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FC Bayern: „Ich hatte Angst“ – Joshua Kimmich über seine schwere Knie-Verletzung

Bayern-Star Joshua Kimmich äußerte sich erstmals zu seiner schweren Knie-Verletzung und den psychischen Auswirkungen der OP.

Hummels, Kimmich, Bayern

Bayern-Profi Joshua Kimmich äußerte sich im Interview mit dem Stern, erstmals zu den psychischen Auswirkungen seiner schweren Verletzung.

“Mein Knie hat sich beschissen angefühlt“, berichtete Kimmich in der Jahresrückblick-Sonderausgabe des Magazins. „Ich hatte die Angst, dass ich aufwache und mein Knie immer noch steif ist. Dann war da die Angst vor der Operation selbst”

Bei den Auswirkungen nach seiner Knie-Operation habe “sicher eine Rolle” gespielt, dass es sein erster Eingriff war, analysierte der 25-Jährige.
Außerdem sei im Voraus unklar gewesen, was genau bei der OP passieren würde. “Besser und gesünder” wäre gewesen, “zu nähen”, sagte Kimmich, “aber dann wäre ich vier bis fünf Monate ausgefallen.” Nähen war aber nicht möglich, sodass stattdessen ein Teil des Meniskus entnommen wurde und der Nationalspieler nur sechs Wochen pausieren muss.

Die „Erleichterung war groß“, als den Abwehrspieler klar wurde im Training „sofort das Gefühl (hatte): Das Knie wird wieder.”
Eine Rückkehr beim deutschen Rekordmeister ist für Januar 2021 geplant.

Kimmich: „Fühlt mich unverletztbar“

 

Vor der schweren Verletzung, die Kimmich im Klassiker bei Borussia Dortmund Anfang November erlitt, “habe ich mich unverletzbar gefühlt.“ Dies gab der Nationalspieler gegenüber dem Stern zu. Durch zusätzliches Training habe er sich “eine gewisse Rüstung” zugelegt, die ihm das Vertrauen gab: “Es kann nichts passieren.” Er sei davon überzeugt, dass ihn diese Rüstung “auch in Zukunft schützt”.

Neben seiner Knie-Verletzung, sprach der Rechtsfuß auch über den Triple-Sieg mit dem FC Bayern zu Pandemie-Zeiten.
“Dadurch, dass keine Zuschauer mehr da sind, ist es sehr wichtig, dass man sich innerhalb der Mannschaft pushen kann, dass man zusammenhält und sich auf dem Feld führt”, erklärte der defensive Mittelfeldspieler. “Wenn man vom reinen Sport ausgeht – zwei Mannschaften, sonst nichts -, war das sicher der ehrlichste Titel.”

Mit den Münchnern wolle er “jetzt eine Ära prägen.“ Und „in der Champions League mindestens das Halbfinale erreichen”, formulierte Kimmich als Ziel. Die Probleme der Nationalmannschaft verglich er mit der Situation der Bayern vor einem Jahr.
Damals befand sich der Klub unter Trainer Nico Kovac in der Krise.
Doch Kimmich weiß, dass „die Qualität vorhanden“ und die Mannschaft „in der Verantwortung (ist), das schnellstmöglich auf den Platz zu bekommen.“


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