CR7 und Juventus vor dem Ziel – Ex-BVB-Star beim „FC Arbeitslos“


CR7 und Juventus vor Titelgewinn – Ronaldo und Co. mit 2:1 gegen Lazio Rom

Juventus Turin steht in der italienischen Serie unmittelbar vor dem 9. Meistertitel in Folge Die „Bianconeri“ kamen am Montagabend in einer mitreißenden Partie zu einem 2:1 (0:0) gegen Lazio Rom – und brachten am 34. Spieltag 8 Punkte zwischen sich und Inter Mailand.

Inter Mailand hatte am Sonntag beim 2:2 bei der AS Rom wertvolle Zähler liegen lassen und steht bei 72 Zählern, Juve bei 80 –und das bei noch 4 ausstehenden Spielen. Ein weiteres Plus für den Rekordmeister aus Turin: „Juve“ hat den direkten Vergleich mit Inter gewonnen. Juventus Turin begann ohne Stürmerstar Gonzalo Higuaín, dafür aber mit dem ehemaligen Bayern-Spieler Douglas Costa und mit Cristiano Ronaldo (35). Bei den „Laziali“ stand der Ex-Dortmunder Ciro Immobile in der Startelf.

Nach torloser erster Hälfte erzwang Cristiano Ronaldo das erste Tor. Er holte einen Handelfmeter heraus, in dem er Roms Bastos wuchtig anschoss (48.). Der Meister verwandelte den per Video-Beweis verhängten Elfer gegen Lazio-Keeper Thomas Strakosha anschließend eiskalt – 1:0 (51.). Der Ball, der vom albanischen Torhüter der Römer aus gesehen rechts unten einschlug, war viel zu platziert geschossen. Nur 3 Minuten später die Vorentscheidung: Ballverlust der Gäste in Höhe der Mittellinie, Paulo Dybala und Cristiano Ronaldo auf und davon, der Argentinier legte quer zu CR7 und es stand 2:0 für Juventus. Ronaldo war in diesem Moment alleiniger Top-Torjäger der Serie A – 30 Treffer. Ein Phänomen.

Mit seinem Treffer war der Portugiese zuvor der schnellste Spieler der Serie A, der seit 1994/95 debütiert hat, mit 50 Toren. Er benötigte dafür nur 61 Spiele. Sein Vorgänger Andrij Schewtschenko brauchte bei Milan 68 Einsätze. Zudem ist der Europameister von 2016 auch der erste Spieler mit 50 oder mehr Toren in der italienischen Eliteliga, Spaniens Primera Division und der englischen Premier League. Es ist Cristiano Ronaldos 8. Saison mit mindesten 30 Toren in den großen 5 Ligen. „Diese Zahlen sprechen für sich“, sagte der Südtiroler Italien-Experte Christian Bernhard dazu beim Streamingdienst DAZN, „seit Dezember und seit dem Re-Start ist er in Top-Verfassung und darauf kann Juve auch in der Champions League bauen.“

Lazio Rom kam spät in die Partie zurück. Leonardo Bonucci foulte Ciro Immobile (82.) – Elfmeter! Der einst von Jürgen Klopp für Dortmund verpflichtete Italiener ließ Wojciech Szszesny im Juve-Tor keine Chance (83.) und verkürzte auf 2:1, 30. Saisontor! Dass Cristiano Ronaldo versuchte, seinem Keeper den entscheidenden Tipp zu geben, kann zu Recht als Szene des Abends gesehen werden. Sowas darf eben nur CR7…

Cristiano Ronaldo Juventus Turin Lazio Rom
Mit diesem Handelfmeter brachte Cristiano Ronaldo Juventus Turin gegen Lazio Rom nach der Pause in Führung. Foto: Imago Images

Top-News 2: Ex-BVB-Juwel Marian Sarr in der Vereinslosigkeit

Marian Sarr Borussia Dortmund
Marian Sarr am 8. Juli 2013 beim Freundschaftsspiel-Auftritt von Borussia Dortmund in Magdeburg. Foto: Imago Images / Christian Schroedter

Er galt als das „Jahrhundert-Talent“ von Borussia Dortmund. Marian Sarr gab sein Debüt beim BVB mit 18 Jahren in der Champions League unter Jürgen Klopp. Mit 25 steht er nun ohne Klub da.

Der FC Carl Zeiss Jena war bis zum 1. Juli 2020 die bislang letzte Karriere-Station für den Defensiv-Allrounder. Nach dem Abstieg des Europapokalfinalisten von 1981 aus der 3. Liga gehört Sarr nicht mehr zum Kader der Thüringer.

Der Stern von Marian Sarr ging im Dezember 2013 auf. Der Verteidiger debütierte beim hochdramatischen 2:1 des BVB bei Olympique Marseille. Ein später Treffer von Kevin Großkreutz rettete die Dortmunder ins Achtelfinale. Sarr überzeugte in der umformierten Defensive der Borussia und nahm OM-Stürmer André-Pierre Gignac aus dem Spiel.

Große Momente blieben in der Folgezeit für ihn eher die Ausnahme. Sarr konnte sich bei Borussia Dortmund nicht durchsetzen, wechselte zur 2. Mannschaft des VfL Wolfsburg, später zum VfR Aalen und zum FC CZ Jena. „Seither gab es natürlich einige Tiefpunkte“, räumt Sarr nun in einem Online-Interview mit SPORT BILD ein. Die schlimmste Zeit, so erklärt er, habe er in Jena gehabt, wo er binnen einer Saison 2-mal suspendiert wurde. Jena-Coach Lukasz Kwasniok (jetzt 1. FC Saarbrücken) verbannte Sarr nach 5 Spieltagen aus dem Kader, auch Kwasnioks Nachfolger Rico Schmitt setzte nicht auf ihn.

Nach dem „Aus“ in Jena ist Marian Sarr vereinslos. Wie geht es weiter mit dem „Jahrhunderttalent“? Ein neues Engagement in Deutschland muss es aber auch nicht sein: „Ich möchte das alles hinter mir lassen und mir die Chance erarbeiten, wieder auf deutlich höherem Niveau zu spielen.“ So wie damals bei Klopp. Seine Erfahrung: „Unter Jürgen Klopp trainieren und spielen zu dürfen, war ein prägendes Erlebnis. Er weiß genau, wann er dich stark reden muss, wann er die Zügel anziehen muss.“

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Top-News 3: Transfers – Tauziehen um Jéan-Kevin Augustin zwischen RBL und Leeds United

Patrick Bamford (r.) netzt seit 2018 für Leeds United. Hier trifft er am 7. März 2020 für die „Whites“ gegen Huddersfield Town.
Patrick Bamford, Leeds United. Foto: Imago Images / PA Images

Leeds United ist seit dem letzten Freitag wieder Mitglied der feinen englischen Fußball-Gesellschaft und kehrt in die Premier League zurück. Als die „Whites“ auf der Couch aufstiegen, war er aber schon lange weg aus Yorkshire: Jean-Kévin Augustin (23).

Der französische Leih-Stürmer von RB Leipzig hat Leeds bereits zum 30. Juni verlassen. Zum letzten Mal im Kader von Trainerfuchs Marcelo Bielsa (65) stand er am 22. Februar 2020, beim 1:0 gegen den FC Reading, zuletzt auf dem Platz sah man ihn eine Woche vorher gegen Bristol City (1:0). Insgesamt machte er nur 3. Spiele.

Man entschied sich wohl auch deshalb nach der Corona-Krise gegen eine Verlängerung der Leihfrist, sodass Augustins Zukunft offen ist. „Leeds ist aufgestiegen und damit greift die Kaufverpflichtung“, sagte RBL-Sportdirektor Markus Krösche (39) dem Kicker-Sportmagazin (Montagausgabe). Damit wären 21 Mio. Euro Ablöse für den Franzosen, der in Leeds ohne Torerfolg blieb und laut Sportdigital (Samstag) nie ein Wunsch-Spieler von „El Loco“ Bielsa war, zum drittteuersten Verkauf in der Leipziger Klubhistorie werden – nach Naby Keita (FC Liverpool, 60 Mio. Euro, 2018) und Timo Werner (FC Chelsea, 53 Mio. Euro, 2020).

Die Engländer berufen sich nun auf das Ende der Leihfrist und den erst danach perfekt gemachten Aufstieg in die Premier League. Für Krösche nicht entscheidend: „Als im Januar die vertraglichen Vereinbarungen ausgehandelt wurden, waren alle Beteiligten im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Ich gehe davon aus, dass jetzt die Dinge entsprechend ihren Gang nehmen.“

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