Nations League: Deutschland ohne Abwehr – Nur dank Bayern-Star 3:3 gegen die Schweiz! – Mobbing gegen Ex-BVB-Star?


Top-News 1: Nations League – Löw spielt ohne Abwehr – Deutschland nur 3:3 gegen die Schweiz

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Dienstagabend auch im 4. Anlauf den ersten Heimsieg in der UEFA Nations League verpasst. Die Mannschaft“ kam in Köln gegen die Schweiz nur zu einem 3:3 (1:2)-Remis.

53, teilweise historische Länderspiele hatte Deutschland gegen die Schweiz bis zum Dienstag gemacht. Das erste Länderspiel nach dem 2. Weltkrieg gab es am 22. November 1950 in Stuttgart vor 115.000 Zuschauern gegen die Eidgenossen. Auch das Wiedervereinigungs-Spiel mit Nationalspielern aus der ehemaligen DDR (4:0) stieg 1990 in Stuttgart gegen die Schweiz. 1962 und 1966 traf man sich in den WM-Gruppenrunden in Chile und in England (2:1 / 5:0). Aber: Nie war ein Spiel gegen den Nachbarn trister als am Dienstag in Köln. Das RheinEnergie-Stadion war aufgrund der Corona-Bestimmungen leer. Die auf der FC-Fantribüne abgelegte Choreographie „Gewinnen!“ mutete trostlos an. Aber wenigstens war sie politisch korrekt.

Zum Spiel: Nach 5 Minuten köpfte Mario Gavranovic (30 / Dinamo Zagreb) aus kurzer Distanz zum 0:1 an. Vorangegangen war ein haarsträubendes Stellungsspiel der deutschen Abwehr. Die DFB-Elf phasenweise mit 9 Spielern in der gegnerischen Hälfte. Nur Antonio Rüdiger sicherte final hinten ab. Sehr risikoreich, schon in der Anfangsphase – aber ohne Ertrag! Die Folge: Schweizer Konter über die rechte Seite. Nach einem Fehlpass von Toni Kroos im 100. Länderspiel traf Remo Freuler (28 / Atalanta Bergamo) mit einem Lupfer zum 0:2 (26.). Rüdiger lieferte auf der Torlinie einen ungenügenden Klärungsversuch. Der Berliner ist beim FC Chelsea in dieser Saison noch ohne eine Einsatzminute. Das sagt vieles aus. Erst dieser Treffer rüttelte die deutsche Mannschaft wach. Timo Werner traf praktisch im Gegenzug ins lange Eck – 1:2 (28.). Die Vorarbeit kam von Werners Chelsea-Teamkollegen Kai Havertz. Der 21-Jährige eroberte im Mittelfeld den Ball, den Werner erlaufen konnte. „Es ist ein Charaktertest“, sagte Weltmeister Bastian Schweinsteiger (36) in der ARD-Halbzeitanalyse, „die Schweiz hat unsere Fehler konsequent ausgenutzt.“ Das tat die Mannschaft von „Nati“-Coach Vladimir Petkovic (57) auch im 2. Durchgang.

Zwar gelang nach 55 Minuten das 2:2 nach guter Einzelleistung von Kai Havertz. Doch praktisch im erneuten Gegenzug kassiert man das 2:3. Antonio Rüdiger wieder mit schlechtem Stellungsspiel. Gavranovic zog aus dem Hinterhalt drauf, drin (57.). Es brauchte erneut nicht lange, ehe es wieder bei Yann Sommer klingelte. 3:3 per Hackentrick durch Serge Gnabry (60.). Werner hatte den Ball von der Grundlinie zurückgespielt. Dies war und blieb die beste Szene der deutschen Mannschaft im Spiel.

„Wir lassen uns von unserem Weg nicht abbringen, haben in der 2. Halbzeit sehr guten Fußball gespielt“, sagte Kai Havertz nach dem Spiel in der ARD. „Ich fand alle Tore bisschen kurios, das müssen wir besser verteidigen“, analysierte Joshua Kimmich, „es war nicht super, aber die Mentalität war da.“ Toni Kroos nach seinem 100. Länderspiel im Ersten: „Beim ersten und beim 3. Tor haben wir kräftig mitgeholfen. Fußballerisch haben wir uns gesteigert.“

Serge Gnabry Deutschland - Schweiz 3:3
Mit diesem Hacken-Tor rettete Bayern-Star Serge Gnabry Deutschland in der Nations League gegen die Schweiz das 3:3. Foto: Imago Images / Pressefoto Baumann

Top-News 2: Beschämendes „Aus“ für Ex-BVB-Star Julian Schieber beim FC Augsburg

Julian Schieber FC Augsburg
Sehen wir Julian Schieber noch einmal für den FC Augsburg auf dem Rasen? Foto: Imago Images / Jan Huebner

Rumble in the Puppenkiste – Dieses dramatische Stück hat beim FC Augsburg wieder mal Saison. Im Fokus dieses Mal: Ex-Dortmund-Star Julian Schieber (31). Der beim FCA nicht mehr gefragte Stürmer enthüllte jetzt unglaubliche Details.

Schieber hat mit dem Kicker-Sportmagazin (Montag-Ausgabe) erstmals über seinen wohl beschlossenen Abschied aus Augsburg gesprochen. Dieser geht offenbar mit mehr als unschönen Details einher. Wir alle erinnern uns an „Mein Feind, der Baum“ mit Martin Hinteregger (jetzt Eintracht Frankfurt)…

„Ich traue Dir konstanten Fußball auf Bundesliga-Niveau nicht mehr zu“, so soll FCA-Trainer Heiko Herrlich dem Stürmer eröffnet haben, dass er nicht mehr mit ihm plant. Das mutet krass an, wenn man bedenkt, dass Schieber mal ein Transfer-Hotspot in Deutschland war. 2012 sicherte sich Borussia Dortmund für 5 Millionen Euro die Dienste von Schieber. Der Schwabe war damals für den VfB Stuttgart am Ball.

In Dortmund konnte er sich jedoch nie durchsetzen. In 35 Bundesliga-Einsätzen traf Schieber nur 3-mal. Seine beste Trefferquote verzeichnete er danach, bei Hertha BSC. Die Berliner holten Schieber im Juli 2014 für 2,5 Mio. Euro vom BVB. In Berlin war Schieber jedoch Dauergast beim Vereinsarzt und im Reha-Zentrum. Insgesamt verpasste er bis zu seinem ablösefrei vollzogenen Abschied nach Augsburg (2018) mehr als 90 (!) Pflichtspiele. Beim FC Augsburg lagen seine Ausfallzeiten in 4 Jahren bei 37 Spielen. Ein Problemfall!

„Heiko Herrlich hat diese Aussage auch auf meinen Körper bezogen“, erklärte Schieber im Kicker, „das war hart, aber fair.“ Neben Ex-Kapitän Daniel Baier gehörte Schieber zu dem Spieler-Quartett, das der FC Augsburg im Sommer unbedingt von der Pay Roll bekommen wollte. Interessenten gab es für Schieber wohl. Diese Angebote, berichtet er nun haben ihn aber „emotional nicht gepackt.“ So blieb er in Augsburg – und spürt nach seiner Ausbootung „Wut und Enttäuschung.“ So habe man ihm nahe gelegt, nicht mehr zum Trainingsgelände zu kommen. Auch sein Spind wurde neu vergeben. Ebenso wie das Trikot mit der Rückennummer 20. Die trägt jetzt in Augsburg Neuzugang Daniel Caligiuri.

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Top-News 3: Die Messi-Show geht weiter – Argentinien gewinnt in der WM-Qualifikation in Bolivien!

FC Bayern München Lionel Messi
Beim FC Bayern München wird Lionel Messi auch in Zukunft nur auf der Videowand spielen... Foto: Imago Images / Ulmer

Zweiter Auftritt von Argentinien in der WM-Qualifikation für Katar 2022, 2. Sieg! Der 2-fache Weltmeister kam am späten Dienstagabend (Europäische Zeit) in La Paz gegen Bolivien zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Das brachte die vorübergehende Tabellenführung in der prestigeträchtigen CONMEBOL-Gruppe.

Das erste Spiel am vergangenen Freitag hatten die Argentinier knapp gewonnen. Dank eines verwandelten Foulelfmeters von Lionel Messi (33, FC Barcelona) gab es ein schmales 1:0 (1:0) gegen Ecuador.

Dieses Mal mussten Messi und Co. gar einen Rückstand aufholen. Die Bolivianer gingen durch Marcelo Moreno (Shijiazhuang Ever Bright) nach 24 Minuten in Führung. Mit dem Halbzeitpfiff egalisierte Lautaro Martinez für die „Albiceleste“ – 1:1.

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hatte den Inter-Star neben Lucas Ocampos vom FC Sevilla und Messi im Angriff aufgeboten. Die Einwechselung von Joaquin Correa für Ocampos (59.) sollte sich bezahlt machen. Der Stürmer von BVB-CL-Gegner Lazio Rom traf nach 79 Minuten zum 2:1-Siegtor. Es wurde der 16. Sieg für Argentinien im insgesamt 21. Vergleich dieser beiden Teams in der WM-Qualifikation für Südamerika. „Die Tore von Martinez und Correa sorgen für den großen Triumph des Scaloni-Teams“, titelte die argentinische Zeitung La Nácion.

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