Bundesliga: Bayern kann es auch ohne Lewandowski – BVB dankt Weltmeister


Top-News 1: FC Bayern siegt auch ohne Robert Lewandwoski beim 1. FC Köln

Dass der FC Bayern München beim 1. FC Köln gewinnen würde, darauf konnte man fast wetten. Der letzte Heimerfolg der „Geißböcke“ gegen den Rekordmeister liegt fast 10 Jahren zurück. Am 5. Februar 2011 wackelte der Dom. 3:2 für den FC gegen die Bayern.

Die Bayern kamen ohne Robert Lewandowski (32) zum Sieg im leeren RheinEnergie-Stadion. Eine offizielle Begründung, warum der Pole nicht mit nach Köln reiste, gab der FC Bayern am Samstagmittag nicht ab.

Ohne Lewandowski? Der Blick auf die ohnehin geringen Ausfallzeiten von „Lewy“ zeigt (wenig) Überraschendes. Auch wenn die Tor-Maschine (10 Treffer in 5 Spielen 2020/2021) fehlt, sind die Münchner „da“. 2019/2020 musste Lewandowski in 3 BL-Spielen passen. 2 Partien verpasste er verletzt, eine nach Gelbsperre. Alle 3 (6:0 in Hoffenheim, 2:0 gegen FC Augsburg, 2:1 gegen Gladbach) wurden gewonnen. Dieses Mal waren es Thomas Müller (13. / Handelfmeter) und Serge Gnabry (45. + 1). Sie machten für die Bayern den Sieg klar. 2018/2019 sah man Lewandowski nur ein Mal nicht an Bord. Die Folge: 1:1 gegen den FC Augsburg. Niko Kovac hatte ihn geschont…

Das Tor de Cologne von Dominick Drexler (82.) kam zu spät. Für die Kölner war es die 7. Heimpleite gegen den FC Bayern in Folge. Der FC hat keines der ersten 6 Spiele gewinnen können. Das Etikett „Fahrstuhlmannschaft“ haftet ganz groß an der Elf von Markus Gisdol. Nur zum Vergleich: 2017 ging es mit 5 Niederlagen in die Abstiegs-Saison. Insgesamt blieb man bis zum 17. Spieltag ohne Sieg. Gott sei Dank, dass es noch gegen den VfL Wolfsburg (2:0) ging. Die „Wölfe“ sind für so eine Nummer immer zu haben. 5 Saisonsiege holten die Rheinländer 2017/2018 insgesamt nur.

1. FC Köln FC Bayern München
Thomas Müller und der FC Bayern München feiern den Führungstreffer beim 1. FC Köln. Foto: Imago Images / Poolfoto

Top-News 2: Bundesliga: Beim 2:0-Pflichtsieg bei Arminia Bielefeld sammelt der BVB Argumente gegen Favre

Mats Hummels Borussia Dortmund FC Schalke 04 3:0
Mats Hummels traf auch schon im Derby gegen Schalke für Borussia Dortmund. Er avanciert langsam zum Torjäger des BVB. Foto: Imago Images / Poolfoto

Keine Überraschungsmomente, keine Geschwindigkeit, kein Mut zum Risiko. Das ist nicht etwa die Spiel-Analyse von Arminia Bielefeld gegen Borussia Dortmund. Nein. So präsentierte sich der BVB in der leeren Schüco Arena. Quälend lange.

Ein Werbefilm für den Monsieur war es nicht. Lucien Favre (62) wurde schon angezählt. Der BVB-Coach wirkte angespannt, als er die Bielefelder Arena betrat. Nach dem keineswegs überzeugenden CL-Spiel gegen St. Petersburg (2:0) präsentierte SPORT BILD am Mittwoch 3 Nachfolge-Kandidaten für den Schweizer. Es sind dies Marco Rose (Gladbach), Julian Nagelsmann (RBL) und Jesse Marsch (RB Salzburg). Auch die Champions-League-Sieger Dietmar Hamann und Steffen Freund hatten bei Sky den Daumen gesenkt.

Das Bielefeld-Spiel zeigte vor allem 2 wesentliche Dinge. Diese sind beim BVB unter Favre immer wieder zu beobachten. Gegen vermeintlich „kleine“, defensiv eingestellte Gegner tut sich Dortmund schwer. 2019 waren es Augsburg (1:2), Nürnberg (0:0) und Werder Bremen (2:2). Sie brachten die Borussia um den Titel. Nun strauchelte man wieder in Augsburg (0:2). Dass es in Bielefeld (2:0) nicht auch passierte, lag an Mats Hummels. Der Weltmeister entschied diese schwache Partie. Dank der viel zitierten „individuellen Klasse“ (54.). Auch das 0:2 (71.) ging auf den Abwehrchef. Wieder per Kopfball. Nach Flanke von Marco Reus. Hummels jubelte im Stil von Joshua Kimmich, mit weit ausgebreiteten Armen. Aber: Hummels musste kurz vor Schluss (86.) nach Oberschenkelverletzung raus. Einsatz in Brügge und gegen den FC Bayern mehr als fraglich!

Augenfällig ist auch, dass Favre es sich durch seine ständigen Umstellungen im Team immer wieder selbst schwer macht. Er ließ Sturmbulle Erling Braut Haaland (20) „angeschlagen“ draußen. Stattdessen setzte er auf seine Musterschüler. Thorgan Hazard (27), Reus (31) und Julian Brandt (24). Die haben in dieser Saison den Beweis, Führungsspieler zu sein, noch nicht erbracht. Aber: Defensiv zeigt sich Dortmund stabiler. 5-mal spielte man in 6 BL-Partien zu Null, ein Mal in der Champions League. ,,Das ist gar nicht so schlecht”, befand Thomas Delaney anschließend bei Sky.

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,,Mes que un Pleite" - FC Barcelona vor dem Ruin? Das Ende einer Komfort-Zone!

FC Barcelona Fans Protest
Wütende Fans des FC Barcelona protestieren in Camp Nou gegen den Abschied von Superstar Lionel Messi. Foto: Imago Images / Agencia EFE

Der Spieltag in La Liga wurde am Samstag von den Pleite-Gerüchten zum FC Barcelona überschattet. ,,Mes que un Pleite” für ,,Mes que un Club” – Ohne einen Gehaltsverzicht der Superstars um Lionel Messi (33) wird es bei den Katalanen nicht weitergehen.

Wie die spanischen Sportzeitungen AS und Marca am Samstag unter Berufung auf den Radiosender RAC 1 berichten, droht dem FCB die Zahlungsunfähigkeit. Die Verhandlungen zwischen den Anwälten der hoch dotierten Profis und den Klub-Bossen hätten am Freitag begonnen, hieß es.

Von einer Frist bis zum 5. November 2020 ist zudem die Rede. Verzichten die ,,Barca”-Stars bis dahin nicht auf einen Teil ihrer Gehälter, ist die Messi gelesen. Der Verein muss den Berichten zufolge 190 Mio. Euro einsparen, also 30 Prozent des bisherigen Etats. Die seit März wütende Corona-Pandemie und die dadurch fehlenden Zuschauer-Einnahmen haben ,,Barca” in eine dramatische Schieflage gebracht.

Vorstandschef Carles Tusquets: ,,Unser Hauptaugenmerk sind die Finanzen. Die Pandemie hat Barcelona besonders hart getroffen.” Er stellte zudem klar: ,,Der Verein ist von den Zuschauern abhängig, und diese ganzen Einnahmen sind verloren.” Geht der FC Barcelona in die Insolvenz, wäre dies das Ende einer Legende.

Und das Ende einer jahrelang gepflegten Komfort-Zone. Seit dem Champions-League-Sieg 2015 gegen Juventus Turin (3:1) in Berlin ergießt sich ,,El Gigante” in Selbstgefälligkeit. Man verwaltet Stillstand. Den letzten CL-Trainer Luis Enrique (jetzt Nationaltrainer Spaniens) konnte man nicht gleichwertig ersetzen. Der spätestens 2018 fällige Umbruch wurde viel zu spät eingeleitet. Zwar trennte man sich von Altstars wie Luis Suárez (33, Juventus Turin) oder Ivan Rakitic (32, zurück zum FC Sevilla). Aber der Machtkampf zwischen Messi, der im Sommer unbedingt weg wollte und wohl auch von der Payroll gehört hätte, riss die Fassade ein. Barcelona unterhält einen 878 Mio. Euro teuren Luxuskader. Den damit verbundenen, hohen Ansprüchen wird man weder in La Liga noch international gerecht. Seit 2015 erreichte der FC Barcelona kein Champions-League-Finale mehr. Gegen Teams wie die AS Rom (2018, 1:4 nach 3:0 im Hinspiel) oder den FC Liverpool ein Jahr später (0:4 / Hinspiel: 3:0) galt die Devise ,,Messi wird’s schon richten”. Dass der Argentinier bei aller spielerischen Klasse kein Alleinunterhalter ist, zeigte sich deutlich. Überdeutlich wurde es am 14. August 2020. Der FC Bayern München zerlegte ,,Barca” im Champions-League-Viertelfinale 8:2. In Lissabon kassierte der Stolz Kataloniens die dritthöchste Pleite seiner gesamten Klub-Historie. Seitdem brodelte es. Der noch abgewendete Messi-Abschied trieb die Fans auf die Barrikaden. Es war, als würde Corona eine Institution dieser (Fußball)-Welt zum Kippen bringen… Um den Kader umzuformieren, nahm der neue Coach Ronald Koeman mehr als 115 Mio. Euro in die Hand. Für den 30-jährigen Miralem Pranjic zahlte man Juventus Turin 60 Mio. Euro. Die Italiener wird’s freuen. Ein Kracher ist das nicht.

Auf einen Gehaltsverzicht wird man sich schwerlich einigen können. Das ließ Führungsspieler Gerard Piqué jüngst in einem Interview durchblicken. Wen kann Barcelona in der Finanznot verkaufen? Ansu Fati (18), 80 Mio. Euro geschätztes Juwel, oder Weltmeister Antoine Griezmann (29) wären 2 Kandidaten. 50 Mio. Euro wären im besten Fall für den aus Dortmund geholten Flop Ousmane Dembélé (23) drin. Der Weltmeister mit den hohen Ausfallzeiten und den vielen Disziplinlosigkeiten steht schon lange auf der Streichliste. Aber wer zahlt im Corona-Chaos noch einen fairen Preis?

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