgleichen Erzrivalen übernehmen.

Barcelona kam hingegen am Freitag nicht über ein 0:0 beim FC Sevilla hinaus. Sergio Ramos traf per Foulelfmeter bevor Karim Benzema für den dritten Real-Sieg im dritten Spiel in der 70. Minute klarmachte. Toni Kroos leitet dabei das Geschehen im Mittelfeld der Königlichen und spielte die meisten Pässe während der Partie.

Nachdem sich Real in der ersten Halbzeit noch nicht durchsetzen konnte, war der auffälligste Offensivspieler der Madrilenen nach einem tollen Sololauf nur noch mit einem Foul zu stoppen. Im Anschluss konnte Abwehrchef Ramos seinen 20. Strafstoß in Serie erfolgreich versenken. Benzema perfektionierte die Revanche für die 3:4-Niederlage im Hinspiel mit einem weiteren Tor.

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