2:2, Traditionsklub entgeht Abstieg – Schelte für Ex-HSV-Star!


Relegation: Ausgeschnattert! Werder Bremen bleibt Bundesligist – 2:2 beim 1. FC Heidenheim

Der 18. Bundesligist für die Saison 2020/2021 heißt Werder Bremen! Die Norddeutschen haben im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Heidenheim am Montagabend mit 2:2 (1:0) den drohenden, zweiten Abstieg nach 1980 abgewehrt. Nur die Auswärtstor-Regel hält den 4-maligen Deutschen Meister in der Bundesliga.

Ein Eigentor des Heidenheimers Norman Theuerkauf (3.) sollte im wahrsten Sinne des Wortes teuer werden für die Gastgeber. Nach dem 0:0 im Bremer Hinspiel benötigte der FCH nun schon 2 Tore, um den Aufstieg noch zu schaffen.

Für den 1. FC Heidenheim war dieses Tor ein echter Wirkungstreffer, die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt (46) konnte die Blockade in der Folgezeit lange nicht lösen. In der Schlussphase hatte Davy Klaassen (82.) für Werder sogar das 2. Tor auf dem Fuß, doch sein Ball strich knapp über das Tor von FCH-Torhüter Kevin Müller.

Das 1:1 von Tim Kleindienst (85.) brachte den FCH noch einmal ins Spiel zurück, 5 Minuten Nachspielzeit ließen die Bremer, die in beiden Spielen nie souverän wirkten, noch einmal gehörig zittern. Erst das Konter-Tor von Ludwig Augustinsson zum 1:2 (90. + 4) bedeutete die Entscheidung, obwohl Tim Kleindienst (90. + 7) per Foulelfmeter (Theodor Gebre Selassie gegen Tobias Mohr) tief in der Nachspielzeit und mit der letzten Aktion in diesem Spiel gegen Jiri Pavlenka zum 2:2-Endstand traf. Am Ende gab es auf beiden Seiten Tränen. Auf Bremer Seite waren es Tränen der Erleichterung. Der SV Werder bleibt nach einer Horror-Saison erstklassig, der 1. FC Heidenheim vergoss Tränen der Enttäuschung, konnte seine überragende Zweitliga-Saison nicht krönen. Der Traum von der 1. Bundesliga auf der Ostalb ist um 22.30 Uhr am Montagabend zu Ende gegangen.

Werder-Legende Claudio Pizarro (41) blieb der Albtraum Abstieg im letzten Spiel für die Grün-Weißen erspart. „Was für eine bescheuerte Frage!“, echauffierte sich Heidenheim-Coach Frank Schmidt bei DAZN, „wir sind natürlich mega-enttäuscht, wir hatten eine Lebenschance, es ist extrem bitter für uns. Nach dem 1:1 hatte ich das Gefühl, Bremen ist stehend k.o. Leider haben wir uns in der Nachspielzeit mürbe gespielt und nach dem 2:1 war es entschieden.“

FCH-Legende Marc Schnatterer bei DAZN: „Wir haben nie aufgegeben, es ist schwierig zu sagen, woran es gelegen hat. Die Moral war da, wir sind 2-mal zurückgekommen, es ist unheimlich schwer, Gründe zu finden. Bremen hat sich ab Mitte der ersten Halbzeit nur noch hinten rein gestellt.“ Werders Davy Klaassen sah klar: „Die ganze Saison war ein harter Kampf, man hat heute am Ende die Erleichterung gesehen.“

1. FC Heidenheim - Werder Bremen 2:2
Milot Rashica und Josh Sargent (verdeckt) feiern das frühe 1:0 für Werder Bremen im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Heidenheim (2:2). Foto: Imago Images / Poolfoto

Top-News 2: FC Liverpool – Jürgen Klopp holt mit Elliott den jüngsten Premier-League-Spieler aller Zeiten

Harvey Elliott FC Liverpool
Harvey Elliott ist der jüngste Spieler der Premier-League-Geschichte. Foto: Imago Images / Colorsport

Transfer-Stillstand beim FC Liverpool? No! Der englische Fußballmeister baut seinen Kader für die neue Spielzeit. Steht die Verpflichtung von Bayern-Profi Thiago Alcantara noch im Raum, so vermeldeten die „Reds“ am Montag einen fixen Transfer. Harvey Elliott erhält einen Profivertrag beim 19-maligen englischen Titelträger.

Der erst 17 Jahre alte Offensiv-Allrounder wird damit zum jüngsten Spieler der Premier League. Er überholt mit der Unterschrift unter seinen Kontrakt den bisherigen Rekordhalter Matthew Briggs, FC Fulham, der bei seinem Debüt am 13. Mai 2007 beim FC Middlesbrough (1:3) 16 Jahre, 2 Monate und 7 Tage alt war. Harvey Elliott ist am 4. Mai 2019 für Fulham (0:1-Niederlage in Wolverhampton) mit 16 Jahren, 1 Monat und 0 Tagen erstmals zum Einsatz in der höchsten englischen Fußballliga gekommen. Für den FC Liverpool hat er in der Meistersaison 2019/2020 Wettbewerb übergreifend 8-mal gespielt, stand allerdings nie in der Startelf. In der Premier League brachte in Klopp gegen Sheffield United (2:0) am 2. Januar und beim vorentscheidenden Spiel zur Meisterschaft am 24. Juni 2020 gegen Crystal Palace (4:0).

Englische „Wunderkinder“ wie Wayne Rooney (34, jetzt Derby County) und Liverpools Klublegende James „Milo“ Milner (34) finden sich im Ranking der jüngsten Premier-League-Spieler im Zeitalter der jungen Wilden auf den Plätzen 14 und 15.

Rooney war am 17. August 2002, als er für den FC Everton erstmals gegen Tottenham (2:2) auflief, 16 Jahre, 9 Monate und 24 Tage alt. „Milo“ Milner hatte im gleichen Jahr, am 19. November 2002 beim Debüt für West Ham United gegen Leeds United (3:4) fast die 17 voll, mit 16 Jahren, 10 Monaten und 6 Tagen.

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Top-News 3: Yes we Kane? Yes, we Keane – Tottenham siegt dank Eigentor!

Harry Kane Tottenham Hotspur
Mit diesem Schuss scheitert Tottenham-Torjäger Harry Kane (l.) noch an Brightons Keeper Matthew Ryan... Foto: Imago Images / Action Plus

Tottenham Hotspur hat zum Abschluss des 33. Spieltages in der englischen Premier League einen schmeichelhaften 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Everton eingefahren. Den „Spurs“ kam im Monday Night Game der englischen Fußball-Eliteklasse ein Eigentor zu Gute.

Im leeren Tottenham Hotspur Stadium hieß es nach 24 Minuten nicht „Yes, we Kane“, sondern „Yes, we Keane“ – Evertons Abwehrspieler Michael Keane (27) lenkte einen Ball von Giovani Lo Celso unhaltbar für den englischen Nationaltorhüter Jordan Pickford ins eigene Netz.

Die Szene des Tages ereignete sich in einem wirklich schwachen Premier-League-Spiel kurz vor dem Wechsel. Tottenhams französischer Weltmeister Hugo Lloris ging verbal auf den Ex-Hamburger Heung-Min Son los – offenbar passte dem Keeper die Einstellung des Südkoreaners nicht.

Wüsste man nicht um den Fleiß von Son, müsste man Lloris wahrscheinlich Recht geben, denn Tottenham zeigte sich in der Offensive erschreckend harmlos. Gerade mal 2 Schüsse von Kane, Son und Co. gingen auf das Tor des FC Everton.

Unter dem Strich genug, die „Spurs“ konnten eine Woche vor dem Nord-London-Derby gegen den Arsenal – einer Partie, die eigentlich schon hätte am 25. April stattfinden sollen – den Rückstand auf den Erzrivalen von den „Gunners“ auf einen Punkt verkürzen. Arsenal hatte am Wochenende etwas überraschend mit 2:0 bei den Wolverhampton Wanderers gewonnen.

„Ein armes Spiel, entschieden durch ein dreckiges Eigentor“, fasste BBC Sport zusammen.

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