BVB: Jadon Sancho bastelt weiter an Bad Boy-Image – Kölns verpasste Transfer von Bayern-Juwel


Top-News 1: Jadon Sancho bleibt bei Borussia Dortmund – und bastelt weiter am Bad-Boy-Image

Die Fans von Borussia Dortmund können vorerst aufatmen. Das Juwel Jadon Sancho (20) bleibt beim BVB. Als der Engländer sich Mitte der vergangenen Woche wegen einer „Atemwege-Infektion“ zum Supercup-Finale beim FC Bayern München abgemeldet hatte, drohte noch ein unangenehmes Déja vu.

2017 und 2018 hatten sich mit solchen Tricks schon Ousmane Dembélé (jetzt FC Barcelona) und Pierre-Emerick Aubameyang (FC Arsenal) vom BVB weg gestreikt. Nun also Sancho? Nein!

„Sein Fehlen so kurz vor dem Ende der Wechselfrist“, schrieb das Kicker-Sportmagazin am vergangenen Donnerstag, „beflügelte die Fantasie jener Träumer, die in England noch immer auf einen spektakulären Wechsel hoffen.“ Stimmt. Sancho fehlte Dortmund zwar. Aber es drohte keine Gefahr mehr eines Last-Minute-Transfers! Auch nicht von Manchester United. Der englische Rekordmeister soll für den englischen Nationalspieler 117 Mio. Euro geboten haben – und war dann doch aus dem Poker ausgestiegen. „Sie lachen darüber, dass wir in England immer noch an diesen Transfer glauben“, war es Sky UK-Reporter Gary Cotterill fast ein wenig traurig. Bei Borussia Dortmund dürfte man hingegen froh gewesen sein, dass alle Wechsel-Spekulationen mit dem gestrigen Montagabend ein Ende hatten.

Munter weiter geht indes Sanchos Party-Tour. Mit seinem nicht eben professionellen Verhalten macht der BVB-Profi sich auch und gerade in Corona-Zeiten nicht wirklich beliebt. Das britische Massenblatt The Sun präsentierte am Montag Fotos, die Sancho beim Feiern zeigten. Er feierte mit dem Chelsea-Profi Tammy Abraham am vergangenen Samstag dessen 23. Geburtstag. Währenddessen spielten seine Kollegen in Dortmund in der Bundesliga gegen Freiburg (4:0). Im letzten Jahr hatte BVB-Coach Lucien Favre den jungen Engländer wegen Disziplinlosigkeiten aus dem Kader gestrichen.

Die strengen Corona-Bestimmungen in Großbritannien ließen Abraham und Bebraham dieses Mal offenbar kalt. „Wir sind im engen Austausch mit der englischen FA und den Vertretern der Nationalmannschaft“, hieß es am Montag in einem offiziellen BVB-Statement. Der Bundesligist schrieb darin weiter: „Die Verantwortlichen vor Ort arbeiten – mit Blick auf die englischen Covid-19-Regeln – gerade intensiv an der Aufklärung des Vorgangs und werden sich mit Sicherheit noch äußern.“ Die Polizei, so hieß es am Dienstagabend in einer Mitteilung, wird nicht gegen Sancho wegen angeblicher Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen ermitteln.

Sancho, Borussia Dortmund, BVB
Schluss mit Spielchen! Der BVB macht Nägel mit Köpfen im Sancho-Poker! Copyright: imago images / Poolfoto

Top News 2: Transfers – Darum kam Bayern-Talent Zirkzee nicht zum 1. FC Köln

Joshua Zirkzee FC Bayern München 1. FC Köln
Das RheinEnergie-Stadion wird nicht die neue Heimat von Bayern Münchens Joshua Zirkzee. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Pleiten, Pech und Kölle – Der FC hatte – wie sein rheinischer Rivale Bayer Leverkusen – am „Deadline Day“ wirklich Pech. Der Transfer von Bayern Münchens erst 19 Jahre altem Stürmer-Talent Joshua Zirkzee scheiterte.

Bayer Leverkusen war am Montag spektakulär bei der Verpflichtung des Kosovo-Stürmers Milot Rashica (24) von Werder Bremen abgeblitzt. Und das, obwohl Rashica bereits nach Leverkusen gereist war.

Den Kölnern erging es nicht besser. Der FC Bayern München lehnte ein Leihgeschäft mit dem niederländischen Angreifer schlichtweg ab. Zirkzee, seit 2017 im Verein, blieb in München. Bis zur Last-Minute-Verpflichtung des ablösefreien PSG-Stürmers Eric Maxim Choupo-Moting (31) galt der Niederländer noch als ideales Backup für Superstar Robert Lewandowski (32).

Somit war der 1. FC Köln außen vor – und strich Zirkzee von der Wunschliste. Die „Geißböcke“ hatten indes bereits im August beim FC Bayern angefragt. Sie wollten Zirkzee unbedingt auf Leihbasis nach Köln holen.

Inzwischen ist auch klar: Zirkzee wird nicht zu seinem Ex-Klub Feyenoord Rotterdam ausgeliehen werden. Das bestätigte Feyenoord-Sportdirektor Frank Arnesen gegenüber Voetbal International. „Es wird nichts mehr passieren“, sagte der Däne am Montag.

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Top-News 3: Ex-Bundesligist KFC Uerdingen bleibt die große Spielermühle – 17 Abgänge!

Kevin Großkreutz KFC Uerdingen
Kevin Großkreutz (li., mit Joshua Zirkzee) in seinem bislang letzten Spiel für den KFC Uerdingen in Düsseldorf gegen FC Bayern München II (0:3) am 26. Januar 2020. Foto: Imago Images / Revierfoto

Weltmeister Kevin Großkreutz wurde beim Drittligisten KFC Uerdingen fristlos gekündigt – und auch sonst scheint der Klub aus Krefeld der Durchgangsbahnhof für Fußballprofis zu sein.

Mit dem Ende der Sommer-Transferperiode verkündete der KFC seinen 17. Spieler-Abgang. Auch mit Manuel Konrad wurde am Montag eine vorzeitige Vertragsauflösung bekannt.

Diese Entscheidung, so teilte der DFB-Pokalsieger von 1985 mit, sei „in beiderseitigem Einvernehmen getroffen“ worden. Konrad hatte im September 2019 eine folgenschwere Diskussion mit dem mächtigen russischen Klub-Investor Mikhael Ponomarev. Zwar entschuldigte sich Konrad (27 Liga-Spiele 2019/2020) hinterher und nannte das Ganze in der Zeitung Rheinische Post eine „überzeichnete Persiflage“. Doch sein Abschied war ebenso beschlossene Sache wie beim Ex-Dortmunder Kevin Großkreutz und beim früheren FC-Profi Dominic Maroh.

Mit Konrads Abgang verzeichnet der KFC Uerdingen, wo unter der Ägide Ponomarev Hire and Fire herrscht, den 17. Spielerweggang in dieser Sommer-Transfer-Periode. Neben Großkreutz und Konrad verließen auch Keeper René Vollath (Türkgücü München) oder Franck Evina (FC Bayern II) den Verein. Umgekehrt wurden auf dem Verschiebe-Bahnhof des deutschen Fußballs 16 neue Profis geholt. Dazu gehören Dave Gnaase (Würzburger Kickers) und Kolja Pusch (Admira Wacker).

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