Transfers: Manchester United muss auf Cavani warten – Hudson-Odoi zu teuer für Bayern


Top-News 1: Transfers – Wann spielt Edinson Cavani für Manchester United?

Die Verpflichtung von Edinson Cavani (33) am letzten Tag der Sommer-Transferperiode half Manchester United. Die Frage ist nur: Wann wird der Uruguayer erstmals für die „Red Devils“ auflaufen?

Cavani musste sich aufgrund der in Großbritannien gültigen, strengen Corona-Regularien in eine freiwillige Quarantäne begeben. Diese dauert 14 Tage. Damit wird er das nächste Liga-Spiel des englischen Fußball-Rekordmeisters am 17. Oktober bei Newcastle United definitiv verpassen.

„Cavani wird nicht mit seinen neuen Teamkollegen trainieren, bis die Situation geklärt ist“, berichtete BBC Sport am Mittwoch. Da er zudem noch Trainingsrückstand hat, ist auch ein Einsatz zum Champions-League-Start gegen seinen Ex-Klub PSG am 20. Oktober kein Thema.

Denn: Cavani gehörte nicht der isolierten „Profi-Sportler-Blase“ von Paris St.-Germain an, als sich PSG isoliert auf die Champions-League-Finalspiele in Lissabon vorbereitete. Zu diesem Zeitpunkt war der 116-fache Nationalspieler Uruguays bereits ohne Klub. Sein Vertrag in Paris endete nach 7 Jahren und 6 französischen Meisterschaften bereits zum 1. Juli 2020. Sein letztes Spiel absolvierte er folglich am 11. März 2020, beim 2:0 im CL-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund. Insgesamt machte Cavani 301 Pflichtspiele für PSG. Der Uruguayer erzielte dabei 200 Tore.

Edinson Cavani PSG Borussia Dortmund 2:0
Edinson Cavani kickt künftig für Manchester United. Foto: Imago Images / PanoramiC

Top News 2: Transfers – 32 Millionen Euro mehr als für Sané – Callum Hudson-Odoi und FC Bayern kommen nicht zusammen!

Callum Hudson-Odoi FC Bayern München FC Chelsea
Callum Hudson-Odoi (r.) im Champions-League-Achtelfinalspiel mit dem FC Chelsea beim FC Bayern (1:4). Werden der Engländer und Serge Gnabry doch noch Teamkollegen? Foto: Imago Images / Poolfoto.

Der FC Bayern München hat im Schluss-Spurt der Transferperiode noch 4 neue Spieler an Bord geholt (Ligalive.net berichtete). Nicht dabei ist ein Profi, hinter dem man in München schon seit Winter 2019 her ist. Es ist Callum Hudson-Odoi (19) vom FC Chelsea. Der englische Nationalspieler sollte kommen – doch es hakte an einem Detail.

Besser gesagt: Es ging wie immer ums Geld. Wie SPORT BILD in seiner aktuellen Ausgabe am Mittwoch berichtet, verhinderte eine 77 Mio. Euro teure Klausel den Wechsel von Callum Hudson-Odoi. Das Blatt spricht gar von „verworrenen Klauseln für Hudson-Odoi.“ Beim deutschen Vorzeigeklub war man darüber überhaupt nicht erbaut.

Auch biss man bei Chelseas neuer Sportdirektorin Marina Granovskaia (45) im wahrsten Sinne des Wortes auf Granit. FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic soll sich laut SPORT BILD mit der Russin nicht auf Leih-Modalitäten in Hudson-Odois Vertrag einig geworden sein. So wäre nach SPORT BILD-Informationen eine Strafzahlung für die Münchner fällig gewesen, wäre Hudson-Odoi im Luxus-Kader nicht über eine bestimmte Spielanzahl hinausgekommen. Eine Kaufpflicht, wenn er mehr als die Mindest-Spielzahl bestritten wäre, hätte die Großkopferten 77 Mio. Euro gekostet. „Die Bayern ließen Vernunft walten“, so Christian Falk am Mittwoch in SPORT BILD, „und brachen am Samstagabend die Gespräche ab!“

Bei den Bayern führt man Hudson-Odoi noch immer in der Rubrik „Zielspieler“ führt. Das unterstrich Coach Hans-Dieter Flick aber am Sonntagabend. „Er ist einer der größten Talente auf dieser Position“, sagte er nach dem 4:3-Erfolg in der Bundesliga gegen Hertha BSC. Deswegen, so Flick weiter, sei es „legitim, dass sich der FC Bayern mit ihm beschäftigt.“

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Top-News 3: Vor 20 Jahren: Dietmar Hamann macht das Wembley-Stadion zu

Hans-Dieter Flick Joachim Löw Weltmeister 2014 Berlin
Weltmeister 2014 ! Bundestrainer Joachim Löw arbeitete auch in der Türkei. Foto: Imago Images / Moritz Müller

A Bridge too far – Eine Brücke für Didi Hamann? Diese Ehrung sollte der ehemalige Bayern-Profi in England lange Zeit erhalten. Immerhin hatte er am 7. Oktober 2000 – vor exakt 20 Jahren – das letzte Tor in einem Spiel im Londoner Fußballtempel von Wembley erzielt.

Mit der Partie in der WM-Qualifikation zwischen England und Deutschland (0:1) ging eine Ära zu Ende. Bis die Pforten des neuen Wembley-Stadions sich öffnen sollten, dauerte es bis zum Jahr 2007. Der Neubau verschlang 1,2 Milliarden Euro. Immer wieder gab es Verzögerungen. Dazu kam Pfusch am Bau. In der Zwischenzeit spielten die „Three Lions“ ihre Länderspiele, u. a. das legendäre 2:2 in der WM-Quali 2001 gegen Griechenland, im Old Trafford von Manchester.

Es war ein verregneter Samstagnachmittag, als die Fans zum definitiv letzten Mal ins alte englische Fußball-Heiligtum pilgerten. Nach 14 Minuten nahm Dietmar Hamann, 1998 vom FC Bayern München zu Newcastle United gewechselt, die Dinge in die Hand. Er legte sich den Ball für einen Freistoß aus 32 Metern zurecht. Der Rasen war nass. Offensichtlich wusste Hamann auch um die Schwäche von England-Keeper David Seaman bei Weitschüssen. Er hielt drauf – und das Leder zischte wie ein Strich ins Tor. Seaman zwar noch dran, aber seine Reaktion wirkte unglücklich!

Dass Hamann sich mit diesem Hammer ins Geschichtsbuch des Wembley-Stadions einträgt, wäre beinahe verhindert worden. „Hau ab, das ist nicht deine Entfernung“, ließ ihn Mehmet Scholl in gewohnt galanter Form wissen. Hamann schoss trotzdem – und verleitete die englischen Zeitungen zu metaphorischen Höchstleistungen. „Hamann schwang die Abrissbirne“, schrieb der Independent wenige Tage später. Da rollten die Bagger im Londoner Norden an. Wembley war Geschichte. Doch Dietmar Hamann sollte noch eine Rolle spielen.

Die Idee, nach dem letzten Torschützen eine der Fußgängerbrücken zum neuen Stadion zu benennen, kam auf. Sie konnte sich – zur Erleichterung vieler Engländer – nicht durchsetzen. Das Bud-Spencer-Bad in Schwäbisch Gmünd kam da besser an…

Der Legende um das letzte Tor in Wembley tat das keinen Abbruch. „Die Engländer stört es, dass ausgerechnet wir Deutschen im alten Wembley den letzten Sieg errungen haben. Es tut ihnen weh“, schilderte Hamann, der in England auch unter dem Namen „The Kaiser“ firmiert, Jahre später die Emotionen zu diesem legendären Schuss. Die Engländer nahmen im Rückspiel alttestamentarische Rache: 5:1 im Münchner Olympiastadion am 1. September 2001. Doch das ist eine andere Geschichte…

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