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Transfers: Leroy Sané wird für den FC Bayern deutlich günstiger – Leipzig kämpft um Schick

Ligalive am ABEND – Hängt der Transfer von Leroy Sané zum FC Bayern München nur noch an der Ablösesumme? Indes kämpft RB Leipzig um den Verbleib von Leihstürmer Patrik Schick (24) und in Berlin kündigt sich ein weiterer Geldsegen an.

Leroy Sané Manchester City

Transfers: FC Bayern München und Leroy Sané ,,nähern” sich beim Gehalt an

Manchester City will Leroy Sané (24) offenbar an den FC Bayern München abgeben. Aber der englische Meister, dessen internationaler Start nach der Europacup-Aussperrung mehr denn je ungewiss ist, will auch keinen Verlust machen.

Allzu verständlich: Leroy Sané hat sich Manchester City 2016 für 52 Mio. Euro vom FC Schalke 04 geangelt. Nun hat man laut Kicker-Angaben (Donnerstag) 50 Millionen Euro für den deutschen Nationalspieler aufgerufen. Die Bayern seien allerdings nur bereit, 40 Mio. Euro für Sané zu zahlen.

Dennoch würde Sané für die Münchner deutlich günstiger werden. Im August 2019 galt Sané bereits Top-Wunschkandidat der Bayern. Damals verlangten Man. City und der frühere FCB-Trainer Pep Guardiola (49) noch 125 Millionen für den Linksaußen.

Manchester City ist stark mit dem Preis heruntergegangen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Corona-Krise drückt auch auf den Transfermarkt und senkt die Preise für Spielerwechsel. Sané hat seit seiner Kreuzband-Operation im August 2019 kein einziges Pflichtspiel mehr für die „Citizens“ mehr bestritten. Sein Kontrakt in Manchester ist bis 30. Juni 2021 datiert.Eine Differenz von zehn Millionen Euro, so ist Carlo Wild, Bayern-München-Experte beim Kicker-Sportmagazin, sicher, könnten die FCB-Verantwortlichen locker überbrücken. Nach Kicker-Informationen soll Sané zudem bereit sein, Einbußen beim Gehalt einzukalkulieren. Spannend.Das könnte Schick werden! So Bundesligist RB Leipzig im Sommer wirklich ohne Top-Torjäger Timo Werner (24) planen müsste, wäre ein Ersatz bereits da. Patrik Schick (24).

Der Tscheche spielt bereits seit Sommer 2019 auf Leihbasis für die „Roten Bullen“ und hat in 15 Liga-Spielen 7-mal geknipst. Das ist zwar nur ein Drittel der Tor-Ausbeute von Timo Werner (21 BL-Tore), aber mit insgesamt 9 Tor-Beteiligungen hat Schick gezeigt, dass er die 3,5 Mio. Euro Leihgebühr wert ist.

Schick selbst hat kein Interesse an einer Rückkehr in die ewige Stadt, wie er selbst mehrfach signalisiert hat. Denn: Nach auskurierter Sprunggelenk-Verletzung hat sich der 22-malige Nationalspieler in Tschechien in Leipzig akklimatisiert. Seit dem 9. November 2019 und dem 4:2 bei Hertha BSC verpasste er keine Partie mehr für die Leipziger.

Es gäbe zwar von anderen Vereinen durchaus Interesse, aber man würde sich eindeutig auf Leipzig konzentrieren, gab Schicks Berater Pavel Paska gegenüber der tschechischen Zeitung Blesk zu Protokoll. Paska soll sich in der vergangenen Woche in Leipzig mit RBL-Manager Markus Krösche (39) zu Vertragsgesprächen getroffen haben.

Als hilfreich könnte sich der derzeitige, durch die Corona-Krise verursachte Stillstand auf dem Transfermarkt erweisen. Die von der Roma aufgerufenen 29 Millionen Euro Kaufoption für Schick, das weiß man wohl auch in Rom, wird kein Verein ziehen.

Auch RB Leipzig nicht. Leipzig, so ließ RBL-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff wissen, kalkuliere in Sachen Schick mit einer Ablöse von 26 Mio. Euro.Egal, wie diese Saison ausgeht: Diesen Nimbus kann Hertha BSC keiner mehr nehmen. Die Berliner gaben im Winter-Transferfenster 2019/2020 weltweit das meiste Geld für neue Spieler aus.

76 Millionen Euro investierte der rührige Hertha-Coach Jürgen Klinsmann (55) in seiner 77-tägigen Amtszeit und holte u. a. den Polen Krzysztof Piatek vom AC Milan (24 Mio. Euro) und Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart (10 Mio. Euro) nach Berlin.

Nun ist Klinsmann weg, aber Hertha-Investor Lars Windhorst hält an seiner Strategie, die Blau-Weißen als „Big City Club“ in Europa zu etablieren, fest.

Mit dem neuen Trainer Bruno Labbadia (54) sowie dem neuen Aufsichtsrat Jens Lehmann (50) hat sich personell bei Hertha BSC schon vor dem Liga-Neustart am Wochenende bei 1899 Hoffenheim einiges getan.

Man sei bereit, noch mal 100 oder 150 Millionen Euro an Eigenkapital zu investieren, kündigte Windhorst in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) an. Darüber, so der Unternehmer weiter, müsse man in Ruhe sprechen. Er wolle sein Engagement beim leck geschlagenen Berliner Erstligisten nicht auf Jahre bemessen, sondern auf Jahrzehnte.Ein gewagtes Versprechen. Dem in SPORT BILD (aktuelle Ausgabe) aufgeworfenen Gerücht, wonach er Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi eine Absage erteilt habe, widersprach Windhorst in der SZ. Er habe nie mit Kuranyi gesprochen, beteuert er. Den nach Klinsmanns überraschendem Rückzug im Februar 2020 frei gewordenen Aufsichtsrat-Sitz übernimmt Marc Kosicke (49), seines Zeichens Berater von Erfolgstrainer Jürgen Klopp.


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