PSG und Tuchel: Kantersieg mit letztem Aufgebot – Klopp und Liverpool unter Druck


Top-News 1: Wieder vorn! Paris St.-Germain humpelt mit 4:0 an die Tabellenspitze

Mit einer nach der Länderspielpause ausgedünnten Mannschaft musste PSG mit Trainer Thomas Tuchel (47) am Freitag in Nimes ran. Trotz großer Personalsorgen – auch während der 90 Minuten – gelang Paris mit einem klaren 4:0 (1:0) der Sprung an die Tabellenspitze der Ligue 1. Auch das ist individuelle Klasse.

Superstar Neymar (28) fehlte nach Länderspiel-Reise mit Brasilien (Ligalive.net berichtete)  ebenso wie sein Nationalmannschafts-Kollege Marquinhos. Ebenfalls nicht dabei: Vize-Weltmeister Angel dí Maria und der deutsche Weltmeister Julian Draxler.

Im Angriff bot Tuchel neben Weltmeister Kylian Mbappé (21), am Mittwoch noch in Zagreb gegen Kroatien im Länderspiel-Einsatz, Leihstürmer Moise Kean auf. Leandro Paredes musste zu allem Elend noch früh ausgewechselt werden (11.). Für ihn kam Ander Herrera.

Nimes‘ Loick Landre (13.) sah nach einem brutalen Tritt in die Rippen von Rafinha die Rote Karte. Damit waren die ohnehin favorisierten Pariser numerisch im Vorteil. Olympique Nimes kämpfte in Unterzahl verbissen. Ein Kopfball von Ander Herrera entschärfte Nimes-Keeper Baptiste Reynet (29.) aus kurzer Distanz. Wenig später klingelte es dann. Mbappé erlief einen weiten Ball von Rafinha aus der Tiefe und ließ Reynet aussteigen – 0:1 (32.). 3. Saisontor für den Weltmeister und das war wirklich klasse herausgespielt. Alessandro Florenzi (66.) traf für Paris nur den Pfosten. Der Italiener legte aber nach Flanke von Pablo Sarabia per Kopf das 0:2 noch drauf (78.). Mbappé (83.) erhöhte nach Vorarbeit von Sarabia auf 0:3. Letzte Aktion vom Doppel-Torschützen in dieser Partie. Er ging für Jesé vom Platz. Sarabia traf mit einem verdeckten 15-Meter-Schuss zum 0:4 (88.) Insgesamt natürlich eine einseitige Ligue-1-Partie.

Bringt ausgerechnet dieses Spiel Ruhe beim französischen Meister? Frankreich-Experte Alexis Menuge mag nicht daran glauben. „Der Krach zwischen Tuchel und Leonardo wird weiter gehen. Im nächsten Sommer wird ein neuer Trainer kommen“, sagte Menuge am Freitag bei DAZN. Tuchel also in Paris ohne Zukunft…

Kylian Mbappé Olympique Nimes PSG 0:4
Kylian Mbappé war mit 2 Toren überragender Mann bei Paris St.-Germain in Nimes. Foto: Imago Images / PanoramiC

Top-News 2: Premier League: Vor dem Merseyside-Derby: Druck für Klopp und Liverpool

Jordan Henderson Jürgen Klopp FC Everton FC Liverpool
Mit einem 0:0 beim FC Everton kehrten der FC Liverpool mit Kapitän Jordan Henderson und Trainer Jürgen Klopp (r.) aus der Corona-Pause zurück. Foto: Imago Images / PA Images

2:7 gegen Aston Villa – Nie hatte der FC Liverpool in der englischen Premier League höher verloren als am 4. Oktober 2020 gegen die „Villans“. Für den englischen Meister steht nach der Länderspielpause nun ausgerechnet das Merseyside-Derby beim FC Everton an.

„Bei aller Euphorie um die Evertonians, den besseren Kader hat Liverpool“, so England-Experte Keir Radnedge im Kicker-Sportmagazin (Donnerstag). Der legendäre englische Autor weiter: „Thiagos Klasse, Hendersons Persönlichkeit und Manés Torjägergefährlichkeit sind 3 Faktoren, die in Birmingham keine Rolle spielen werden.“ Ob auch der mit 5 Treffern aktuell beste Derby-Torschütze, Divock Origi, spielen wird, ließ Klopp offen. Neuzugang Thiago Alcantara vom FC Bayern, LFC-Kapitän Jordan Henderson und Sadio Mané sind wieder mit dabei. Sie fehlten bei der Rekord-Schlappe in Birmingham verletzungs- oder Corona bedingt.

Fehlen werden auch die Zuschauer, die dieses Spiel an der Merseyside zu etwas Besonderem machen. In der Premier League gibt es – anders als in Frankreich, Deutschland oder Österreich – nach der Corona-Pandemie noch keine Fan-Rückkehr. Die beiden Stadien Anfield und Goodison liegen im Liverpooler Stanley Park nur 1,4 Kilometer auseinander.

Der FC Everton und Ex-Bayerncoach Carlo Ancelotti gehen mit 4 Siegen aus 4 Spielen in diese Partie. Vor allem der zuletzt vom FC Bayern ausgeliehenen James Rodriguez fühlt sich in England wohl. „Ich spüre das Vertrauen des Trainers“, sagte der Kolumbianer vor dem Spiel. Liverpool spielt gegen das Villa-Trauma. Den letzten Sieg der „Toffees“ gegen den Stadt- und Erzrivalen aus Anfield gab es am 17. Oktober 2010. Seitdem scheint Liverpool die alten Machtverhältnisse in der Stadt am Mersey wiederhergestellt zu haben. Everton, Europacupsieger der Cupsieger 1985, landete nur 2005, 2012 und 2013 in der PL-Abschlusstabelle vor dem LFC. Das war aber lange vor der Ankunft von Klopp.

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Top-News 3: Weltmeister Mario Götze vor Debüt bei PSV Eindhoven – So platzte der Transfer zu Hertha BSC!

Mario Götze PSV Eindhoven
Mario Götze ist neu beim PSV Eindhoven. Foto: Imago Images / Pro Shots

Es war die Woche des Mario Götze (28)! In der niederländischen Eredivisie könnte der Ex-Dortmunder am Samstag bei PEC Zwolle sein Debüt geben. PSV-Trainer Roger Schmidt (53) mahnt aber vor allzu hohen Erwartungen an den Weltmeister.

„Er wird möglicherweise zum Kader gehören“, wollte sich Roger Schmidt am Freitag noch nicht festlegen. „Mario wirkt fit“, sagte Schmidt, „aber ihm fehlt noch die Spielpraxis.“ Stimmt. Die 1. Überraschung gab es für Mario Götze schon beim Medizincheck in der vergangenen Woche. In diesem Fall war Schluss mit Moppel-Ich. Götze bringt mit 69 Kilo erstmals in seiner 11-jährigen Profikarriere unter 70 Kilogramm auf die Waage. Chapeau!

„Sein Wechsel nach Holland war die große Überraschung der vergangenen Woche“, bilanzierte SPORT BILD in seiner aktuellen Ausgabe am Mittwoch. Es war ein Coup – und eine Blamage für Hertha BSC. Der Bundesligist aus Berlin zögerte beim Versuch,  Götze zu verpflichten, schlichtweg zu lange. Als Hertha-Coach Brunhold Labbadia (54) am Dienstag mit Götze telefonierte, war die Nummer nämlich (fast) schon gelaufen. In der Villa von Roger Schmidt in Düsseldorf-Kaiserswerth zogen der PSV-Coach und der gefallene WM-Held von 2014 den Deal klar. Während in Eindhoven schon der Vertrag glatt gezogen wurde, grübelten sie in Berlin noch. Der Wechselwunsch von Karim Rekik (24, FC Sevilla) erwischte die Berliner kalt. Zugegeben. Aber: Hertha hatte die Chance, Götze zu holen, und den eigenen, hohen Ansprüchen gerecht zu werden, schon im Winter nicht genutzt. Da war noch Coach Jürgen Klinsmann (56) am Ruder. Der Ex-Bundestrainer konnte Götze aber nicht vom „spannendsten Projekt in Fußball-Europa“ überzeugen. Als Labbadia die Personalie im Frühjahr noch einmal aufs Trapez brachte, wiegelte Manager Michael Preetz ab. Man wolle „lieber junge Spieler verpflichten.“ Als auch Bayern sich plötzlich wieder mit Götze beschäftigte, war es für Hertha zu spät. Am Dienstag wurden in Düsseldorf die Vertragsdetails – 2 Jahre Laufzeit bei kolportierten 2,5 Mio. Euro Jahresgehalt – mit Götze und der PSV geklärt. Nicht einmal eine halbe Stunde sollen Götze und Schmidt für die Einigung gebraucht haben. So berichtet SPORT BILD.

Unmittelbar vor dem Ende der UEFA-Meldefrist wechselte Götze zur PSV Eindhoven. Damit kann er in der Europa League, wo der FC Granada, Omonia Nikosia und PAOK Saloniki die Gegner sind, mitwirken. Und im Idealfall auf die PAOKe hauen.

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