PSG nach Saisonabbruch zum Meister erklärt – England trauert um Ex-Nationalspieler


Nach Saisonabbruch in der Ligue 1: PSG zum Meister erklärt

Der französische Fußballverband (F. F. F.) hatte am Dienstag als Folge der Ausbreitung der Corona-Pandemie die Saison in der Ligue 1 und in der Ligue 2 abgebrochen.

Bis Ende August 2020 werden in Frankreich keine Sportveranstaltungen mehr stattfinden. Seit Donnerstag steht fest: Der souveräne Tabellenführer Paris St. Germain, mit 12 Zählern vor Olympique Lyon auf Rang eins, wird zum Meister der Spielzeit 2019/2020 erklärt.

Die großen Verlierer in Frankreich sind der FC Toulouse und der SC Amiens. Die Frage „Toulouse or not to lose?“ beantworten die Verbandsoberen nun negativ. Beide Klubs müssen absteigen, obwohl regulär noch zehn Spiele zu absolvieren gewesen wären. Das „Veto“ von Toulouse-Präsident Olivier Sadran („Der Abstieg eines Klubs ist eine Bestrafung, die nicht den Regularien entspricht“) bleibt ohne Wirkung. Während Toulouse mit nur 13 Zählern abgeschlagen am Tabellenende steht, trennen Amiens bei 23 Punkten nur vier Zähler vom Abstiegsrelegationsplatz, den Nimes hält. Da es keine Relegationsspiele geben wird, bleibt Nimes in der Ligue 1. Nutznießer des Abbruchs neben PSG und Nimes sind in der Ligue 2 der RC Lens und den FC Lorient, die somit als Aufsteiger feststehen.

Der Racing Club Lens war im WM-Jahr 1998 Frankreichs Sensationsmeister und kehrt nun, nach fünfjähriger Abstinenz, in die Ligue 1 zurück.

Paris St. Germain Meister Ligue 1
Eine Meisterfeier wie beim Titelgewinn 2019 wird es für Trainer Thomas Tuchel (l.) und sein Star-Ensemble von Paris St.-Germain in diesem Jahr nach Saison-Abbruch kaum geben... Foto: Imago Images / Xinhua

Transfers: Torhüter Gikiewicz verlässt Union Berlin

Rafal Gikiewicz Union Berlin
Rafal Gikiewicz im Derby mit Union Berlin gegen Hertha BSC am 2. November 2019. Foto: Imago Images / Eibner

Egal, wie es in der Bundesliga-Saison 2019/2020 weitergeht: Rafal Gikiewicz (32) von Union Berlin hat eine der ganz großen Szenen geliefert.

Im Berliner Derby gegen Hertha BSC (1:0) am 2. November 2019 hat der polnische Keeper Chaoten, die auf den Rasen gestürmt waren, energisch vom Spielfeld vertrieben.

Diese Dynamik wird er ab Sommer wohl bei einem anderen Verein einbringen. Wie der Bundesligist aus Berlin am Donnerstagmittag bekannt gegeben hat, werden sich die Wege von Union und Gikiewicz am Saisonende trennen. Der 2018 vom SC Freiburg in die Bundeshauptstadt gewechselte Torhüter wird die Offerte der Köpenicker nicht akzeptieren – und den Verein verlassen.

„Nachdem wir uns in mehreren Verhandlungsrunden jedoch wirtschaftlich nicht einigen konnten, haben wir entschieden, uns auf der Torwartposition neu zu orientieren“, sagt Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert, „zunächst aber konzentrieren wir uns gemeinsam auf die laufende Saison, die wir mit dem Klassenerhalt erfolgreich zu Ende bringen wollen.“

Rafal Gikiewicz hat für Union Berlin insgesamt 67 Pflichtspiele bestritten. In der historisch-ersten Bundesliga-Saison der „Eisernen“ muss er in 25 Spielen 41 Gegentore hinnehmen, nur 6-mal bleibt er ohne Gegentreffer. An Gikiewicz, dessen erste Station in Deutschland ab 2014 Eintracht Braunschweig ist, soll unter anderem der Hamburger SV interessiert sein.

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Leeds trauert um Ex-Nationalspieler Trevor Cherry

Trevor Cherry Leeds United Johan Cruyff
Europapokal-Halbfinale der Meister 1975: Trevor Cherry von Leeds United stoppt Superstar Johan Cruyff (r.) vom FC Barcelona. Foto: Imago Images / Colorsport

Der englische Fußball muss erneut den Verlust eines großen Spielers beklagen. Trevor Cherry, ehemaliger Verteidiger in der englischen Fußball-Nationalmannschaft und bei Leeds United, ist im Alter von 72 Jahren verstorben.

Das berichtet BBC Sport am Donnerstag. „Er starb plötzlich und unerwartet“, bestätigt Leeds United die Meldung, „unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Ehefrau Sue, seinen Söhnen Darren und Ian, Tochter Danielle und den fünf Enkelkindern.“

Cherry hat insgesamt 486 Spiele für die „Whites“ von Leeds United absolviert. Er ist 1972 von Huddersfield Town an die Elland Road gewechselt, wo ihm mit Leeds United, unter anderem mit dem legendären Coach Don Revie („The Gaffer“) und Kapitän Billy Bremner, 1974 der Gewinn der englischen Meisterschaft gelingt. 1975 steht Cherry mit Leeds United im Europapokalfinale der Landesmeister gegen den FC Bayern München – 0:2 in Paris.

Trevor Cherry hat insgesamt 27 Länderspiele für die „Three Lions“ absolviert. Bei der EURO 1980 in Italien führt er das Team als Kapitän an. Als Spielertrainer von Bradford City (92 Spiele) lässt er 1985 seine Karriere ausklingen.

Nach dem am 17. April 2020 an den Folgen von COVID-19 verstorbenen Norman Hunter († 76) trauert Leeds damit innerhalb von nur zwei Wochen um seinen zweiten Klasse-Verteidiger von damals.

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