Transfers: FC Bayern – David Alaba nach Poker-Ende „enttäuscht“, Hoeneß-Team verliert


Top-News 1: Ende eines Poker-Spiels – Transfer-Gespräche David Alaba und FC Bayern München kennen nur Verlierer

Seit Sonntagabend ist es amtlich. Der FC Bayern München hat sein letztes Vertragsangebot für David Alaba (28) zurückgenommen (Ligalive.net berichtete). Das hatte der neue Bayern-Präsident Herbert Hainer im Bayerischen Rundfunk verkündet. Eine neuerliche Kommunikations-Panne beim Rekordmeister, die tief blicken lässt.

David Alaba (28) konterte am Montag. In der Pressekonferenz zum Champions-League-Auswärtsspiel in Salzburg wehrte sich der Österreicher. Führende Medien wie DIE WELT hatten ihn am Montag als „Raffzahn“ hingestellt. Das wollte der tief gläubige Christ so nicht stehen lassen.

„Es entspricht nicht der Wahrheit, wie ich dargestellt werde, die in der Öffentlichkeit genannten Summen ebenfalls nicht“, sagte Alaba. Er sei „verletzt und enttäuscht“, dass dies vom FC Bayern nicht korrigiert worden sei. Vom Abbruch der Vertragsgespräche habe er „aus den Nachrichten erfahren.“ Alaba sagte weiter, dass er die Wut der Fans in den sozialen Netzwerken „verstehen könne“. Allerdings betonte der EM-Teilnehmer von 2016 auch: „Ich habe eine andere Perspektive.“

Sicher, man muss die Vereinsseite verstehen. In Zeiten von Lockdown und Corona-Krise sind die teilweise kolportierten Beträge nicht zu akzeptieren. Sie würden das Gehaltsgefüge des FC Bayern in Schieflage bringen. Auch richtig. Fakt ist aber auch, dass hier das Bild eines ehrlichen Bayern-Arbeiters, eines treuen Dieners der Großkopferten, verzerrt wird. Alaba erfährt nun das, was vor ihm zum Beispiel Michael Ballack in München widerfuhr. Als der Nationalmannschafts-Kapitän vor der Heim-WM 2006 nicht bei den Bayern verlängerte, war er praktisch Persona non Grata. Die üblichen Verdächtigen unter den Medien taten damals wie heute ihr Übriges. Sie stellten Ballack und seinen Berater Dr. Michael Becker als die Schuldigen hin.

So geschah es nun auch im Fall David Alaba. Der Österreicher wird – wie im Bayern-Team auch Robert Lewandowski – von dem Israeli Pinhas Zahavi (77) vertreten.

David Alaba FC Bayern München Pressekonferenz Salzburg
David Alaba, hier bei der Pressekonferenz vor dem CL-Spiel RB Salzburg gegen den FC Bayern München, sieht sich im Vertragspoker mit dem deutschen Rekordmeister falsch dargestellt. Foto: Imago Images / FC Bayern München

Top-News 2: Bundesliga: 1:3 gegen Union Berlin – Darum ist 1899 Hoffenheim kein Spitzenteam!

1899 Hoffenheim - Union Berlin 1:3
Mit diesem Kullertor düpierte Joel Pohjanpalo von Union Berlin 1899 Hoffenheim - 1:2, Endstand: 1:3. Foto: Imago Images / Matthias Koch

Europa-League-Teilnehmer 1899 Hoffenheim hat den Sprung auf Rang 6 verpasst! Die TSG verlor das Montagsspiel des 6. Spieltags der Fußball-Bundesliga. 1:3 (0:0) gegen Union Berlin hieß es am Ende!

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß (38) betrieb in der leeren PreZero Arena Chancenwucher. Munas Dabbur (16.) traf nur den Innenpfosten. Nach einer guten halben Stunde standen die Hoffenheimer bei 62 Prozent Ballbesitz. Die Berliner waren aber das laufstärkere Team. Und sie erarbeiteten sich ihre Chancen. Nach 40 Minuten klärte Nationaltorhüter Oliver Baumann überragend aus 5 Metern gegen einen Kopfball von Sebastian Griesbeck. Den muss er machen!

Griesbeck ging in der 59. Minute gegen Robert Skov zu Boden. Die Folge: Elfmeter für Union – und Rot für den Dänen! „Extrem bitter für die TSG, weil Skov nach seiner Einwechslung richtig gut war“, fand Ex-Fußballprofi Sebastian Kneißl bei DAZN. Skov war nach 34 Minuten für den Österreicher Stefan Posch gekommen. Ex-Nationalspieler Max Kruse ließ sich die Chance nicht entgehen. Er verwandelte zum 0:1 (60.). Das 2. Saisontor für den ehemaligen Bremer in Diensten von Union. Dabbur gelang nach einer einer Einzelleistung der Ausgleich (80.) Der Israeli nagelte den Ball unters Dach. Juch-he! Unter gütiger Mithilfe von Baumann murmelte Joel Pohjanpalo den Ball zum 2:1 (85.) ins Tor. Der Finne, Leihgabe von Bayer Leverkusen, traf nach Vorarbeit von Max Kruse. Pohjanpalo bewies seinen überragenden Torinstinkt. Die Entscheidung besorgte Cedric Teuchert (90. + 4). Nach Konter legte Kruse, an allen 3 Toren der Unioner beteiligt, quer. Der Rest war Formsache, letzte Aktion im Spiel. Mit 6 Torschüssen, die das Ziel trafen, zeigte sich die Elf von Urs Fischer gnadenlos effektiv. Union sprang auf Rang 7. Historisch beste Platzierung für die Köpenicker.

1899 Hoffenheim, mit 6 Punkten in die Europa League gestartet, enttäuschte. Erneut blieb das Team den Nachweis schuldig, zur Bundesliga-Spitze zu gehören. Dazu fehlt der Hoeneß-Elf (noch) die Konstanz. Guten Auftritten wie dem 4:1 gegen den FC Bayern am 27. September 2020 folgen immer wieder haarige Niederlagen. Ein Punkt aus 4 Spielen, das hatte es seit Mai 2020 nicht gegeben. Die letzten BL-3 Spiele konnte 1899 nicht gewinnen.

„Wir brauchten einen guten Tag, das war klar“, sagte Max Kruse nach dem Spiel bei DAZN. „aber wir haben die Tore in den entscheidenden Momenten gemacht“, so der Stürmer. „Nach dem 1:1 wollten wir noch auf das 2. Tor gehen, aber das ist hinten raus schwierig mit den Kräften“, haderte 1899-Mittelfeldspieler Florian Grillitsch.

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Top-News 3: Premier League – Gareth Bale bringt José Mourinho bei Tottenham Hotspur zum Kalauern!

Gareth Bale Real Madrid 2013
Gareth Bale (l., mit Emilio Butragueno) bei seiner Vorstellung am 2. September 2013 in Bernabeu. Seine Tage bei Real Madrid sind gezählt. Foto: Imago Images / Future Image

Der Leih-Deal von Tottenham Hotspur mit Gareth Bale (31) war ein später Ausweg aus dem Dilemma bei Real Madrid. Dort saß der Waliser, mit 100 Mio. Euro Ablöse 2013 teuerster Spieler der Welt, seine Zeit lustlos und provokant ab. Nun ist Gareth Bale seit 19. September wieder zu Hause. In London. Und er zeigte, wie wertvoll er für ein Team sein kann.  

Mit einem Kopfballtor sicherte Bale den 2:1 (1:0)-Heimerfolg gegen Brighton & Hove Albion. Damit sprangen die „Spurs“ auf Platz 2 in der Premier League. Die Mannschaft von Trainer Josef Mourinho (57) ist damit erster Verfolger des FC Liverpool. Der Titelverteidiger aus Liverpool hat nur 2 Punkte Vorsprung.

Mourinho war ob des ersten Premier-League-Treffers von Bale seit dem 19. Mai 2013 – 1:0 gegen den AFC Sunderland – bester Laune. „Wenn ich 5 Minuten Zeit habe, öffne ich Safari und schaue mir ihre Homepage an“, scherzte der Portugiese nach dem Spiel. „Mal sehen, was sie bei Real Madrid schreiben“, so „The Special One“. Bale war bei den „Königlichen“ – wie vor ihm Cristiano Ronaldo, Arjen Robben oder Iker Casillas – durch die kalte Küche verabschiedet worden. Die Madrilenen mussten befürchten, dass Bale seinen Vertrag bis 2022 auf der Tribüne absitzt. Bei Real-Coach Zinedine Zidane (48 / „Es ist besser, wenn er morgen geht“) spielte er keine Rolle mehr.

Bale war bis zu seiner Rückkehr nach London seit 24. Juni 2020 ohne Spiel. Die Pause hat ihm scheinbar nicht geschadet. Gegen Brighton lieferte er seine 2. Tor-Beteiligung im 4. Pflichtspiel für die „Spurs“. „Natürlich bin ich sehr erfreut über Bale, er hat diesen Erfolg verdient“, sagte Mourinho am Sonntag. „Er weiß, dass wir uns um ihn kümmern“, gab der Tottenham-Coach seinem Ex-Klub noch einen mit. „Wir wissen, dass er sich um das Team und um den Verein Tottenham Hotspur kümmert“, so der Portugiese. Also andere Reihenfolge als noch 2019 („Wales, Golf, Madrid“). Damals ließ der Hobby-Golfer sich auf einem Court ablichten. Dumm nur: Real Madrid war zeitgleich im Pflichtspieleinsatz.

„Er hat sein Kopfballspiel definitiv verbessert“, lobte Englands Fußball-Idol Peter Crouch. „Und er ist so einem absoluten Weltklassespieler geworden“, sagte der frühere ,,Spurs”-Stürmer Crouch in der TV-Sendung Match of the Day.

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