BVB-Legende im ,,Heul doch”-Interview – Kritik an Rangnick


BVB-Legende im ,,Heul doch”-Interview

Er war Deutscher Meister und UEFA-Cup-Finalist 2002 mit Borussia Dortmund, gehörte mit einer Ablöse von 6,75 Mio. Euro, die man an Paris St.-Germain zahlte, zweitweise zu den teuersten BVB-Neuzugängen: Christian Wörns (48)

Der 66-fache deutsche Nationalspieler hat seine Karriere mit Vertragsende bei der Borussia zum 1. Juli 2008 beendet. Seitdem war er unter anderem als Trainer der zweiten Mannschaft von Bundesligist FC Augsburg zu sehen.

Nun hat der gebürtige Mannheimer, der fast ein Jahrzehnt für die Schwarz-Gelben aus Dortmund spielte, ein doch etwas wehmütiges Interview gegeben. Der Fußballzeitschrift 11 FREUNDE schilderte der Vize-Europameister von 1992 vor allem seinen enttäuschenden Abschied aus der Nationalmannschaft. Dieser fiel in die kurze „Ära“ Jürgen Klinsmann, unmittelbar vor der Heim-WM 2006. Klinsmann bootete Wörns im Anschluss an ein Telefonat im Spätsommer 2005 aus der Nationalmannschaft aus. Der Innenverteidiger kritisierte Klinsmann als „falsch“ und „respektlos“ – und erhielt u. a. Rückendeckung durch DFB-Kapitän Michael Ballack. Dennoch wurde er von Klinsmann nicht mehr nominiert.

Christian Wörns hat diese Kritik im Gespräch mit 11 FREUNDE erneuert. Ab einem gewissen Punkt habe er kein Versöhnungs-Gespräch mehr gebraucht, erklärte Wörns, da sei es ihm wichtiger gewesen, morgens noch in den Spiegel schauen zu können.

Es sei „nicht vernünftig mit ihm umgegangen worden“, klagt der Ex-Nationalspieler, der seit 2019 auch für die U18 des DFB arbeitete.

Christian Wörns Borussia Dortmund
Christian Wörns beendete 2008 bei Borussia Dortmund seine Karriere. Foto: Imago Images / Claus Bergmann

Top-News 2: Machtkampf um Milan – Maldini sieht Rangnick-Engagement kritisch

Jürgen Klinsmann
Jürgen Klinsmann (m.) und Ralf Rangnick (l.) nach dem legendären Bundesliga-Spitzenspiel FC Bayern München - 1899 Hoffenheim (2:1) am 5. Dezember 2008. ,,Fußball-Professor" Rangnick führte Hoffenheim als Aufsteiger damals zur ,,Herbstmeisterschaf". Foto: Imago Images / Team 2

Trainer, Sportdirektor, Head of Sport and Development Soccer – Ralf Rangnick (61) war bei RB Leipzig und Red Bull gewohnt, die Fäden in der Hand zu halten.

Genau an den Kompetenzen, die der Schwabe beim AC Mailand erhalten soll, könnte ein Engagement bei Milan jetzt scheitern.

Mit seinen Anforderungen scheint Rangnick die Verantwortlichen beim AC Mailand zu irritieren – und fast zu weit zu gehen. Rangnick wolle die ganze Macht, erklärte Milan-Sportdirektor und Klublegende Paolo Maldini (51) am Montag der Nachrichtenagentur Ansa, sowohl im technischen als auch im sportlichen Bereich. Damit grätsche er in Bereiche, in denen Fachleute mit regulärem Vertrag arbeiten, kritisiert der italienische Vize-Weltmeister von 1994.

Die Forderungen von Rangnick, so wählte Maldini einen gewagten Vergleich, seien so heftig wie ein Platzsturm. Sein „gut gemeinter“ Rat an den Schwaben Rangnick: „Bevor er Italienisch lernt, sollte er das Konzept von Respekt überdenken.“ Das klingt nicht gerade nach Kompromissbereitschaft und großer Vorfreude auf den Fußball-Professor, der RB Leipzig 2016 in die Bundesliga führte…

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Top-News 3: England-Profi Danny Rose kritisiert Premier-League-Restart

Danny Rose im Champions-League-Spiel FC Bayern München gegen Tottenham Hotpsur (3:1) am 11. Dezember 2019. Foto: Imago Images / AFLOSPORT

Die englische Premier League plant für den 11. Juni 2020 und nach der Corona-Pandemie das „Project Restart“, die Rückkehr zum Spielbetrieb. Diese Entscheidung stößt bei den Fußballprofis in England auf Unverständnis.

Premier-League-Profi Danny Rose, von Bayern Münchens Champions-League-Gruppengegner Tottenham Hotspur bis Saisonende an Newcastle United ausgeliehen, hat in den sozialen Netzwerken vor einem zu frühen Start gewarnt. „Man sollte nicht einmal über Fußball sprechen, bevor die Zahlen nicht massiv rückläufig sind“, kritisierte Rose.

In Großbritannien sind – Stand: 11. Mai 2020 – mehr als 32.000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie verstorben. Mit seiner Meinung steht der 29-Jährige nicht allein.

Laut BBC Sport haben noch weitere Spieler gegenüber der Spielergewerkschaft Professional Footballer’s Association (PFA) ihre Bedenken geäußert.

„Es macht mir Angst, mitten in der Pandemie in den Spielbetrieb zurückzukehren“, sagte etwa Manchester Citys Stürmerstar Sergio Agüero (31). Sein Mitspieler Raheem Sterling (25) mahnte ebenfalls. Der Moment, in dem man zum Fußball zurückkehrt, so der Nationalspieler, müsse für Spieler, Fans, Betreuer und das medizinische Personal absolut sicher sein.

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