Transfers: BVB-Kapitel für Schürrle beendet – FC Liverpool verpasst Rekord


Bundesliga: „Aus“ für André Schürrle bei Borussia Dortmund – Vertrag wird aufgelöst

Das Millionen-Missverständnis mit André Schürrle und Borussia Dortmund ist beendet! Der Vizemeister und der Weltmeister von 2014 gaben am Mittwoch die sofortige Vertragsauflösung des bis 2021 laufenden Kontrakts bekannt.

Damit endet eine fast 2 Jahre währende Hängepartie. André Schürrle gehört zu den größten Transferflops der BVB-Geschichte. Der Mann, der am 13. Juli 2014 im WM-Finale gegen Argentinien die Vorarbeit zum 1:0-Siegtreffer in der Verlängerung für Mario Götze gab, ist nun wie der Torschütze selbst ohne Vertrag.

Zuletzt hatte Borussia Dortmund Schürrle an den russischen Premjer-Liga-Klub Spartak Moskau ausgeliehen. Nach Leih-Ende sollte der 29-Jährige zu den Schwarz-Gelben zurückkehren, wo er aber ohne Perspektive war. Der gebürtige Pfälzer spielte spätestens seit der Ankunft des Schweizer Trainers Lucien Favre (62) im Sommer 2018 keine Rolle mehr beim BVB. Schürrle wurde im Sommer 2018 zunächst an den englischen Premier-League-Vetreter FC Fulham ausgeliehen. Eine Fest-Verpflichtung scheiterte allerdings am Abstieg der Londoner.

Die Folge: Schürrle musste zurück nach Dortmund Der zweitteuerste Einkauf der BVB-Geschichte nach Mats Hummels wurde zum Ladenhüter und zum 1. August 2019 erneut verliehen – dieses Mal nach Russland.

Der 30 Millionen Euro teure Außenstürmer wurde 2016 von seinem ehemaligen Mainzer Mentor Thomas Tuchel vom VfL Wolfsburg geholt nach Dortmund geholt. Unter Tuchel-Nachfolger Peter Bosz und bei Interimstrainer Peter Stöger war er selten gesetzt, kam 2017/2018 nur auf 18 Bundesliga-Einsätze (1 Tor), davon 11 in der Startelf. Unter der Regie von Thomas Tuchel waren es nur 4 Spiele mehr…

Nun ist das teilweise unwürdige Spiel um den Weltmeister vorbei. „Es war das Beste, den Vertrag nun aufzulösen“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim („Aki“) Watzke am Mittwoch gegenüber Sport1.de, „für beide Seiten war das nicht gerade eine Erfolgsgeschichte.“

Wie geht es weiter? Einen Wechsel zum italienischen Serie-A-Aufsteiger Benevento Calcio hat Schürrles Berater inzwischen dementiert.

André Schürrle Spartak Moskau
Zwischen allen Stühlen: Spartak Moskau war die zweite Station als Leihprofi für André Schürrle von Borussia Dortmund. Foto: Imago Images / Golovanov & Kivrin

Top-News 2: Premier League – FC Liverpool verpasst Punkte-Rekord

FC Arsenal FC Liverpool 2:1
Andy Robertson (r.) versteht die Welt nicht mehr: Es steht 2:1 für den FC Arsenal gegen den FC Liverpool. Foto: Imago Images / PA Images

Der Punkte-Rekord in der englischen Premier League ist für Meister FC Liverpool nicht mehr drin. Die „Reds“ patzten am Mittwoch am 36. Spieltag mit 1:2 (1:2) beim FC Arsenal – und stehen nun 2 Runden vor Schluss bei 93 Zählern. Die Bestmarke liegt und bleibt damit bei 100 Punkten, aufgestellt von Manchester City in der Saison 2017/2018 („The Centurions“).

Die „Gunners“ aus dem Londoner Norden, die keine Chance mehr auf eine internationale Platzierung haben, standen zu Beginn der Partie im leeren Emirates Stadium für die Meister-Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp (53) Spalier. Das gehört sich so in England.

Auf dem Platz gab Liverpool zunächst den Ton an und hätte schon vor der Führung durch Sadio Mané (20.) – der Senegalese veredelte eine sehenswerte Kombination über die linke Seite mit Andy Robertson und Roberto Firmino – treffen können. Bei einem Patzer von Arsenal-Keeper Emiliano Martinez, der beim Abstoß Firmino traf, ging der Ball nur an den Pfosten (12.). Eine Szene, die zur verkorksten Saison der Londoner mit 2 Trainerwechseln passen will…

Dass die „Gunners“ es auch besser können, zeigten sie ab der 32. Minute, als sie plötzlich Spaß an diesem Spiel bekamen. Auch, weil Liverpool sie rein ließ! Alexandre Lacazette schüttelte Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk ab und traf ins kurze Eck – 1:1. Eine Minute vor der Pause drehte Arsenal die Partie. Reiss Nelson überwand Liverpool-Keeper Alisson Becker mit einem Flachschuss.

„Jürgen Klopp steht da mit offenem Mund, er kann nicht glauben, was er sieht“, stellte der frühere englische Nationalspieler Matthew Upson bei BBC Radio 5 Live fest. Bei 3:24 Torschüssen aus Sicht des FC Arsenal konnte man es auch nach 90 Minuten kaum glauben, dass es 2:1 für die Gastgeber steht.

„Da sieht man mal, wie wichtig Wettbewerb bis zum Saisonende ist“, sagte Ex-Nationalspieler René Adler bei Sky, „eine total unnötige Niederlage für den FC Liverpool.“

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Top-News 3: Das wichtigste 0:0 der Klub-Historie – TSV Hartberg landet Coup in Österreich

Borussia Mönchengladbach Wolfsberger AC 0:4
19. September 2019: Der Wolfsberger AC und Mario Leitgeb blamierten Borussia Mönchengladbach - 4:0 in der Europa League. Foto: Imago Images

Das erste 0:0 der Saison wurde für den TSV Hartberg zu einem goldenen Resultat. Der No-Name-Klub aus der Steiermark schaffte mit dem torlosen Remis gegen Austria Wien am Mittwochabend eine kleine Sensation. Hartberg spielt am 17. September in der Qualifikation zur Europa League.

Im Playoff-Rückspiel gegen die „Violetten“ aus Wien ließ das Team von Ex-HSV-Profi Markus Schopp nichts mehr zu und setzte sich mit 3:2 in der Addition im Europa-League-Playoff der österreichischen Bundesliga durch. Und das trotz einer sehr nervösen Darbietung mit nur 43 Prozent Ballbesitz und bei lediglich 68 Prozent Passgenauigkeit.

In der leeren Profertil-Arena vergab der Slowene Rajko Rep (79.) nach einem Solo frei vor Austria-Keeper Patrick Pentz die Entscheidung. Die Wiener enttäuschten auf der ganzen Linie, erst in der Nachspielzeit zwang Bright Edomwonyi Hartbergs Torhüter René Swete aus 11 Metern zu einer Glanzparade. Den anschließenden Konter spielten die Steirer allerdings mit dem für Rep eingewechselten Jodel Doussou schlampig aus – 0:0, das reichte dennoch!

„Hartberg welcomes Europe“ stand auf den T-Shirts des Überraschungsteams, das von der Pharma-Unternehmerin Brigitte Annerl (50) finanziell unterstützt wird. Noch 2017 spielte Hartberg in der Regionalliga.

„Wenn man beide Spiele betrachtet, muss man sagen, dass wir uns zu wenige Chancen herausgespielt haben“, so Austrias Rechtsverteidiger Florian Klein nach dem Spiel bei Sky Austria, „am Willen lag es nicht, unser Spiel war zu zerfahren. Hartberg ist der verdiente Sieger aus beiden Spielen.“ TSV-Stürmer Dario Tadic jubelte bei Sky Austria: „Wir haben ein unglaubliches Jahr gespielt, Europapokal in Hartberg – Wahnsinn!“

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