Weltmeister auf dem Abstellgleis – letztes DDR-Länderspiel – DFB-Pokal


DFB-Pokal: Die Spiele am Samstag

Jetzt geht’s loooos! DFB-Pokal erste Runde der Fußball-Saison 2020 / 2021: Am Samstag ab 15.30 Uhr stehen 13 Pokalspiele auf dem Programm.

Der spektakuläre Start am Freitagabend (Hertha BSC verlor am zum Auftakt in die 1. Hauptrunde 4:5 beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig) macht Lust auf mehr. Gibt es gleich weitere Sensationen?

Größter Knüller könnte das Duell der traditionsreichen Vereine TSV 1860 München gegen Eintracht Frankfurt werden. Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig muss beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg ran. Trainer Julian Nagelsmann trifft dabei auf Nürnberg-Trainer Robert Klauß. Kurios: Dieser war in Sachsen zuletzt erster Assistent Nagelsmanns

Der SV Todesfelde (Schleswig-Holstein) ist der einzige Oberligist, der im eigenen Stadion spielt. Es kommt der Zweitligist VfL Osnabrück. Elf unterklassige Vereine tauschten aus finanziellen und organisatorischen Gründen das Heimrecht mit den Profiklubs. So kickt Borussia Mönchengladbach zuhause gegen den FC Oberneuland aus der Regionalliga.

Der 1. FC Union Berlin hat einen schweren Gegner zugelost bekommen: es geht zum Karlsruher SC. Ab 20.30 Uhr versucht sich der SV Werder Bremen bei Carl Zeiss Jena.

Mit Rafal Gikiewicz als neuer Torwart Nummer 1 empfängt Bundesligist FC Augsburg den Oberligisten Eintracht Celle. Neuer Kapitän ist Jeffrey Gouweleeuw (29). Im Vorjahr verlor der FCA in Verl, so dass Gouweleeuw mahnt: „Wir wissen alle, was letztes Jahr passiert ist. Das wollen wir nicht noch einmal mitmachen.“

Nach einem Gerichtsentscheid (auf Antrag von Türkgücü München) sagte der DFB die Pokalpartie 1. FC Schweinfurt 05 gegen FC Schalke 04 ab. Grund: Türkgücü wollte anstelle der Schweinfurter gegen Schalke spielen…

DFB-Pokal, erste Runde, Eintracht Frankfurt
DFB-Pokal erste Runde: Eintracht Frankfurt spielt bei 1860 München. Foto: Imago Images

Top News 2: Weltmeister Mesut Özil endgültig auf dem Abstellgleis beim FC Arsenal

Mesut Özil, Arsenal
Arsenal-Coach Mikel Arteta setzt nicht mehr auf Weltmeister Mesut Özil. Copyright: imago images / Sportimage

Ist jetzt endgültig Schluss für ihn beim Premier-League-Klub FC Arsenal? Arsenal-Coach Mikel Arteta setzt nicht mehr auf Weltmeister Mesut Özil.

Der Trainer will ihm trotz seines riesigen Talents und seiner überragenden technischen Fähigkeiten keine oder wenige Einsatzzeiten geben. Somit droht häufig die Ersatzbank oder gar die Tribüne.

Mittelfeldspieler Özil auf dem Abstellgleis beim traditionsreichen FC Arsenal: Was macht der türkischstämmige Gelsenkirchener nun? Wird der deutsche Fußball-Weltmeister von Brasilien 2014 seinen Vertrag aussitzen? Sein Vertrag geht noch bis zum Sommer 2021… Oder macht er die Biege und strebt einen Transfer an?

Mesut Özil gehört zu den Spielern mit einem der höchsten Gehälter beim Londoner Verein. In den letzten Jahren wurden seinen Spielminuten tendenziell weniger. Seit dem Liga-Neustart im Juni spielte Özil gar nicht mehr.

Auch der neue Arsenal-Trainer Mikel Arteta glaubt nicht an den 31-jährigen Deutsch-Türken, will ihm keine Einsätze garantieren, ihn wohl am liebsten loswerden: „Es gibt keine Updates. Wir haben mehrere wirklich gute Spieler auf vielen verschiedenen Positionen. Einige sind kompliziert, und natürlich kommen Vereine auf uns zu, die an unseren Spielern interessiert sind. Es ist sehr schwer, den Spielern Einsatzzeiten oder einen Stammplatz zu versprechen.“

Türkische Medien hatten vor kurzem Interesse aus Saudi-Arabien kolportiert. Konkret wurde der Fußballverein Al Nasr genannt. Schönes Wetter statt Nieselregen… Doch Özil erklärte dem Online-Magazin ‘The Athletic’: „Ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung. Ich will nicht gehen, damit hat sich das.“

Am Samstag, den 12. September 2020 startet die Premier League um 13.30 Uhr mit dem Spiel FC Fulham gegen FC Arsenal. Sicherlich ohne Mesut Özil…

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Top News 3: Fußball-Historie vor 30 Jahren: Das letzte DDR-Länderspiel am 12. September 1990

Jörg Stübner Ulf Kirsten
Jörg Stübner (DynamoAllstars, li.) umarmt Ulf Kirsten (Ulfs DreamTeam) zu dessen Abschied am 16. November 2003 in Dresden. Foto: Imago Images / Hentschel

Es war der 12. September 1990, ein Tag, der in die deutsche Fußball-Historie einging: das letzte Fußball-Länderspiel der DDR. Vor 30 Jahren siegte die DDR 2:0 gegen Belgien.

Der Dresdner Matthias Sammer schoss beide Tore (74. und 89. Minute) im Constant-Vanden-Stock-Stadion in Brüssel. 12000 Fans waren dabei.

Das letzte Länderspiel der DDR am 12. September 1990 war das 293. und dann war Schluss. 21 Tage danach existierte die Deutsche Demokratische Republik nicht mehr, die „neuen Bundesländer“ traten der Bundesrepublik Deutschland bei.

Trainer Eduard Geyer sagte später in einem Interview seines Buchs ‘Eduard Geyer – Einwürfe’: „Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass dieser Tag auch eine gewisse historische Bedeutung hatte. Im Vorfeld und an dem Tag selbst ging es nur darum, dass wir gewinnen.“

36 Spieler waren zum Belgien-Kick eingeladen, doch 22 sagten ab. „Ich habe wie ein Blöder rumtelefoniert. Doch einer nach dem anderen gab mir einen Korb. Jeder hatte irgendwelche Ausreden oder Ausflüchte”, so Geyer.

Es spielten dann: Jens Schmidtim Tor (Jens Adler) – Heiko Peschke – Andreas Wagenhaus, Detlef Schößler – Jörg Schwanke, Jörg Stübner (Stefan Böger), Matthias Sammer, Heiko Bonan, Heiko Scholz (Torsten Kracht), Dariusz Wosz – Uwe Rösler.

Einige der Akteure aus dem Osten waren bei Vereinen aus der Bundesliga begehrt, Spielerberater „aus dem Westen“ wuselten in Brüssel bereits um sie herum. Etwa 150 frühere DDR-Spieler wechselten in den fünf Jahren nach 1990 in die sogenannte BRD.

Als erste gingen die größten Talente: Andreas Thom und Ulf Kisten zu Bayer 04 Leverkusen, Thomas Doll zum Hamburger SV und Matthias Sammer zum VfB Stuttgart.

Später wurde Matthias Sammer mit der BR Deutschland Europameister.
3x Deutscher Meister: 1992 mit dem VfB Stuttgart, mit Borussia Dortmund 1995 und 1996 sowie Champions-League-Sieger 1997. Sogar Titel als Trainer holte er: Deutscher Meister 2002 mit Borussia Dortmund.

Weitere spätere Bundesligaspieler aus dem Kader des letzten DDR-Länderspiels waren etwa Uwe Rösler und Heiko Scholz.

Andere scheiterten: Jörg Stübners „Leben danach“ wurde eine Tragödie: ein tragisches deutsch-deutsches Fußballschicksal. Im Sommer 2019 stirbt Jörg Stübner im Alter von 53 Jahren – Tod einer DDR-Fußball-Legende.

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