Europa League: Reise ins Risikogebiet! Leverkusen muss bei Hapoel Be’er Scheva ran


Spannender könnten die Duelle in Europa League Gruppe E kaum sein:

Alle vier Mannschaften liegen nach zwei Spieltagen punktgleich hintereinander.
Mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage für alle Teams ist aktuell nicht abzusehen, wohin der Weg für Bayer Leverkusen, Hapoel Beer Sheva, Slavia Prag und OGC Nizza führt.

Am heutigen Donnerstag steht für die Werkself, die in der Gruppe bisher als Favorit gehandelt wird, zunächst ein Auswärtsspiel bei Hapoel Beer Sheva auf dem Plan.
Leverkusen will in Israel, das vom Auswärtigen Amt aufgrund hoher Infektionszahlen aktuell als Risikogebiet eingestuft wird, beweisen, dass die Niederlage in Prag nur ein Ausrutscher war.

Die Grundvoraussetzungen sind gut, denn die Elf von Trainer Peter Bosz hat deutlich mehr Qualität im Kader. Dennoch ist die Stärke der Israelis im eigenen Stadion nicht zu unterschätzen, so dass ein paar Restzweifel am Sieg durchaus angebracht sind.

Auch wenn Hapoel Beer Sheva nicht unbedingt nach einem angsteinflößenden Gegner klingt, hat es die israelische Elf in sich. Inklusive der Qualifikation zur Europa League hat das Team von Coach Yossi Abukasis bereits fünf von sechs Spielen in diesem Wettbewerb gewonnen und nur gegen eine knappe 0:1-Niederlage kassiert.

Da am Wochenende in der Bundesliga das rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach ansteht, ist denkbar, dass Bosz einigen seiner Stammspieler die lange Reise nach Israel ersparen wird.

Sicher ist, dass mit Patrik Schick, Paulinho und Santiago Arias drei verletzte Leistungsträger definitiv nicht mit von der Partie sein werden.
Auch Karim Bellarabi wird nach einer Roten Karte in Prag wegen einer Sperre nur zuschauen. Mit Blick auf das kommende Derby ist in der Startelf somit fast alles möglich.

Voraussichtliche Aufstellungen der Mannschaften:

Beer Sheva:
Levita – Goldberg, Kabha, Taha, Miguel Vitor, Dadia – Bareiro, Josue, Yosefi, Sallalich – Varenne

Leverkusen:
Hradecky – Jedvaj, S. Bender, Tah, Weiser – Demirbay, Palacios, Wirtz – Diaby, Bailey, Alario

Anpfiff der Partie im Turner-Stadion ist um 18:55 Uhr.

Amiri, Bellarabi, Leverkusen
Wollen mit Leverkusen auf jeden Fall die K.O.-Phase der Europa League erreichen: Der aktuell gesperrte Karim Bellarabi (l.) und Nadim Amiri. Copyright: imago images / Norbert Schmidt

Top News 2: Europa League: Hoffenheim empfängt Underdog Liberec

Hoffenheim, Jubel
Hoffenheim hat in der Europa League gute Chancen auf einen Sieg über Liberec. Copyright: Imago images

Die TSG 1899 Hoffenheim hat aktuell einen äußerst straffen Zeitplan!

Dabei waren die Kraichgauer vor Saisonbeginn noch begeistert nun jeden Donnerstag auf internationalem Terrain antreten zu dürfen. Nach wenigen Wochen schlägt diese Vorfreude aber in Ernüchterung um und die ersten Ermüdungserscheinungen werden sichtbar.
Obwohl die Elf von Trainer Sebastian Hoeness in der Europa League nach zwei Spieltagen schon sechs Punkte auf dem Konto hat, ist die Doppelbelastung besonders in der Bundesliga spürbar.

Aus den letzten vier Partien konnten die Blau-Weißen nur einen einzigen Punkt mitnehmen und müssen besonders aus diesem Grund das heutige Europa League-Spiel nutzen, um wieder Selbstvertrauen aufzubauen.

Auf der Gegenseite steht mit Slovan Liberec ein durchaus besiegbarer Gegner, nachdem sich die Nordböhmen bereits in der Vorwoche in Form von Roter Stern Belgrad als angenehmer Gast erwiesen. Hoffenheim siegte damals souverän mit 1:5 und ließ damit auch eine Prognose auf das heutige Match zu.
Der tschechische Underdog könnte für die personell Corona-geschwächten Hoffenheimer genau der richtige Gegner sein, um zu punkten.
Denn unteranderem fällt Torjäger Andrej Kramaric aufgrund seiner Infektion weiterhin aus.

Voraussichtliche Aufstellungen der Mannschaften:

Hoffenheim:
Baumann; Posch, Vogt, Akpoguma; Skov, Samassekou, Grillitsch, Rudy, Sessegnon; Bebou, Belfodil

Liberec:
Nguyen; Koscelnik, Chalus, Tijani, Mikula; Matousek, Mara, Hromada, Sadilek, Mosquera; Yusuf

Anpfiff des Spiels in der PreZero-Arena ist um 21 Uhr.

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Top News 3: Thematisieren oder totschweigen? Doping-Vorwürfe im Profi-Fußball

Maradona darf alles. Hier gönnt er sich während der WM 2006 in Deutschland eine Zigarette auf der Ehrentribüne.
Diego Armando Maradona. Wie waren die letzten Tage des toten Fußballstars wirklich? Foto: Imago images

Im Fußball ist ein Wort tabu: Doping.

Unvergessen ist in diesem Zusammenhang Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrts Zitat aus dem Jahr 2018 in der Zeit. “Soweit ich das übersehe, gibt es kein Doping”, hatte der damalige Teamarzt des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft gesagt.

Eine gewagte These, die nicht von jedem unterstützt wird.
“Wer die Augen vor Doping so zumacht oder zumindest so tut, der übersieht natürlich die aktuellen Trends im Doping im Fußball”, kommentierte der Anti-Doping-Experte Fritz Sörgel damals gegenüber Vice die Aussage des Mediziners. Und auch die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) schrieb: “Doping hat durchaus auch im Fußball Sinn.”

Und das nicht erst seit gestern! Den ersten und bis heute wohl bekanntesten Dopingfall hatte die Fußballwelt bei der WM 1994 zu verkraften, als in Diego Maradonas Urin Ephedrin nachgewiesen wurde.
Die bei Wikipedia einsehbare Liste positiv getesteter Spieler umfasst mittlerweile über 200 Namen, mehr oder weniger bekannter Fußballer.
Auch der heutige Trainer von Manchester City, Pep Guardiola, landete nach einer positiven Probe 2001 in der wenig ruhmreichen Aufzählung.

Doch nicht nur die Betroffenen selbst sprechen ungern über die Verwendung leistungssteigernder Mittel. Auch die Medien halten sich, vorrangig aus Angst vor negativen Reaktionen, mit der Berichterstattung zurück.
Zu schnell stehen Karrieren auf dem Spiel, zu groß sind die Konsequenzen.

Bestes Beispiel: Der französische Abwehrspieler Mamadou Sakho vom englischen Erstligisten Crystal Palace.
Im März 2016 wurde der damals beim FC Liverpool unter Vertrag stehende Nationalspieler nach einem positiven Dopingtest suspendiert.
Später stellte sich heraus, dass die gefundene Substanz nicht auf der Verbotsliste stand.
Da hatte die World Anti Doping Agentur (WADA) aber bereits zwei Stellungnahmen herausgegeben, die Sakho ein Dopingvergehen unterstellten.

Der Abwehrspieler verpasste daraufhin das Europa-League-Finale sowie eine Berufung in das französische Aufgebot für die EM 2016.
Ein Gericht sprach den heute 30-Jährigen nun frei und verurteilte die WADA zu einer Entschädigungszahlung sowie einer Entschuldigung.

“Ich bin glücklich”, sagte Sakho nach der Verhandlung: “Es gibt nichts Schlimmeres für einen Sportler, als des Dopings beschuldigt zu werden.”

Zurück bekommt der Verteidiger die verlorenen Chancen aber nicht, stattdessen gerät das Wort „Doping“ einmal mehr in Verruf.

Doch welcher Weg ist der richtige für den Fußball: Thematisieren oder totschweigen?
Eine Antwort wurde bisher noch nicht gefunden …

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